Dienstag, 28. Februar 2017

Sei lieb mit Dir...

Kürzlich las ich folgenden Spruch, der mich sehr berührt hat: "Be the type of energy that adds value to the lives around you...". Ich habe dann lange darüber nachgedacht und mir überlegt, ob ich zu den Menschen gehöre, die das Leben anderer Menschen bereichern. Dann habe ich aber noch etwas weiter gedacht (wie das bei mir oft vorkommt) und bin zum Schluss gekommen, dass ich zwar gerne das Leben anderer Menschen bereichern will, dafür aber auch zu mir selber lieb sein muss...
Da ich zur Kategorie der Geniesser gehöre, sind schöne Beautyprodukte für mich eine Form von Selbstliebe. Aber dazu später gleich noch mehr.

Ich bin wirklich fest überzeugt, dass man niemandem Liebe geben kann, wenn man nicht mit sich selber im Reinen ist. Bei mir ist das übrigens ein ganz interessantes Wechselspiel. Wenn ich es mit mir lustig und gut habe, scheine ich auch solche Menschen anzuziehen oder vielleicht färbe ich so auf andere ab. Wenn ich aber im Ungleichgewicht, verunsichert oder traurig bin, dann ziehe ich erst recht solche Menschen an, die negativ sind und mich damit verletzen.

Gerade in letzter Zeit bin ich oft in Situationen geraten, die mir sehr weh taten oder in denen unachtsam mit mir umgegangen wurde. Ich habe mir dann etwas Zeit genommen für mich, denn das ist der erste und wichtigste Schritt aus der Negativspirale auszubrechen. Ich habe mir gut überlegt was und wer mir gut tut. Manchmal gibt es Menschen, denen man nicht aus dem Weg gehen kann - zum Beispiel bei der Arbeit. Aber gerade bei Freundschaften denke ich, dass man besser wenige auserlesene Freunde hat, die einem auch wirklich gut tun. Ich bin der Meinung, dass man sich mit Freunden ehrlich austauschen sollte, aber auch das kann in Liebe geschehen. Für mein persönliches Wohlbefinden ist der Aspekt der Liebe und des Wohlwollens elementar. Menschen, die unachtsam mit mir umgehen, auf mir herumhacken und von denen ich nie weiss, wann wieder ein Schlag kommt, will ich nicht mehr zu nahe an mich heran lassen. Das heisst nicht, dass man in Wut und Groll davon laufen soll, sondern dass man sich die Distanz zugesteht, die vielleicht in diesem Moment gerade notwendig ist.

Diese Entscheidung, was ich überhaupt an mich heran lassen will, war der zweite wichtige Schritt. Ich muss mein Herz nicht mit allen teilen und gleichzeitig muss ich nicht jeden Blech, den jemand zu mir sagt, persönlich nehmen.

Nachdem ich mir etwas Zeit und Distanz zugestanden habe, habe ich mich daran gemacht darüber nachzudenken was mir gut tut, was ich mir wünsche, was mich inspiriert und meine Vision ist. Schlussendlich kann ich nur dann Leben von anderen bereichern, wenn mein eigenes erfüllt ist und ich in Frieden mit mir selber und meinem Umfeld lebe. Ich schreibe das hier nicht nur für Euch, sondern auch für mich als Erinnerung auf. Denn ich muss es mir selber immer und immer wieder und immer wieder sagen.

Als letzter und für mich doch sehr wichtiger Punkt habe ich mich vorgenommen, wieder besser auf mich zu achten. Denn das - und ja, ich sage es unter dieser Rubrik hier immer und immer wieder - ist eine Form der Selbstliebe, die eben auch sehr gut tut. Nach schönen Dingen zu suchen und Produkte ausprobieren, ist eine grosse Leidenschaft von mir. Wenn ich dann etwas gefunden habe, das mich überzeugt, teile ich es auch gerne mit Euch.

Daher hier meine fünf neusten Beauty-Favoriten.

1. Ich habe schon lange nach einem Deodorant mit guten und natürlichen Inhaltsstoffen gesucht, das auch hält. Bei Aesop habe ich es gefunden. Hier gehts zum Shop.

2. Hier habe ich Euch einmal von einem ganz besonderen Parfum erzählt, dem ich von New York über San Francisco bis nach Las Vegas nachgereist bin. Nun gibt es die Düfte von Aerin Lauder auch in Europa (in der Schweiz bei Globus). Obwohl ich blumige Düfte sehr mag, hat es mir in der kälteren Jahreszeit "Amber Musk" besonders angetan. Er riecht für mich sehr erwachsen, warm und weich und einfach herrlich.

3. Dass ich den Schmuck von Tenebris Jewelry liebe, habe ich Euch bereits hier erzählt. Zu Weihnachten gabs ein paar neue, zartrosa Ohrstecker. Ihr findet sie hier.

4.&5. Obwohl ich mich früher immer ganz klar als Chanel-Vertererin sah, mag ich die Schminke von Dior immer mehr. Besonders angetan haben es mir im Moment die "Diorshow iconic overcurl-Mascara" und die "Long-wear-Eiyeshadows" meiner hat die Farbe 381 Millenium.

Ich hoffe, dass ich Euch mit meinen Gedanken und vielleicht auch mit dem einen oder anderen Produkt inspirieren konnte. Seid lieb zu Euch selber, dann bereichert Ihr auch andere!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Donnerstag, 23. Februar 2017

Brot und Locarno...

Wenn ich meine letzte Woche für Euch zusammenfassen müsste, dann würde ich "Brot und Locarno" sagen. Das waren meine Highlights. Ich habe mich gleich für mehrere Tage in die Sonnenstube der Schweiz abgesetzt und es war einfach wundervoll. Ich habe Euch ja bereits hier und hier davon berichtet, dass sich meine Suocera in Locarno eine Wohnung hat und wir deshalb das Glück haben ab und zu dahin zu fahren...
Da ich aktuell beruflich ziemlich flexibel bin und auch von unterwegs aus arbeiten kann, liegen solche kleine Auszeiten zwischendurch drin. Und weil der Signore die Bilder, welche ich ihm aus dem Ticino geschickt habe (er war während dieser Zeit mal wieder in einer Weiterbildung im Ausland), so schön fand, sind wir am Wochenende gleich nochmals dahin gefahren. 

Wenn man viel unterwegs ist, kann es dann aber leider auch passieren, dass einem die Lebensmittel ausgehen. So gab es im Hause Pinella kein Brot mehr und ich beschloss am Samstagmorgen früh spontan zu backen. 

Ich backe sehr gerne Brot in einem gusseisernen Topf, weil das Brot so aussen knusprig und innen herrlich luftig wird. Als ich meinen Geschwistern in unserem Familienchat ein Bild davon gesendet habe (habt Ihr auch so einen Chat, bei uns wir da immer fröhlich Zeugs hin und her geschickt und man weiss, was die anderen so machen - eben zum Beispiel Brot backen;), fragte mein Bruder, warum ich denn das Brot im Topf backen würde. Ich dachte bisher, dass dieser Trend allgemein bekannt sei. Und ja, mein Bruder ist fürs Backen sonst sehr wohl eine Referenz, da kennt er sich nämlich aus - sein Sonntagszopf ist geschmacklich und auch optisch ein Traum.

So dachte ich mir, dass ich Euch kurz über meine "Brotimtopftechnik" berichten will.

1. Der Teig: Das Brot wird besonders luftig, wenn der Teig relativ feucht ist und mehr klebt, als das ein normaler Brotteig tun würde. Viele lassen den Teig auch fast einen Tag lang gehen, verzichten dafür auf Hefe und warten darauf, bis der Teig durch die Hefe in der Luft selber aufgeht. Da ich eben oft erst spontan feststelle, dass das Brot fehlt, habe ich selten die Zeit dazu und verwende immer Hefe. Idealerweise sollte man dem Teig aber schon zwei Stunden Zeit zum Aufgehen geben.

2. Der Topf: Ich bin ein riesiger Fan von Le Creuset Pfannen. Meine ehemaligen Arbeitskollegen haben dem Signore und mir eine zur Hochzeit geschenkt. Weil die etwas gross ist, habe ich meine Sammlung um die schwarze, runde Pfanne auf den Bildern erweitert.

3. Das Backen: Ich backe das Brot bei rund 200 Grad. Zuvor wärme ich den Topf im Ofen vor, danach gebe ich ein Backtrennpapier in den Topf, damit ich das Brot dann auch wirklich wieder herausbekomme, stürze den Teig hinein und dann geht das Ganze für 20 Minuten mit dem Deckel in den Ofen. Danach nehme ich den Deckel weg und backe das Brot noch 20 Minuten weiter (so wird es besonders knusprig).

Mir schmeckt hausgemachtes Brot sehr und es gefällt mir, dass ich selber entscheiden kann, welches Mehl ich verwenden will oder ob noch Kerne oder Nüsse dazu kommen sollen. Ich habe auch festgestellt, dass sich dieses Brot einfach besser hält. Der Aufwand lohnt sich also definitiv!

Und jedes Mal, wenn ich in frisches Brot beisse, das noch leicht warm ist, erfüllt mich das mit einem unsagbaren Glücksgefühl. Ist noch etwas Butter und Konfitüre drauf, dann ist es ein Moment der Vollkommenheit... Ja, wenn es ums Essen geht, kann ich ganz schön poetisch werden;)

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Montag, 20. Februar 2017

Verliebt in unser neues Zuhause...

Obwohl ich es nun schon etliche Male gemacht habe, finde ich einen Umzug immer wieder schrecklich anstrengend und mühsam. Davor rede ich mir zwar immer ein, dass es nicht so schlimm wird und man sich nur gut organisieren muss. Aber dann, wenn ich zwischen Kisten sitze und einfach keine Lust mehr habe einzuräumen, dann frage ich mich schon, warum wir uns das immer wieder antun. Die Antwort auf diese Frage gab uns unsere neue Wohnung selber. Sie ist einfach schön und ich fühle mich hier sehr wohl und ich bin ehrlich gesagt ein bisschen verliebt in sie...
Wenn ich etwas Schönes habe, dann bin ich wie ein kleines Kind und will das teilen. Deshalb gibt es heute ein paar Einblick in unser neues Wohnzimmer. Etliche Stücke kennt Ihr sicher noch. Da ich von meiner Oma viele Möbel geerbt habe, die ich gewissermassen als Statement Pieces ansehe, nehme ich die auch immer weiter mit. Wenn etwas Geschichte hat, dann mag ich es und will es auch nicht weg geben. So ist das zum Beispiel mit den Blumensesseln. Sie standen im Haus meiner Oma vor dem Kamin und manchmal, wenn ich darin sitze, schliesse ich einfach die Augen und stelle mir vor, dass sie wieder dort stehen und meine Oma neben mir sitzt.

Ich mag ja die Vorstellung sehr, dass man "nur" die Umarmung des richtigen Menschen braucht und sich überall auf der Welt daheim fühlt. Was wäre ich dankbar, wenn das bei mir so einfach wäre. Aber  ich war immer schon so, dass ich einen Raum und Rückzugsort für mich gebraucht habe und es schätze, wenn ich Dinge, die mir vertraut sind um mich habe.

So sind auch der Servierwagen, der Globus und die goldene Ständerlampe geliebte Erbstücke. Umso schwieriger finde ich es teilweise passende neue Möbel zu finden. Aber manchmal geht es auch wie von selber. So kam es zum Beispiel, dass ich Anfang Jahr ein Mail von Westwing mit Sofaempfehlungen bekam. Der Signore sass neben mir und sah auf den Bildschirm und im gleichen Moment war für uns klar, dass wir genau dieses Sofa bei Westwing bestellen wollen (es ist übrigens noch erhältlich - hier findet Ihr es).

Natürlich musste auch die Kommode mit, die ich selber gestrichen habe (darüber habe ich hier berichtet). Die habe ich vor dem Sperrmüll gerettet. Das Büchergestell ist von Ikea, der Couchtisch von Maisons Du Monde und mein neues, gelbes Kissen ist von Zara Home.

Und so hat sich nach und nach alles zusammengefügt. Noch nie ist uns das Einrichten so leicht gefallen. Es hat einfach alles gepasst. Und genau deshalb weiss ich jetzt, dass es sich manchmal eben doch lohnt umzuziehen - einfach so, weil man danach glücklich ist und sich Zuhause fühlt. Unsere letzte Wohnung haben wir von Florenz aus gesucht. Das war schwierig und deshalb waren wir zu vielen Kompromissen bereit. Zuhause gefühlt habe ich mich dort nie richtig. Das ist nun zum Glück anders und wohl das Schönste an unserer neuen Wohnung, wenn ich heim komme, fühle ich mich sofort wohl und bin einfach glücklich. Ich habs ja gesagt, ich bin ein bisschen verliebt...
Ich hoffe, dass Ihr auch den Mut findet Dinge anzugehen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht so angenehm sind. Ich kann Euch versichern, dass es sich absolut lohnt!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Dienstag, 14. Februar 2017

Romantische Wiederholungstäterin...

Ja es ist so, Jahr um Jahr schreibe ich, dass man seine Liebe nicht institutionalisieren lassen darf, dass der Signore und ich solche Sachen wie den Valentinstag nicht brauchen und so weiter bla bla bla... (das Ganze gibt es z.b. hier und hier mit super Madeleine-Rezepten nachzulesen). Und dann werde ich Jahr für Jahr doch wieder schwach und gebe dem Valentinstag einen klitzekleinen Platz in unserem Leben. Obwohl, so ausgeprägt ist das Ganze dann doch nicht, da der Signore ja dem Süssen verfallen ist und sich über nichts so sehr freut wie über einen Kuchen. Dazu kommt, dass ich ihm auch an vielen anderen Tagen einen Kuchen backe und auch Rosen, wenn ich denn gerade biologische im Haus habe, werden an vielen anderen Tagen auf den Kuchen gelegt... Vielleicht bin ich doch keine Wiederholungstäterin? Oder doch?  Ich mag die Vorstellung, dass die Menschen ein bisschen romantischer werden. Schuld daran trägt übrigens meine älteste Schwester und das kam so...
...als meine älteste Schwester auszog, war ich neun Jahre alt und vermisste sie ganz schrecklich. Im Ersten Jahr, in dem sie ausgezogen war, schickte sie mir zum Valentinstag eine Karte. Sie schrieb, dass sie mich lieb habe und auch vermisse. Diese Karte habe ich bis heute aufbewahrt und seither ist der Valentinstag einfach etwas Besonderes für mich. Ich gebe auch ganz ehrlich zu, dass ich immer etwas auf eine süsse Nachricht von einem lieben Menschen warte... Ich muss aber auch gestehen, dass mich in jüngeren Jahren (als ich den Signore noch nicht kannte), diese süssen Überraschungen in etliche unangenehme Situationen gebracht haben. Vielleicht backe ich deshalb auch so gerne für den Signore. Er freut sich und ich weiss, dass ich ihn lieb habe und er mich lieb hat - übrigens auch ohne Kuchen!

Diesen Schokoladenkuchen fand er aber besonders lecker und er und mein Bruder haben ihn in kürzester Zeit gegessen. Somit habe ich also gleich zwei Menschen glücklich gemacht (ich habe natürlich auch ein Stück probiert, aber Ihr wisst ja, wenn ich die Wahl habe zwischen deftigen salzigen Speisen und Kuchen, dann stehe ich der Chipstüte emotional einfach näher;).

Der Kuchen besteht aus drei Teilen: Der Buttercreme, dem Schokoladenboden und dem Japonaisboden

Zutaten Japonaisboden: 1 Eiweiss, 40g Zucker, 30g gemahlene Haselnüsse, 1,5 El Mehl

Zubereitung Japonaisboden: Das Eiweiss Steiff schlafen, danach den Zucker, die Haselnüsse und das Mehl sorgfältig darunter ziehen. Auf ein Blechreinpapier einen Kreis mit einem Durchmesser von 18cm aufzeichnen und die Masse darauf verteilen. Das Ganze 15 Minuten im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen backen.

Zutaten Schokoladenboden: 2 Eier, 100g Zucker, 100g Butter, 100g Mehl, 2 gestrichen EL Kakaopulver, 1 gehäufter TL Backpulver, 50ml Wasser

Zubereitung Schokoladenboden: Die Eier mit der Butter und dem Zucker schaumig rühren, die restlichen Zutaten beigeben und zu einem glatten Teig verrühren. Eine Kuchenform mit 18cm Durchmesser einfetten, mit Mehl bestäuben und kurz im Kühlschrank auskühlen lassen (ca. 15 Minuten). Den Teig in die Form geben und knapp 40 Minuten im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen backen (damit der Kuchen nicht verbrennt, sollte er in der Hälfte der Backzeit mit einer Alufolie zugedeckt werden). Den Kuchen nach dem Backen gut auskühlen lassen und in der Mitte durchschneiden, damit es zwei Kuchenböden gibt.

Zutaten Buttercreme: 200g Butter, 50g Puderzucker, 1 EL Kakaopulver, 1 El Obstbrand (optional zwei geschlagene Eiweiss).

Zubereitung Buttercreme: Die Butter richtig weich (nicht flüssig) werden lassen und gut mit den anderen Zutaten verrühren. Ich habe zusätzlich zwei Eiweiss steif geschlagen und unter die Butter gezogen, bevor ich die anderen Zutaten dazu gab. So wird die Creme flüssiger, aber auch luftiger. 

Die Torte wird dann schichtweise in der Kuchenform zusammengefügt (Schokoladenboden, Buttercreme, Japonaisboden, Buttercreme, Schokoladenboden). Ich habe sie danach für zwei Stunden im Kühlschrank kühl gestellt und erst kurz vor dem Servieren aus der Form geholt und mit der restlichen Buttercreme bestrichen.

Ihr könnt sicher erahnen, dass es die Torte kalorientechnisch in sich hat... Aber eben, Liebe geht durch den Magen und Schokolade macht glücklich;)

Ich wünsche Euch einen wundervollen und romantischen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mittwoch, 8. Februar 2017

Magischer Kartoffelsalat und ein Rezeptbuch...

Wenn ich sagen würde, dass ich keine Geschenke mag, dann würde ich lügen. Im Gegenteil... Ich liebe Geschenke, wenn sie von Herzen kommen und ich merke, dass sich jemand Mühe gegeben und etwas überlegt hat. So habe ich mich riesig gefreut, als mir eine junge Künstlerin kürzlich ein Rezept-Buch gemalt hat. Ich verlinke Euch hier ihren YouTube-Kanal, dann könnt Ihr Euch ihre Bilder einmal ansehen.
Kurz zur Vorgeschichte: Ich habe die junge Dame, sie unterzeichnet ihre Bilder mit Muryo, Anfang Jahr über meine Schwester www.madamegaianna.blogspot.com kennen gelernt. Ich war damals in einem ziemlich desolaten Zustand, hatte Grippe und sass verzweifelt zwischen vielen ungepackten Zügelkisten. Sie haben mir einen ganzen Tag lang beim Packen und Zügeln geholfen und ich war schwer beeindruckend, wie diese 17-jährige junge Dame zupacken konnte und wie gelassen sie auf mein Chaos reagierte. Unter anderem hat sie meine vielen Kochbücher in der alten Wohnung ein- und in der neuen Wohnung wieder ausgeräumt. Da kam ihr wohl die Idee, dass ich ein Rezeptbuch für meine eigenen Rezepte brauchen könnte und das hat sie mir dann gemalt. Ich bin nicht ganz so überzeugt, dass ich beim Kochen so hübsch und süss aussehe wie die Person auf dem Buch. Der Signore meinte aber, dass das Bild perfekt getroffen sei und ihn die Augen und der Hüftschwung sehr an mich erinnern würden;)

Solche Geschenke, die so unerwartet kommen und erst noch von einem Menschen, der mir geholfen hat und dem eigentlich ich etwas schenken sollte, berühren mich zutiefst. Vor allem auch deshalb, weil ich im Buch auch noch ein Familienrezept für einen wunderbaren Kartoffelsalat fand. Mit Familienrezepten ist das so eine Sache. Sie sind mir heilig und wenn ich die Ehre habe, dass jemand ein Rezept mit mir teilt, dann macht mich das sehr stolz. Muryos Mama macht den besten Kartoffelsalat der Welt und zum Glück hat sie das Rezept aufgeschrieben und ich darf es nun mit Euch teilen. Und ja, der Kartoffelsalat ist wirklich lecker. Er ist schnell zubereitet und schmeckt sehr, sehr gut.

Da das Ursprungsrezept auf Englisch geschrieben ist, habe ich es so gut wie möglich übersetzt.

Zutaten: 500g festkochende Kartoffel, 1 mittelgrosse Zwiebel, 1/2 Tasse Gemüsefond, 1/2 TL Salz, 1 TL Senf, 1/2 Tasse Essig, 1/2 Tasse Sonnenblumen- oder Rapsöl

Zubereitung: Die Kartoffeln mit Schale im Wasser weichkochen (oder im Dampfkochtopf - da geht es natürlich schneller), 20 bis 30 Minuten auskühlen lassen, schälen und in ungefähr einen Zentimeter dicke Stücke schneiden. Den Gemüsefond kochen, das Salz und die klein geschnittene Zwiebel dazu geben, das Ganze mit dem Senf, dem Öl, dem Essig und allenfalls mit etwas Kräutern verfeinern und die Kartoffeln in einer Schüssel gut damit verrühren.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Salat besonders gut wird, wenn man der Sauce etwas Zeit lässt um sich mit den Kartoffeln zu verbinden.

Ich habe mich wirklich sehr über das Buch und das Rezept gefreut. Meine Schwester sagt immer, dass man eigentlich nur bloggen sollte, wenn man etwas zu Teilen hat. In Letzter Zeit hatte ich einfach nichts und war so müde und erschöpft, dass ich auch nicht die Energie fand Euch aus meinem Leben zu berichten. Als ich dann das Buch und das Rezept geschenkt bekommen habe wusste ich, dass ich Euch davon erzählen will. So geht das mit liebevollen Geschenken, sie ziehen Kreise und die Magie davon geht weiter...

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella