Montag, 12. Juni 2017

Lasst uns Blumenkränze winden...

Immer wieder habe ich Ideen für Projekte, in die schlussendlich viele Mitglieder der Familie Pinella involviert sind. Vielleicht sorgt das manchmal nicht nur für Freude, aber schlussendlich bringt es uns zusammen und lässt uns kreativ sein. So hatte ich kürzlich die Idee, für meine Arbeit bei der Zeitung einen Gestaltungstipp mit Blumen zu machen. Mama Pinella war mein Handmodell und Nipotina Pinella (ich bin auch ihre Patentante;) wurde als Blumenkind verpflichtet. Gerade Letztere fand das dann doch ganz angenehm - sie kommt nun langsam ins Alter, in dem sie sich für schöne Kleider und sogar für Hochzeiten interessiert... Anbei nun also die Anleitung für eine romantische und sehr verspielte Blumendekoration.
Blumen machen besondere Feste noch viel schöner. Wenn sie frisch geschnitten und zu Kränzen verarbeitet werden, sind sie nicht nur eine wundervolle Dekoration, sondern auch ein hübscher Schmuck für die Häupter kleiner Blumenkinder oder sogar für Bräute.

Die Blumen für die Kränze können je nach Saison variiert und müssen auch nicht unbedingt gemischt werden. Besonders für ganz kleine Kinder sehen reine Schleierkraut- oder Hortensienkränze hübsch aus. Wichtig ist es, dass man sich das Material wie das Steckmoos oder das Kranzgerüst, den Draht, das Satinband und eine gute Schere oder Zange vorher zurecht legt, damit die Arbeit in einem Zug ausgeführt werden kann.

Wer Blumen lange frisch halten will, steckt sie am besten in Kränze aus Steckmoos. Diese gibt es in Fachgeschäften oder teilweise auch in der Blumenabteilung grösserer Supermärkte. Vor der Verarbeitung der Blumen sollte das Steckmoos gut in Wasser eingelegt werden. Die Blumen werden etwa fünf Zentimeter unter dem Kopf abgeschnitten. Beispielsweise Hortensienblüten sind sehr weich und etwas schwierig zum Stecken. Daher sollten sie zuerst mit feinem Draht zu kleinen Sträusschen geformt und die Stiele damit fixiert werden. So lassen sie sich einfacher verarbeiten. Danach werden zuerst die grossen Blumen platziert, und dann wird der Kranz mit kleineren Blüten und Grünzeug ausgarniert und zum Abschluss allenfalls mit einem Satinband verziert.

Blumenkränze, die auf einen trockenen Untergrund gebunden werden, bleiben zwar weniger lange frisch, sind aber ein schöner Schmuck für Blumenkinder oder sogar für Bräute. Um den Blumen den nötigen Halt zu geben, werden sie auf einen individuell angefertigten Kranz aus Peddigrohr oder feinen Weidezweigen gebunden. Dieser Kranz sollte vorher von der Trägerin anprobiert werden, damit er auch wirklich passt. Die Blumen können mit einfachem Draht oder Faden angebunden werden. Besonders schön sieht es aber aus, wenn man ein Satinband verwendet. 

Auch bei dieser Machart ist es sinnvoll die Blumen, nachdem sie gekürzt wurden, mit einem Draht direkt unter dem Blütenkopf zu fixieren und den ganzen Stiel damit einzuwickeln. Die Blumen werden dann in kleinen Sträusschen an dem Kranz festgemacht und zum Schluss gut mit dem Satinband und allenfalls einer Schleife fixiert. Damit die gebundenen Kränze frisch bleiben, weil sie zum Beispiel schon am Vorabend gebunden wurden, wird etwas weicheres Packpapier darum herum drapiert und das Ganze gut mit einem Wäschespray befeuchtet. Auch tagsüber sollten die Blumen immer wieder mit etwas Wasser besprüht werden. Wenn die Blumen so im Kühlschrank gelagert werden, bleiben sie über Nacht frisch und machen am nächsten Tag der Trägerin mit Sicherheit viel Freude.

Ich hoffe, dass ich Euch ein paar hilfreiche Tipps und Inspirationen geben konnte und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Hier noch das Video zu den Kränzen...


Montag, 29. Mai 2017

Mutige Grüsse aus dem Paradies...

Wie Ihr letzte Woche vielleicht bereits erraten konntet, habe ich mal wieder meinen Geburtstag gefeiert. Ich berichte Euch ja eigentlich jedes Jahr davon. Ich mag Geburtstage. Aber das Feiern hatte halt auch zur Folge, dass ich nicht zum Bloggen kam. Das will ich nun nachholen. Denn ich habe seit ein paar Wochen Bilder von einem der schönsten Orte, an dem ich je war, für Euch vorbereitet...
Wie Ihr ja wisst, hat sich meine Suocera eine Ferienwohnung im Tessin zugelegt. Ich finde das eine ganz wunderbare Idee, da der Signore und ich so regelmässig in die Sonnenstube der Schweiz kommen und darum haben wir kürzlich auch an einem unserer Tessin-Wochenenden einen Ausflug auf die Isole di Brissago gemacht - hier findet Ihr alle Informationen dazu.

Wir mögen diese Ausflüge sehr der Signore und ich. Sie tun uns gut und wir haben Zeit über Gott und die Welt zu sprechen. Mir gingen dabei auch einige Gedanken rund um den Geburtstag durch den Kopf. Dieses Jahr erlebte ich meinen Geburtstag so entspannt wie lange nicht mehr. Ich hatte alles was ich brauchte: Liebe Menschen und leckeren Kuchen.

An Geburtstagen denke ich auch immer daran, was im Jahr zuvor war. Vielleicht machte mich auch das so zufrieden und dankbar. Denn vor einem Jahr ging es mir wirklich nicht gut und ich spürte, dass ich etwas ändern muss... Aber das braucht Mut. Und erstaunlicherweise fiel mir auf, dass ich im letzten Jahr mehr Mut hatte, als in den Jahren zuvor. Ich hatten den Mut eine Arbeitsstelle zu verlassen, ohne zu wissen, was danach kommt und ich habe endlich allen Mut zusammen genommen und meinen Führerschein gemacht. Das ist eine laaaaaange Geschichte, die ich Euch schon lange erzählen wollte. Das Autofahren war für mich immer mit schrecklichen Ängsten verbunden. Ich bekam es einfach nicht hin und ich schämte mich, dass ich es nicht konnte, weil es für alle anderen so einfach schien.

Zum Glück fand ich einen sehr guten Fahrlehrer und bekam tatkräftige Unterstützung von meiner Sorella www.madamegaianna.blogspot.ch Die beiden glaubten immer an mich und gaben mir nie das Gefühl dumm oder minderwertig zu sein. Und nun kurve ich schon seit einem Jahr durch die ganze Schweiz (ich habe die Prüfung genau einen Tag vor meinem Geburtstag gemacht) und nicht nur das. Ich mag es so sehr und meistere ohne Probleme Routen, vor denen viele andere grossen Respekt haben und sie gar nicht erst fahren. Der Signore und ich haben manchmal sogar ein bisschen Streit, wenn es darum geht wer fahren darf;)
Ängste sind für unser Umfeld manchmal unverständlich und ich habe gelernt, dass ich nicht immer allen alles begreiflich machen kann was mich quält und ich muss das auch nicht tun. Erklären wird leider oft zum Rechtfertigen. Aber an Tagen, die einfach golden sind und an denen ich Zeit habe mit dem Signore über unser Leben zu sprechen, merke ich immer wieder, wie dankbar ich für die Menschen bin, die mich lieben und so nehmen wie ich bin, auch wenn sie mich nicht immer verstehen. Und ich bin auch dankbar für Menschen, die mich mit ins Paradies nehmen und mit mir schöne Stunden verbringen und ihr Leben teilen - wie der Signore auf den Isole di Brissago und auch liebe Freunde und meine Familie. Aber ich bin auch unsagbar dankbar für die Menschen, die mir manchmal einen sanften Tritt in meinen Allerwertesten geben und mich so vorwärts bringen und über mich selber hinaus wachsen lassen.

"Mut ist Angst, die gebetet hat", sagte die Holländische Widerstandskämpferin Corrie ten Boom. Das glaube ich auch. Mut ist für mich auch der Glaube daran, dass ich mich verändern kann und sich Dinge zum Guten wenden, wenn ich trotz Angst einfach Schritt für Schritt vorwärts gehe.

Ich hoffe, dass Euch der kleine Ausflug in meine Gedankenwelt und auf diese Trauminsel gefallen hat!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mittwoch, 24. Mai 2017

La Glaneuse - das etwas andere Brockenhaus...

Was lange währt wird endlich gut. Dieser Satz trifft auf den folgenden Post perfekt zu. Denn ich hatte die Bilder dazu bereits im Februar gemacht und dann leider aus Versehen gelöscht. Da ich nun kürzlich nochmals in Biel war (hier habe ich darüber berichtet), kann ich Euch endlich das wundervolle Brockenhaus "La Glaneuse" vorstellen. Ein Ort, der mich immer wieder verzaubert - und leider auch verführt... Denn ich kann ihn einfach nicht verlassen, ohne etwas zu kaufen.
"La Glaneuse" bedeutet die Ährenleserin. Ich finde diesen Namen unsagbar poetisch. Denn er steht für die Menschen, die früher nach der Ernte die letzten Ähren, die auf dem Feld liegen blieben, gesammelt haben. Also das, was die Anderen zurückgelassen hatten und nicht mehr wollten. Die berühmteste Ährenleserin ist wohl Rut, aus dem gleichnamigen Buch der Bibel, die von der armen Feldarbeiterin zur Urgrossmutter von König David wurde.

Mir gefällt der Gedanke, dass man Zurückgelassenes nochmal mit neuen Augen betrachtet und dann vielleicht auch dessen Wert erkennt. So kommt es, dass etliche Dinge bei "La Glaneuse" durchaus auch ihren Preis haben. Das soll aber auch so sein, denn es gibt dort sehr viele hochwertige Artikel. Gleichzeitig sind viele Sachen sehr günstig, so dass für alle etwas mit dabei ist. Da "La Glaneuse" ein Betrieb der gemeinnützigen Gesellschaft Biel ist, kommt der Erlös aus dem Verkauf wohltätigen Projekten zugute. Das gefällt mir sehr gut.

Ich habe bereits mehrmals geschrieben, dass mir Biel sehr gefällt und alleine um dieses wundervolle Brockenhaus zu besuchen, lohnt es sich dahin zu reisen. Ich habe noch nie ein so schönes und liebevoll geführtes Brockenhaus gesehen und glaubt mir, ich war schon in wirklich vielen Brockenhäusern! Bei uns in der Familie gibt es da ja eine grosse Affinität dazu und bereits meine Grossmutter hat mich als kleines Kind zum Stöbern in Antiquitätenläden und Brockenstuben mitgenommen.
Manchmal lohnt es sich, Dinge nochmals von Neuem zu betrachten und zu bewerten und so vielleicht ihren verborgenen Wert zu erkennen...

Nun wünsche ich Euch einen wundervollen Tag! Ich verbringe meinen mit Mama Pinella und einer grossen und einer kleinen Freundin, denn ich habe etwas zu feiern...;)

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. unter www.laglaneuse.ch findet Ihr weitere Informationen zum Brockenhaus und Angaben zum Standort und den Öffnungszeiten.

Montag, 15. Mai 2017

Irische Symbiose mit einem Hauch Firenze...

Ihr wisst ja, das Essen ist eine grosse Leidenschaft von mir und das Kochen natürlich auch. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich eine Einladung zum "Irish Beef Blogger Contest 2017" erhielt. Besonders auch deshalb, weil ich letztes Jahr keine Zeit hatte dabei zu sein. Seit ich meinen neuen Blog www.essenwiezuhause.ch lanciert habe, ist es rund ums Essen auf Signora Pinella etwas ruhig geworden. Umso besser also, dass ich Euch heute mein Rezept für den Blogger Contest vorstellen kann.
Die Essenz des ganzen Menüs ist natürlich das wundervolle Fleisch von Irischen Rindern. Daraus sollten wir ein Rezept zaubern. Wenn es um die Zubereitung von Fleisch geht, mag ich es schnörkellos. Daran sind die Florentiner schuld. Denn ein gutes Stück Fleisch wie ein Bistecca alla Fiorentina braucht nichts ausser Hitze, Salz und maximal noch etwas Pfeffer... Ich habe meine Konfusion rund um das Irische Fleisch dann meiner Mitstreiterin und Freundin Kathrin von www.kuisine.ch geklagt und mich von ihr ermutigen lassen, dass das so schon in Ordnung sei.

Wenn es aber um Beilagen geht, mag ich es kreativer als die Florentiner und erst recht wenn es um Irland geht. Meine erste Begegnung mit der Irischen Küche hatte ich an der Uni im Zusammenhang eines Seminars zum Thema "The Great Famine" - die grosse Hungersnot, die Irland von 1845 bis 1852 heimsuchte. Dabei behandelten wir die Grundlage der Versorgung, politische Fehlentscheide und schlussendlich eben auch die Frage, was es denn überhaupt noch zu Essen gab. Immer wenn ich an Irland denke, denke ich nun halt auch an die Schicksale der Menschen, die wegen dieser schlimmen Kartoffelfäule und der daraus resultierenden Missernten nichts mehr auf ihren Tellern hatten.

So kam mir die Idee mein Fleisch mit einer Pflanze zu krönen, auf die viele Iren in ihrer Not zurück greifen mussten: Die Brennessel.

Nesseln sind wunderbare Gewächse und werden völlig unterschätzt. Sie wirken entgiftend und können sogar verseuchten Boden reinigen. Ich habe nun also mein Irish Beef mit einer Nessel-Wildkräuter-Butter und einem ebenfalls buttrigen, irischen Kartoffelsalat serviert - eine Symbiose der besten Produkte der Irische Küche also...

Hier das Rezept für vier Personen.

Zutaten: 4 Rib Eye Steaks, 1 kg festkochende Kartoffel, 150g weiche Butter, 200g flüssige Butter, 4 Frühlingszwiebeln, Weissweinessig, Meersalz, Pfeffer, 5 grosse Brennesselpflanzen, einen Strauss Wilder Thymian, 1 Knoblauchzehe

Zubereitung: Gutes Fleisch will gepflegt werden. Deshalb werden zuerst die Steaks kurz abgespült und gut trocken getupft. Danach sollten sie die Gelegenheit haben mindestens eine Stunde lang ausserhalb des Kühlschranks Raumtemperatur zu bekommen.

Derweilen die Kräuterbutter vorbereiten. Die Blätter von fünf Nesselpflanzen kurz in kochendem Wasser blanchieren (bitte verwendet zum Sammeln und Auszupfen der Blätter Handschuhe - im Frühling sind die Nesseln besonders fies). Die Blätter maximal eine Minute im Wasser lassen, damit sie nicht ihre grüne Farbe verlieren, danach sofort abgiessen und im Eiswasser abschrecken. Das restliche Wasser sanft aus den Blättern ausdrücken und die Blätter hacken. Ebenfalls die kleinen Blätter vom Thymian abzupfen und zusammen mit den Nesseln, etwas Salz und einer ausgedrückten Knoblauchzehe und der Butter vermischen. Danach sollte die Butter mindestens eine Stunde kalt gestellt werden. Ideal ist es, sie bereits einige Stunden oder sogar einen Tag vor dem Grillieren vorzubereiten.

Für den Kartoffelsalat werden die Kartoffel geschält, in Würfel geschnitten und in Salzwasser weich gekocht. Die Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden und die Butter in einer Pfanne auslassen. Die Zwiebeln in die warme Butter geben und etwas fünf Minuten darin ruhen lassen. Das Wasser der Kartoffeln abgiessen, die flüssige Butter mit den Zwiebeln, 4 EL Essig und etwas Salz dazu geben und das Ganze gut verrühren und die Kartoffel sogar etwas zerdrücken - denn der irische Kartoffelsalat sollte eher eine Konsistenz wie Kartoffelstock haben (wird aber normalerweise mit viel Mayonnaise gereicht, das wäre mir aber mit der vielen Butter etwas zu deftig geworden). Besonders lecker schmeckt der Salat, wenn er noch leicht warm ist.

Wenn die Beilagen bereit sind, geht es nur noch um das Fleisch. Dieses kommt auf einen Grill, der idealerweise auf 300 Grad erhitzt und geschlossen werden kann. Denn so kann auf die Vorlieben aller Gäste eingegangen werden. Und eben, beim Grillieren halte ich es wie die Florentiner und lasse die Hitze die Arbeit für mich erledigen. Für Gäste, die ihr Fleisch richtig blutig mögen (wie der Signore - siehe Bilder;) lasse ich das Fleisch insgesamt knapp sechs Minuten auf dem Grill für die anderen gebe ich zwei Minuten dazu und wer es durch haben will wie eine Schuhsohle, den lade ich gar nicht erst ein oder serviere dieser Person eine Bratwurst.

Das Fleisch kommt also bei 300 Grad auf den Grill, wird 90 bis 120 Sekunden bei geschlossenem Deckel gegrillt, gewendet und nochmal so lange gegrillt. Danach wird das Prozedere ein zweites Mal wiederholt. Vor dem Servieren wird das Fleisch dann optional wie das Bistecca aufgeschnitten oder auch am Stück gelassen und mit etwas Fleur de Sel und Pfeffer, der wunderbaren Kräuterbutter und dem Salat serviert.

Ich hoffe, dass Euch meine kulinarische Reise nach Irland gefallen hat. Unter www.irishbeef.de und www.irishfood.ch findet Ihr weitere Informationen rund um das Fleisch aus Irland.

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Sonntag, 14. Mai 2017

In Biel zu Besuch bei Sarah Gold...

Weil es die letzten Tage so still war hier auf dem Blog, will ich Euch ein paar Muttertagsgrüsse schicken und zwar von einem ganz besonderen Ort, den ich kürzlich entdeckt habe. Ich bin beruflich oft in der ganzen Schweiz unterwegs und interessanterweise war ich nun schon dreimal in diesem Jahr für ein Interview in Biel. Dazu kam noch die Pressereise ins Dreiseenland, die mich auch nochmal dahin gebracht hat (darüber habe ich hier berichtet).
Bei jedem meiner Ausflüge nach Biel kam ich in der schönen Bieler Altstadt beim Laden von Sarah Gold Floristik vorbei und leider war er jedes Mal geschlossen - einfach weil ich über Mittag oder am Abend dort war. Am vergangenen Freitag hatte ich nun endlich die Gelegenheit mir das Geschäft anzusehen und mir nicht nur die Nase am Schaufenster platt zu drücken.

Sarah Gold heisst eigentlich Sarah Rufer und ich würde sie nicht "nur" als Floristin, sondern vor allem als Künstlerin bezeichnen. Ihre Arrangements sind jedes für sich kleine Kunstwerke. Wer hier regelmässig mitliest weiss, dass ich Menschen, die schöne Dinge erschaffen sehr bewundere. Unter www.sarahgold.ch findet Ihr alle Infos zum Geschäft und natürlich die Öffnungszeiten.

Biel ist ganz Allgemein eine Reise wert und wird oft etwas unterschätzt. Die Altstadt ist ein Traum und es gibt viele hübsche, kleine Läden und schöne Bars und Restaurants. Dazu kommt die charmante Zweisprachigkeit der Stadt. Dieses Gefühl vom "Savoir Vivre" überkommt mich in Biel jedes Mal aufs Neue.

In der Bieler Altstadt gibt es noch einen zweiten Ort, an den es mich jedes Mal zieht, wenn ich dort bin. Aber davon will ich Euch später noch erzählen... Ich hätte sowieso so viele Geschichten und Bilder für Euch bereit. Aber ich komme schlicht nicht dazu alles aufzuschreiben, weil so viel um den Signore und mich herum passiert. Es wird gearbeitet, geheiratet, Kinder kommen zur Welt und dann geht es immer mal wieder auf Reisen - das pure Leben eben. Aber mir gefällt das! Der Signore kommt übrigens heute endlich von einem Kongress in Japan zurück. Vielleicht ist er so lieb und schreibt einen Blogpost über seine Reise. Ich freue mich jedenfalls riesig, dass er wieder bei mir sein wird. Und es gibt definitiv heute kein Sushi im Hause Pinella (hier habe ich Euch erzählt, dass ich das eigentlich sehr mag). Der Signore wünschte sich Lasagne und ein Glas Chianti. Dann soll er das auch bekommen;)

Ich wünsche Euch einen wundervollen Sonntag und geht Blumen kaufen oder pflücken und überrascht Eure Lieben damit!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Donnerstag, 4. Mai 2017

Gedankenspiele im "Locale"...

Manchmal habe ich das Bedürfnis etwas abzuschliessen, weil ich dann wieder neue Geschichten erzählen will. Deshalb kommt heute noch der dritte und damit letzte Post zu unserer letzten Florenz-Reise. Ich habe Euch bereits hier und hier davon berichtet und erzählt, wie viel sich in Firenze getan hat. Zuerst hatte ich ein bisschen Zweifel, ob es ok ist, wenn ich heute schon wieder von einer Bar schreibe, nachdem ich im letzten Post bereits eine vorgestellt habe. Aber eigentlich geht es mir heute gar nicht so sehr um die Bar, sondern um die Gedanken, die mir dazu durch den Kopf schwirren. Also stellt Euch einfach vor, wir würden zusammen im wunderschönen "Locale" an der Via delle Seggiole 12 in Florenz sitzen und uns ein bisschen unterhalten...
Das Lokal "Locale" setzt sich aus Restaurant und Bar zusammen und wird von jungen, kreativen Köpfen geführt. Dementsprechend frisch und ansprechend kommen die Getränke und das Essen daher. Und dieser Umstand führt mich zu dem Thema, über das ich heute eigentlich schreiben möchte.

Ich habe mehrmals kurz angesprochen, dass ich vor einem Jahr beruflich eine etwas unpassende Richtung eingeschlagen hatte und dementsprechend unglücklich dabei war. Irgendwie habe ich dann zum Glück die Kurve gekriegt und mich plötzlich und ganz ungeplant an Orten wieder gefunden, an denen ich mich beruflich gut fühle. Gleichzeitig arbeite ich im Moment oft von Zuhause aus und somit wurden die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit fliessen - was auch nicht immer ganz einfach ist. Trotzdem spüre ich, dass ich dabei bin, den Weg zu mir zurück zu finden.

Die einzigen Gedanken, die mich manchmal quälen, wenn ich das kreative Schaffen von anderen Menschen sehe - wie eben im Locale in Florenz - sind die Zweifel an meinem eigenen Tun und meiner eigenen Kreativität. Ich glaube fest, dass eigentlich jede Arbeit eine gewisse Form von Kreativität verlangt. Sogar Berufe, die als völlig unkreativ gelten. 

Aber eben, dann sitzt man an einem Artikel oder einem Blogbeitrag und denkt sich plötzlich, dass man völlig falsch liegt oder alles noch viel besser machen könnte. Wenn ich ehrlich zu mir selber bin, weiss ich, dass genau diese Gedanken den Tod der Kreativität bedeuten. Sobald es zu viel denkt und zuwenig fliesst in meinem Kopf, wird das Schaffen schwerfällig.

Schlussendlich habe ich festgestellt, dass mich einzig der Gedanke "Alles Dinge, die man mit Liebe tut, sind wundervoll" von der Grübelei abhalten kann. Kein Mensch schwebt jeden Tag auf Wolke sieben. Das ist mir durchaus bewusst! Aber die Liebe zu den Dingen, die wir tun, und die Lust am Schaffen, macht unser Tun schlussendlich einmalig und lässt uns Orte und Dinge erschaffen, die auch wieder andere inspirieren und erfreuen. So wie diese Menschen, die in einem alten Palazzo in Florenz eine wunderbare Welt voller Köstlichkeiten kreiert haben.

Und das ist ja dann auch der Zauber, der den Dingen inne liegt, die wir lieben. Niemand liebt und tut sie so wie wir und das macht sie einmalig und unvergleichlich...

Ich hoffe, dass ich Euch mit meiner Gedankenspielerei ermutigen und inspirieren konnte und ich würde mich freuen, wenn Ihr auch Eure Gedanken dazu mit mir teilen würdet!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. unter www.localefirenze.it gibt es alle Infos und die Öffnungszeiten vom "Locale".

Montag, 1. Mai 2017

Auf den Spuren der magischen 11 und der grünen Fee...

Oft schreibe ich davon, dass ich in meiner Zeit in Florenz Blut geleckt habe, was das Reisen anbelangt. Ich bin zwar sehr gerne Zuhause – gleichzeitig zieht es mich aber auch immer wieder in die Ferne. Da kommt es mir sehr gelegen, dass mich meine Tätigkeit als Journalistin, die ich von Herzen liebe, mich an viele schöne Orte bringt. Der Signore reist für seine Arbeit auch oft, dabei sieht er aber in der Regel einfach den Flughafen und das Kongresszentrum der jeweiligen Destination. Ich dagegen werde herumgeführt, wunderbar verpflegt und erlebe schöne Dinge, die ich dann wiederum mit Euch teilen darf. So erging es mir auch in der vergangenen Woche. Während der Signore in Budapest an einem Kongress festsass, genoss ich das Drei-Seen-Land rund um den Bieler- und den Neuenburgersee (an den Murtensee hat es dann leider nicht noch gereicht). Angefangen hat unser Ausflug aber in Solothurn. Denn dort fliesst die Aare vorbei, bevor sie dann ihren Weg in den Bielersee und somit ins Drei-Seen-Land findet.
Obwohl Solothurn ein Nachbarskanton vom Kanton Bern ist, wird es von vielen Bernern oft etwas aussenvor gelassen. Schade eigentlich. Denn Solothurn ist eine wahre Trouvaille, sehr herrschaftlich und geschichtsträchtig und somit der perfekte Ort für mich.

Der Stadtgrünungsmythos geht gleich wie bei Zürich auf Mitglieder der 11. Thebäischen Legion zurück. Urs, Victor und Verena heissen die Solothurner Stadtheiligen. Während die zwei Männer aufgrund ihres christlichen Glaubens von den Römern enthauptet wurden, überlebte Verena zu ihrem Leidwesen (sie wäre auch gerne als Märtyrerin gestorben) und zog sich als Einsiedlerin oberhalb von Solothurn in die Verena-Schlucht zurück, wo sie Kindern biblische Geschichten erzählte. Die Kathedrale von Solothurn heisst zu Ehren dieser Heiligen St. Ursenkathedrale. An dieser Kathedrale sind übrigens auch die Zürcher Stadtheiligen Felix und Regula verewigt, die ebenfalls als Mitglieder der Thebäischen Legion enthauptet wurden.

Die Zahl 11 spielt in Solothurn wegen der Geschichte mit der 11. Thebäischen Legion eine wichtige Rolle. In vielen Gebäuden wurde sie als Stilmittel eingesetzt. So führen drei Mal elf Treppenstufen zum Eingang der Kathedrale und in deren Innern finden sich drei Altare. Ganz allgemein wurde Solothurn architektonisch vom barocken Baustil geprägt und gilt daher auch als „schönste Barockstadt der Schweiz“. Bekannt ist Solothurn aber auch als "Ambassadorenstadt", da dort vom 16. bis zum 18. Jahrhundert der Sitz der französischen Botschaft war. 

Interessanterweise arbeitet der einzige richtige Stadtsolothurner, den ich kenne, auch in den Diplomatischen Diensten. Offenbar scheint dort ein guter Boden für Botschafter und Abgesandte zu sein.
Geschichtsträchtig und geistvoll (im wahrsten Sinne des Wortes;) endete unsere Stadtführung in der „Grünen Fee“, der ersten und einzigen Absinth-Bar der Schweiz, deren Gründer von sich selber sagt, dass er als kleines Kind in ein Fass voller Absinth gefallen sei;)

Absinth ist ein Wermutgetränk, dessen Alkoholgehalt zwischen 45 und 85 Volumenprozent liegt. Der Absinth erlangte nicht nur wegen seiner Hochprozentigkeit  grosse Berühmtheit, sondern auch wegen der vielen Legenden, die sich um seine Wirkung ranken. Man sagt, dass einem die grüne Fee erscheine, wenn man zu viel Absinth getrunken habe. 

Im ätherischen Öl der Wermutpflanze, die zur Herstellung von Absinth verwendet wird, lassen sich tatsächlich auch Thujon-Ketone nachweisen, die unter anderem zu Halluzinationen führen sollen. Aus diesem Grund wurde das Herstellen und Konsumieren von Absinth 1910 in der Schweiz verboten. Heimlich wurde das Getränk aber weiter gebrannt, bis das Verbot 1999 wieder gestrichen und der Anteil der Thujon-Menge gesetzlich geregelt wurde. Letztere ist nun so gering, dass der Absinth ohne Bedenken genossen werden kann.

Ich muss gestehen, dass ich nicht der grösste Anis-Fan bin und genau nach dem schmeckt Absinth. Bei mir besteht also keine Gefahr, dass ich da zu tief ins Glas schaue. Ich finde aber das Zeremoniell rund um den Konsum ganz faszinierend. Denn Absinth wird verdünnt getrunken und so bekommt man eine sogenannte Absinth-Fontäne mit Eiswasser serviert und lässt das Wasser ins Glas laufen, in dem sich bereits eine kleine Menge Absinth befindet. Die klare Flüssigkeit verfärbt sich milchig, sobald sie mit dem Eiswasser vermischt wird. Dieser Vorgang nennt sich übrigens „opalisieren“. Vielleicht ist eben beim Absinth doch etwas Magie im Spiel...

Mir hat der Ausflug nach Solothurn jedenfalls sehr gefallen und ich will so bald wie möglich wieder dahinfahren und mir die Stadt nochmals ganz in Ruhe ansehen und vielleicht auch etwas shoppen – denn das kann man in Solothurn auch ganz wunderbar!

Ich hoffe, dass Euch meine kleine Stadtführung gefallen hat und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Unter http://www.solothurn-city.ch/de/ findet Ihr weitere Infos über die Sehenswürdigkeiten der Stadt und  unter http://diegruenefee.ch findet Ihr die Angebote und Öffnungszeiten der ersten Absinthe-Bar der Schweiz.

Freitag, 28. April 2017

Zu Tisch bitte...

Heute gibt es einmal mehr Einblicke in unser Zuhause. Ich lade Euch ein zu einem Besuch in unserem Esszimmer. Das Esszimmer ist für mich eigentlich das Herz unserer Wohnung, denn in diesem Raum haben wir Platz und können mit unseren Freunden und Familien gemütliche Stunden bei gutem Essen verbringen. In unserer alten Wohnung haben wir direkt in der offenen Wohnküche gegessen, das hatte den Vorteil, dass ich bei den Gästen sein konnte, während ich noch letzte Vorbereitungen traf. Gleichzeitig hiesse das aber auch, dass immer alles perfekt aufgeräumt sein musste, bevor die Gäste kamen, was mit Stress verbunden war. Unser neues Esszimmer ist halboffen und mit dem Wohnzimmer (das habe ich Euch hier gezeigt) verbunden. Die Küche liegt etwas weiter weg, das kommt meinem kreativen Chaos nach dem Kochen aber sehr entgegen.
Aktuell wirkt unser Esszimmer vielleicht noch etwas leer. Aber ich mag es so, denn ich decke den Tisch gerne aufwändig. Je mehr Bilder und Dekoration sich dann schon im Raum befindet, umso eingeschränkter bin ich beim Dekorieren vom Tisch...

Wie ich schon oft gesagt habe, ist das Einrichten für mich ein bewegter Prozess und ich ändere immer wieder eine bisschen etwas. Gerade diese Woche hatte ich einen wahren Energieschub und habe unsere Wohnung nochmal etwas umgestaltet und vor allem aufgeräumt.

Ich hoffe, dass Euch der Besuch bei uns gefallen hat und wünsche Euch ein wundervolles Wochenende!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Donnerstag, 20. April 2017

Florentiner Hausfrau und der Zauber der Verwandlung...

Ich bin definitiv nicht der Typ für zu viele Veränderungen. Ich hänge gerne Vergangenem nach und tue mich oft schwer mit dem Loslassen. Deshalb war ich von mir selber überrascht, wie sehr ich bei unserer letzten Florenz-Reise die Veränderungen genossen habe, welche die Stadt durchlaufen hat, seit wir dort wohnten. Florenz hat sich in den letzten zwei Jahren enorm herausgeputzt. Junge, kreative Köpfe haben Neues entwickelt und gerade in den Bereichen Essen, Geniessen und Shoppen ist extrem viel passiert. Gerne will ich Euch daher heute die Bilder von "La Ménagère", einem wundervollen Konzept Restaurant, zeigen.
Alleine der Name "La Ménagère - die Hausfrau" gefällt mir. Es ist leicht exzentrisch, in Florenz (die Florentiner sehen sich ja als die Schöpfer des Italienischen), einem Restaurant einen französischen Namen zu geben. Aber auch das Interieur ist weit weg vom schweren Florentiner-Chic. Das gefällt mir und ich hätte mich gefreut, wenn es bereits während der Zeit, als wir in Florenz wohnten, mehr solche Orte gegeben hätte.

Ihr seht, Wandel kann eben doch ein Gewinn sein. Mir hat es gut getan, dass mir das so deutlich vor Augen geführt wurde. Manchmal muss man Altes gehen lassen und Platz für neue Dinge schaffen.

Ein bisschen Wehmut habe ich mir dann aber doch eingestanden. Denn wenn ich sehe, wie sehr sich Florenz gewandelt hat, dann würde ich sooooo gerne nochmals dort leben. Ach wäre das schön...

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Tag voller interessanter Wandlungen und Träume!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. "La Ménagère" findet Ihr an der Via de'Ginori 8r - weitere Infos dazu gibt es unter www.lamenagere.it und hier findet Ihr eine weitere Florentiner-Restaurant-Trouvaille.

Samstag, 15. April 2017

Osterhoffnung...

Bevor der Signore und ich in den Ostermarathon mit Familie und Freunden starten, will ich Euch noch ganz kurz meine Osterdeko zeigen. Ich habe die Elemente dazu bei Depot gefunden (hier gehts zur Website) und bin begeistert davon. Vor allem, weil sich die Idee mit den Eiern, in die Blumen eingestellt werden, auch ganz einfach selber Zuhause nachbasteln lässt.


Ich mag Ostern sehr. Nicht nur wegen den hübschen Dekosachen. Mir gefällt die Vorstellung, dass es ein Fest der Hoffnung ist. Wir Menschen dürfen daran glauben, dass Neuanfänge und Veränderungen möglich sind. Ein paar Gedanken dazu habe ich bereit hier mit Euch geteilt.

Es läuft immer mal wieder etwas krumm und schief. Bei uns allen. Aber gerade dann versuche ich daran festzuhalten, dass wieder ein neuer Frühling kommt. Manchmal verändern sich Dinge auch anders, als wir das erwartet hätten. Noch vor einem Jahr war ich in einer völlig anderen (schwierigen) Situation und konnte mir nicht vorstellen, wie daraus finden sollte. Irgendwie hat sich dann trotzdem ein Weg gefunden und es wurden mir Menschen geschenkt, die mir beistanden. Glauben wir also an die Liebe und hoffen, dass krumme Dinge gerade werden. Ostern ist das Fest, das uns genau daran erinnern will!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende im Kreise Eurer Lieben!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mittwoch, 12. April 2017

Bärenkuscheln und 1500 Tiere...

Da es in unserem Umfeld von Kindern nur so wimmelt, komme ich immer mal wieder dazu Aufgaben als Babysitterin zu übernehmen. So habe ich kürzlich auf meine kleine Freundin aufgepasst (über ihre Mama habe ich hier berichtet) und dabei einen ganz wunderbaren Ort in Zürich entdeckt. Ich will Euch gerade heute davon berichten, weil Ihr vielleicht auch noch nach Ausflugszielen für die Ostertage sucht. Dafür ist das Zoologische Museum in Zürich perfekt geeignet. Denn obwohl ich ja definitiv dem Kindesalter entwachsen bin, hat es sowohl mich, wie meine zweijährige Begleitung sehr angesprochen.
Das Zoologische Museum bietet auf zwei Stockwerken eine Auswahl von über 1500 Tierexponaten aus aller Welt. Während im Erdgeschoss die einheimischen Tiere ausgestellt sind, befinden sich im Untergeschoss Tiere  geordnet nach zoogeografischen Regionen. Das Angebot wird durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt. Aktuell können die Besucher in der Ausstellung «Grimms Tierleben» mit einem Zauberstab 10 Märchentiere – von den Raben über die Hausmaus bis zum Hirsch – zum Sprechen bringen. Die Tiere erzählen über ihre Rollen, klagen ihr Schicksal, prahlen mit ihren Heldentaten oder bringen einen ganz einfach zum Schmunzeln. Im Forschungscamp geht es dann wissenschaftlicher zu und her. Wie findet man einen Bären in stockdunkler Nacht? Wie lockt man einen Dachs in eine Fotofalle? Forschende erzählen multimedial von ihrer Arbeit, und das Publikum testet eine Fotofalle und identifiziert Mäuse mit einem Chip-Lesegerät. Zur Abrundung lauscht man in gemütlichen Hörhöhlen Grimms Märchen vom Klassiker «Der Wolf und die sieben Geisslein» bis hin zu weniger bekannten wie «Die Eule». Die Sonderausstellung ist noch bis am 28. Mai zu sehen. 

Die Sonderausstellung hat es mir besonders angetan. Meiner kleinen Freundin auch. Leider machte ich dann den Fehler, dass ich sie aus ihrem Wagen aussteigen liess. Sofort stürmte sie auf die Tierexponate los, die in der Sonderausstellung nicht hinter Glas sind, und wollte mit Bär und Wolf kuscheln und den Fuchs am Schwanz ziehen. Da ich meinen guten Ruf als Babysitterin nicht gefährden wollte und keine Lust hatte in hohem Bogen aus dem Museum geworfen zu werden, habe ich sie dann ganz schnell wieder in den Buggy zurück gepackt;)

Die Geschichte der reich bestückten Sammlung des Zoologischen Museums Zürich reicht übrigens weit zurück. Die Exponate wurden von zahlreichen Forschenden bereits seit etlichen hundert Jahren zusammengetragen. Ihr wisst ja, alte, vielleicht etwas verstaubte Sachen gefallen mir besonders gut! 

Das Zoologische Museum befindet sich an der Karl-Schmid-Strasse 4 in 8006 Zürich und ist von Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zum Museum und den Sonderausstellungen gibt es unter: www.zm.uzh.ch
Jedenfalls finde ich Babysitten super, wenn ich ganz nebenbei noch schöne Sachen entdecken und daraus sogar einen Post für Euch machen kann. Ich hoffe, dass ich jetzt dann auch noch die Zeit finde, Euch meine Osterdeko zu zeigen und danach gibt es dann ein paar freie Tage mit Eisersuchen, süssem Nichtstun und ganz viel Familie und Schokolade...

Ich wünsche Euch einen wundervollen Frühlingstag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella