Donnerstag, 23. Februar 2017

Brot und Locarno...

Wenn ich meine letzte Woche für Euch zusammenfassen müsste, dann würde ich "Brot und Locarno" sagen. Das waren meine Highlights. Ich habe mich gleich für mehrere Tage in die Sonnenstube der Schweiz abgesetzt und es war einfach wundervoll. Ich habe Euch ja bereits hier und hier davon berichtet, dass sich meine Suocera in Locarno eine Wohnung hat und wir deshalb das Glück haben ab und zu dahin zu fahren...
Da ich aktuell beruflich ziemlich flexibel bin und auch von unterwegs aus arbeiten kann, liegen solche kleine Auszeiten zwischendurch drin. Und weil der Signore die Bilder, welche ich ihm aus dem Ticino geschickt habe (er war während dieser Zeit mal wieder in einer Weiterbildung im Ausland), so schön fand, sind wir am Wochenende gleich nochmals dahin gefahren. 

Wenn man viel unterwegs ist, kann es dann aber leider auch passieren, dass einem die Lebensmittel ausgehen. So gab es im Hause Pinella kein Brot mehr und ich beschloss am Samstagmorgen früh spontan zu backen. 

Ich backe sehr gerne Brot in einem gusseisernen Topf, weil das Brot so aussen knusprig und innen herrlich luftig wird. Als ich meinen Geschwistern in unserem Familienchat ein Bild davon gesendet habe (habt Ihr auch so einen Chat, bei uns wir da immer fröhlich Zeugs hin und her geschickt und man weiss, was die anderen so machen - eben zum Beispiel Brot backen;), fragte mein Bruder, warum ich denn das Brot im Topf backen würde. Ich dachte bisher, dass dieser Trend allgemein bekannt sei. Und ja, mein Bruder ist fürs Backen sonst sehr wohl eine Referenz, da kennt er sich nämlich aus - sein Sonntagszopf ist geschmacklich und auch optisch ein Traum.

So dachte ich mir, dass ich Euch kurz über meine "Brotimtopftechnik" berichten will.

1. Der Teig: Das Brot wird besonders luftig, wenn der Teig relativ feucht ist und mehr klebt, als das ein normaler Brotteig tun würde. Viele lassen den Teig auch fast einen Tag lang gehen, verzichten dafür auf Hefe und warten darauf, bis der Teig durch die Hefe in der Luft selber aufgeht. Da ich eben oft erst spontan feststelle, dass das Brot fehlt, habe ich selten die Zeit dazu und verwende immer Hefe. Idealerweise sollte man dem Teig aber schon zwei Stunden Zeit zum Aufgehen geben.

2. Der Topf: Ich bin ein riesiger Fan von Le Creuset Pfannen. Meine ehemaligen Arbeitskollegen haben dem Signore und mir eine zur Hochzeit geschenkt. Weil die etwas gross ist, habe ich meine Sammlung um die schwarze, runde Pfanne auf den Bildern erweitert.

3. Das Backen: Ich backe das Brot bei rund 200 Grad. Zuvor wärme ich den Topf im Ofen vor, danach gebe ich ein Backtrennpapier in den Topf, damit ich das Brot dann auch wirklich wieder herausbekomme, stürze den Teig hinein und dann geht das Ganze für 20 Minuten mit dem Deckel in den Ofen. Danach nehme ich den Deckel weg und backe das Brot noch 20 Minuten weiter (so wird es besonders knusprig).

Mir schmeckt hausgemachtes Brot sehr und es gefällt mir, dass ich selber entscheiden kann, welches Mehl ich verwenden will oder ob noch Kerne oder Nüsse dazu kommen sollen. Ich habe auch festgestellt, dass sich dieses Brot einfach besser hält. Der Aufwand lohnt sich also definitiv!

Und jedes Mal, wenn ich in frisches Brot beisse, das noch leicht warm ist, erfüllt mich das mit einem unsagbaren Glücksgefühl. Ist noch etwas Butter und Konfitüre drauf, dann ist es ein Moment der Vollkommenheit... Ja, wenn es ums Essen geht, kann ich ganz schön poetisch werden;)

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Kommentare:

  1. Liebe Signora, es funktioniert im Fall auch tiptop ohne Backtrennpapier! Ich liebe Töpferei <3
    Herzlich, Nicole

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  2. Vielleicht sollte ich das mal probieren..... Ich bin nämlich nicht die Bäckerin. Aber dein Brot sieht fantastisch aus!
    Herzlichst
    yase

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  3. Schön poetisch! Ich mag das Brot aus dem Tüpfi ebenfalls sehr gerne. Und ja, wir haben auch so es nen Tschätt ;-).
    Herzliche Grüsse Simone

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  4. es schaut köstlich aus und so ein selbst gebackenes Brot ist immer etwas ganz besonderes!
    liebe Grüße
    Gerti

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