Montag, 16. Mai 2016

Passeggiata durch Locarno…

Dass der Signore und ich immer mal wieder Heimweh oder eben Nostalgia nach Italien haben, sollte Euch bekannt sein. Da trifft es sich wunderbar, dass die Mama vom Signore sich kürzlich eine Ferienwohnung im Tessin zugelegt hat (hier habe ich bereits darüber berichtet). So fahren der Signore und ich nun regelmässig in den italienischsprachigen Teil der Schweiz und stellen uns vor, dass wir wieder in Italien wären. Ich fühle mich dann jeweils unsagbar inspiriert – vor allem auch kulinarisch – und das hat wiederum für Euch liebe Leserinnen und Leser den Vorteil, dass mir hier auf dem Blog die Inspirationen aus dem Süden nicht ausgehen. So nehme ich Euch heute mit auf eine Passeggiata durch Locarno.
Wir beginnen unseren Spaziergang am See und wenn etwas Zeit übrig bleibt, dann geniessen wir die Bäderwelten und den Blick über den See im Lidospa (im Moment ist es aber geschlossen, da es bis im September revidiert wird). Hier gibt es mehr Informationen dazu: http://www.lidospa-locarno.ch/

Nach dem Baden geht’s zum Kaffeetrinken auf die Piazza Grande, wo den ganzen Sommer über verschiedenen Festivals stattfinden. Mir kommt es sehr gelegen, dass direkt an der Piazza Grande verschiedene Warenhäuser sind. Ich stöbere besonders gerne durch deren Haushaltsabteilung und habe dabei einige wundervolle Bücher mit Rezepten aus der Tessinerküche entdeckt. Aber dazu gleich noch mehr.

Sowieso kommt jetzt langsam der Hunger und deshalb geht es von der Piazza aus weiter in die Altstadt ins wundervolle Restaurant „Cittadella“. Dort bekommt der Liebhaber der italienischen Küche alles was sein Herz begehrt und erst noch in hervorragender Qualität und im stimmungsvollen Ambiente serviert. Weitere Informationen dazu gibt es unter http://cittadella.ch/de/

Und für alle diejenigen, die jetzt nicht die Möglichkeit haben postwendend zu einem leckeren Essen ins Tessin zu fahren, hier ein Rezept für ein wirklich leckeres, italienisches Essen. Inspiriert dazu wurde ich von einem Rezept vom Blog www.zumfressngern.ch Die Autorin ist eine wahre Kochmeisterin, scheut sich nicht vor ausgefallenen Sachen und gibt mir immer wieder den Anstoss Neues zu probieren. Sie hat unsagbar leckere Ziger-Gnocchi gemacht (hier geht’s zum Rezept und Ihr findet viele wichtige Informationen zum Thema Ziger bzw. Ricotta). Ich habe das Ganze etwas modifiziert und angepasst (weil ich einfach sehr gerne Kartoffeln mag und die für mich unbedingt in Gnocchi rein gehören, dafür habe ich komplett auf die Eier verzichtet) und daraus wurden „Ricotta-Gnocchi à la Signora Pinella“.

Zutaten (wenn Ihr es als Primo Piatto serviert, reicht dieses Rezept für vier Personen, als Hauptgang würde ich die doppelte Menge machen): 400g mehlig kochende Kartoffeln, 120g Ricotta, 100g Mehl, Salz, Muskatnuss.

Zubereitung: Zuerst die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und im Salzwasser weichkochen, das Wasser abgiessen und die Kartoffeln auskühlen lassen. Die ausgekühlten Kartoffeln mit der Gabel oder dem Kartoffelstampfer zerdrücken, den Ricotta, das Mehl, Salz und gemahlener Muskatnuss dazu geben und alles zu einem homogenen Teig verkneten. Diesen zu langen Teigwürsten ausrollen, in kleine Teile schneiden und daraus runde Kugeln formen. Die Gnocchi werden nun in heisses Wasser nicht mehr ganz kochendes Wasser gegeben (wenn das Wasser noch kocht, neigen die Kugeln dazu zu zerfallen). Wenn sie obenauf schwimmen, sind sie bereit, können mit der Schöpfkelle aus dem Wasser gefischt und mit Salbeibutter (dazu einfach Salbei in heisser Butter andünsten) oder mit einer mediterranen Sauce aus Tomaten, Zucchini und Auberginen (ich habe mich hier für diese Variante entschieden) serviert werden.

Das Besondere an diesem Rezept ist der Ricotta (der in der Schweiz Ziger genannt wird). Er gibt dem Rezept einen spannenden Twist und ist ein gesunder Eiweisslieferant (wenn Ihr die Gnocchi also als Hauptgang serviert, braucht Ihr gar kein Fleisch mehr dazu).
Und nun habe ich schon wieder Hunger… Das passiert mir immer, wenn ich Rezepte für Euch aufschreibe;) Ich denken aber, dass es wirklich gut und wichtig ist, dem Essen genügend Zeit zu widmen. Kürzlich habe ich mir auf Netflix die vierteilige Serie „Cooked“ angesehen. Auch da wurde betont, wie viel gesünder Essen für uns Menschen ist, das aus frischen Zutaten zubereitet wurde. Dazu kommt, dass ich den sozialen Aspekt vom gemeinsamen Kochen und Essen extrem mag. Die besten Gespräche ergeben sich immer beim Essen oder wenn man danach zufrieden und glücklich und mit vollem Bauch zusammen sitzt und über Gott und die Welt spricht.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und viel Zeit und Energie fürs Kochen und Essen!

Herzlichst, Eure Signora Pinella  

Kommentare:

  1. Aufgepasst liebe Signora Pinella! Alle Glarner verstehen unter Ziger den feinen glarner Kräuterziger...
    Und der hat mit Ricotta rein gar nichts zu tun..... Obwohl Zigerhöräli ganz was feines sind 😉
    Danke für den schönen Ausflug
    Herzlichst
    yase

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  2. Da bekommt man gleich Lust auf Ferien..

    Hast du schon etwas von Terra Madre Salon del Gusto gehört? Das wäre doch etwas für dich ..
    http://www.salonedelgusto.com/en/#home

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  3. Wenn ihr das nächste Mal ins Tessin kommt sagt bescheid! Wir können euch gerne die Insiders tips zeigen und wer weiss, es könnte ja eine Kollaboration zwischen Bloggers entstehen:-) Liebe Grüsse us de "Sunnestube":)

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