Montag, 30. Januar 2017

Dekorieren mit Frühlingsboten...

Es ist definitiv noch nicht Frühling und ich friere fleissig vor mich hin. Aber das hindert mich nicht daran vom Frühling zu träumen und ihn mit einer hübschen Blumendekoration ins Haus zu holen. Ich habe die Idee dazu für Euch fotografiert, weil Ihr Euch vielleicht genau wie ich nach ein bisschen Farbe und Blumen sehnt. Mama Pinella war übrigens so lieb und hat mir geholfen. Sie ist ein geduldiges Handmodell und unterstützt mich stets bei meinen Blog-Projekten.
Mir gefällt an dieser Deko besonders gut, dass sie mit wenig Materialaufwand auskommt und man nicht unsagbar viele Sachen einkaufen muss. Denn Dekorieren kann ganz schön ins Geld gehen und das ist eigentlich schade, denn viele schöne Sachen und Materialien findet man gratis draussen im Wald. So entstand auch die Idee für diese Rindendeko.

Ihr braucht dafür: Ein grosses Rindenstück, eine Schere, Moos, kleine Gläser, Heissleim, Dekoband, Frühlingsblumen und Äste.

Herstellung: Zuerst etwas Moos auf das Rindenstück aufkleben und danach darauf die Gläser ebenfalls mit Heissleim fixieren. Den Zwischenraum zwischen den Gläsern mit etwas Moos auffüllen und allenfalls eine Schleife um einige Gläser binden. Danach die Gläser mit Wasser füllen und die Blumen darin arrangieren. Schon ist die Deko fertig und ihr habt ein bisschen Frühling bei Euch Zuhause.

Ich hoffe, dass ich Euch zum Dekorieren inspirieren konnte und wünsche Euch viel Vergnügen beim Gestalten Eurer Rindendeko!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Samstag, 28. Januar 2017

Ein Wintermärchen...

Einer der grössten Schätze in meiner Kindheit waren Bilderbücher und eines meiner absolut liebsten Kinderbücher war "Ein Wintermärchen" vom Berner Illustrator Ernst Kreidolf. In den letzten Wochen machte mir der Nebel in Zürich schwer zu schaffen und so entschied ich mich einige Tage bei meinen Eltern Zuhause zu arbeiten. Meine Mama nahm mich dann mit auf einen Winterspaziergang und plötzlich erinnerte ich mich wieder an den Winterzauber und mir fiel ein, warum ich den Winter als Kind so geliebt habe.
"Ein Wintermärchen" erzählt von Schneewittchen und wie es die sieben Zwerge alle sieben Jahre einmal besucht. Es kommt in einer Wolke angeschwebt und die Zwerge bieten ihm herrliche Winterunterhaltung mit einem Konzert auf Eiszapfen, einer Schlittenfahrt und einem herrlichen Essen in ihrem Zwergenpalast. Kreidolf hat mit diesem Buch also die Geschichte nach der Geschichte erzählt und alleine diese Idee faszinierte mich als Kind unsagbar. Jeder möchte doch gerne wissen, was mit Schneewittchen passierte, nachdem es den giftigen Apfel ausgespuckt und den Prinzen geheiratet hat und ob es die Zwerge wieder besuchte.

Die verschneite Landschaft wird im Buch als Wunderland dargestellt, in dem es glitzert und einem Fabelwesen und Eisnixen begegnen. Winter ist darin pure Poesie.

Und so habe ich Dank einem Spaziergang und der Erinnerung an Kreidolfs Buch ein paar wunderbare Stunden verbracht und mich wieder an den Winterzauber weg von grauen Nebeltagen erinnert.
Ich mag übrigens auch die anderen Bücher von Ernst Kreidolf sehr. Aber eben, das Wintermärchen ist mein allerliebstes. Es erschien in 3. Auflage 2013 unter dem Namen "Ein Wintermärchen" im Ernst Kreidolf Verlag, Bern, Auslieferung: Raffael-Verlag in Ittigen, ISBN: 978-3-9523166-2-7

Vielleicht findet Ihr ja am Wochenende auch Zeit für einen Spaziergang im Schnee und wer weiss, vielleicht habt Ihr Glück und seht, wie Schneewittchen in einer Wolke angeschwebt kommt oder Eisnixen, die auf einem gefrorenen Teich ihre Runden ziehen, oder die Zwerge beim Schlittenfahren...

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Sonntag, 22. Januar 2017

Himeli...

Erst kürzlich besuchte Mama Pinella einen Kurs, in dem sie lernte Himeli oder Himmeli (kann mir bitte jemand, der sich mit nordischen Sprachen auskennt sagen, wie es richtig heisst - auf dem Internet findet man beide Bezeichnungen) zu basteln. Das Ganze wurde von der Trachtengruppe, wo meine Mama schon lange ein treues Mitglied ist, organisiert. Ich war schwer beeindruckt, dass diese doch eher traditionell veranlagten Frauen so etwas Cooles basteln. Mama Pinella hat ihr Wissen sofort an mich weitergegeben. Und weil der Mensch nicht vom Zügeln und Kartonauspacken alleine lebt, habe ich mir gestern für meinen neuen Schreibtisch ein Himeli gebastelt.



Ich muss gestehen, dass meine Begabungen und Fähigkeiten nicht unbedingt im Bereich der Mathematik liegen. Bei meiner mündlichen Maturaprüfung in Mathematik durchlebte ich wohl die längsten und vor allem peinlichsten 20 Minuten meines Lebens. Trotzdem gab es einen Bereich, in dem ich immer recht gut war. Hätte man mich in Geometrie und nicht in irgendeiner doofen Kurvendiskussion geprüft, wären diese 20 Minuten wohl ziemlich unterhaltsam gewesen. Seis drum. Geometrische Formen, Abwicklungen und Pläne lesen lag mir schon immer. Deshalb finde ich wohl auch Himeli so etwas Schönes. Aus filigranem Material wird eine hübsche, verspielte Deko mit geometrischen Formen.

Original verwendet man dazu Stroh. Ich habe mit Mama Pinella ein paar wunderbare Exemplare aus Stroh gebastelt. Aber da es gestern etwas schneller gehen musste und es bei mir auch gerne etwas glitzern darf, wurde es dann eben ein Himeli aus Papierstrohhalmen. 

Das Prinzip für diese Form ist ganz einfach. Man braucht dazu 10 Strohhalme, eine feste Schnur, allenfalls eine Nadel, eine Schere und etwas Leim.

5 der Strohhalme werden in der Mitte halbiert, auf den Faden aufgezogen und zum fünfeckigen, unteren Teil zusammengesetzt. Die langen Strohhalme werden dann ebenfalls mit einem Faden aufgezogen und jeweils am unteren Fünfeck befestigt. Zum Schluss alle Fäden gut verknoten und mit ein bisschen Leim verkleben, damit sie wirklich nicht mehr aufgehen.

Ich werde Euch bei Gelegenheit eine detaillierte Anleitung für Himeli fotografieren. Weil ich an dieser Version so Freude habe, wollte ich die trotzdem schon mal mit Euch teilen. Vielleicht ist es eine Idee für eine kleine Sonntagsbastelei.

Ich wünsche Euch einen kreativen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mittwoch, 18. Januar 2017

Un caffè con...

Während der letzten Wochen war es hier auf dem Blog ruhig. Das hatte verschiedene Gründe... Das Jahresende bzw. der Beginn des neuen Jahres hat mir einige Brocken beschert. So musste ich mich von Dingen und Menschen verabschieden, bekam eine ausgewachsene Grippe und dazu musste der Umzug gestemmt werden. Nun wohnen der Signore und ich seit einigen Tagen in unserem neuen Zuhause und ich bin unsagbar glücklich, dass wir diesen Schritt gewagt haben. Seit ich diesen Blog schreibe, haben wir bereits in drei verschiedenen Wohnungen gelebt. Jetzt sind der Signore und ich aber zum ersten Mal in eine Wohnung gezogen, die wir uns selber sorgfältig ausgesucht haben und die keine Kompromisslösung war.
Nach so einer emotionalen und anstrengenden Zeit zurück ins Bloggerleben zu finden, fiel mir dann aber doch eher schwer. Da kam es mir gerade recht, dass die liebe Sally von www.puramentesally.com hier unter dem Titel "Un caffè con..." aufgefordert hat, zu erzählen, mit welchen drei Personen ich gerne einen Kaffee trinken würde.

Die erste Person, mit der ich gerne einen Kaffee trinken würde, ist meine liebe Grossmutter. Über Weihnachten jährte sich ihr Todestag einmal mehr und ich vermisse sie wieder ganz schrecklich. Ich habe eine lange Liste an Dingen, die ich sie gerne fragen würde und ganz viele Sachen, die ich ihr gerne aus meinem Leben erzählen möchte. Sie hörte mir immer ganz aufmerksam zu und ich stelle mir gerne vor, wie sie jeweils dasass, mich mit ihren klaren blauen Augen ansah und ich spürte, dass sie sich wirklich für jede meiner Geschichten, mochten sie noch so banal sein, interessierte.

Die zweite Person ist Kate Middleton. Obwohl es bei ihr dann vielleicht eher Tee sein müsste;) Ich stehe dazu, dass ich als eingefleischte Royalistin gerne einmal eine Person aus dem britischen Königshaus kennen lernen würde. Ich möchte von ihr wissen, wie sie mit dem Leben unter ständiger Beobachtung umgeht, was sie über die Queen denkt und wie sie es hinbekommt, dass ihre Haare immer so schön aussehen. Ich glaube, ich würde mich mit ihr sehr gut unterhalten.

Zum Dritten wünsche ich mir eine Kaffeerunde mit allen lieben Frauen aus meinem Umfeld. Ja, ich weiss, man dürfte eigentlich nur drei Personen nennen. Aber das bekomme ich einfach nicht hin. Also, ich wünsche mir eine riesige Kaffeerunde mit all den wundervollen Frauen, die mein Leben mit ihrer Freundschaft bereichern und bunt und wundervoll machen. Ich möchte mit ihnen an einem Tisch zusammen sitzen, der mit herrlichen Tassen mit Goldrand und wunderbarem Gebäck gedeckt ist und tratschen. Ich wünschte mir, dass alle dabei wären (auch alle die, die irgendwo im ausserhalb der Schweiz leben). 

Und weil das vielleicht etwas utopisch ist, wünschte ich mir wenigstens jede Woche einen Kaffee mit einer von ihnen. Im Moment habe ich wieder ein bisschen meine einsame Phase. Es ist nicht immer einfach, wenn man zwei Stunden von seinem gewohnten Umfeld weg wohnt... Ihr kennt das Nostalgia-Gejammer ja von mir;)

Mit wem würdet Ihr gerne einen Kaffee oder einen Tee trinken? Ich finde diese Frage sehr spannend und es würde mich freuen, wenn möglichst viele von Euch sie auch beantworten würden.

Ich schicke Euch liebe Grüsse aus meinem neuen, wundervollen Zuhause! Sobald alle Kisten ausgepackt sind, gibt es Bilder davon (das neue Sofa, das gerade heute geliefert wurde, könnt Ihr schon mal oben anschauen - ich freue mich sehr darüber)!

Herzlichst, Eure Signora Pinella