Montag, 28. März 2016

Somewhere over the Rainbow…

Kennt Ihr das Lied, das die kleine Dorothy im Musical “Der Zauberer von Oz” singt? Sie träumt von einem wundervollen Land hinter dem Regenbogen, in dem es einfach schön ist. Mein Traumland liegt nicht hinter dem Regenbogen, sondern irgendwo zwischen dem Emmental und dem Berner Oberland. Es hat Berge und sanfte Hügel und dunkle Wälder und grüne Wiesen und Seen und Bäche. Eben der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Je mehr ich in der Welt herum komme, umso mehr stelle ich fest, wie sehr mich die Menschen und die Gegend meiner Kindheit geprägt haben. Auch kulinarisch. Deshalb war es letzte Woche mal wieder Zeit für „Brönnti Creme“ und „Bräzeli“.
Gastfreundschaft wird in meiner Heimat gross geschrieben. Auch wenn man nur kurz dem Nachbarn etwas vorbei bringen will, kann dieser Besuch gut und gerne zu einer ausgewachsenen Plauderstunde bei Kaffee und eben Bräzeli und vielleicht sogar gebrannter Creme werden. Und erst an den Sonn- und Feiertagen… Da wird so richtig aufgetischt. Viele der erstklassigen Produkte in der Küche meiner Heimat kommen direkt vom Bauernhof oder aus dem eigenen Garten. Wenn man Fleisch isst, hat man das Tier vorher auch schon gekannt, man weiss mit welchem Mist das Gemüse gedüngt wurde und wie die Kuh heisst, deren Milch man trinkt. Es ist ein natürlicher Umgang und Bezug zu den Lebensmitteln. Was in den städtischen Szene-Restaurants als hip angepriesen wird, war für mich bereits in meiner Kindheit absolut normal und selbstverständlich. Für diese Prägung und Erziehung bin ich sehr dankbar.

Und weil eine gebrannte Creme eigentlich relativ schnell gemacht ist und einfach köstlich schmeckt, will ich heute das Rezept dazu mit Euch teilen.

Zutaten für etwa vier Personen (im Emmental sind wir alles gute Esser;)
2 Eier, 5dl Milch, 6 El Zucker, 1 El Speisestärke, 1TL Vanilleextrakt und 2dl Rahm.

Zubereitung: Zuerst die Eier und die Milch und 4 El Zucker, die Speisestärke und das Vanilleextrakt verquirlen. Danach werden 2 El Zucker in einer Pfanne karamellisiert (eben gebrannt). Das geht sehr schnell und man darf den Zucker dabei auf keinen Fall aus den Augen lassen. Sobald er geschmolzen ist, die Flüssigkeit dazu geben und gut mit dem karamellisierten Zucker verrühren. Das Ganze wird unter ständigem Rühren aufgekocht, bis die Creme schön eingedickt ist. Sollten sich Klümpchen gebildet haben, kann man sie durch ein Sieb abgiessen. Die Creme gut auskühlen lassen und zum Schluss 2dl geschlagener Rahm darunter ziehen.

Hausgemachte Bräzeli passen als Beilage besonders gut dazu. Was das ist, habe ich Euch hier erklärt.
Meine älteste Schwester hat übrigens das grosse Glück, dass sie in der Gegend hinter dem Regenbogen wohnen darf. Als ich sie am Ostersonntag besucht habe, brach am Abend die Sonne durch die Regenwolken und ein wundervoller Regenbogen stand am Himmel. Zum Glück hatte ich die Kamera dabei. Der Bogen war aber so gross, dass mein Objektiv nur einen Bruchteil davon festhalten konnte.

Ein Regenbogen ist für mich immer ein Zeichen des Himmels und der Hoffnung und ich freue mich, dass ich das mit Euch teilen kann!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Montag, 21. März 2016

Knallbunte Osterinspirationen...

Wie versprochen habe ich heute noch eine bunte Variante einer Osterdekoration für Euch. Sie entstand einmal mehr im Auftrag einer Zeitung (wie bereits diese Bilder hier). Das Schöne an diesen Ideen und der Dekoration ist, dass sie simpel und kostengünstig und einfach umzusetzen sind. Denn Dekorieren sollte Freude machen und nicht zusätzlichen Stress bedeuten. Hier also darum die Anleitungen für einfache Seidenpapier-Pompons und ein Osterkörbchen aus Zopfteig. Meine persönliche Osterdeko habe ich Euch bereits hier gezeigt.
Material für Pompons: Seidenpapier in Quadrate geschnitten (30 mal 30cm), Satinband, Schere

- Legt farbige Seidenpapier-Bögen übereinander und faltet das Seidenpapier zu einem Quadrat (ca. 30x 30cm). Schneidet alle gefalteten Kanten auf, so dass nur lose Bögen aufeinander liegen. Wenn Ihr einfarbige Pompons wollt, benutzt nur eine Farbe. Ansonsten könnt Ihr verschiedenfarbige Schichten aufeinander legen. Faltet das Papier vom Rand her ca. 2 cm gegen innen. Dreht das Papier und faltet ca. 2 cm auf der anderen Seite. Wiederholt den Vorgang, bis das ganze Papier zusammengefaltet ist.

- Rundet mit einer Schere die Ecken auf beiden Seiten des Papiers ab. Bindet das Satinband um das zusammengefaltete Seidenpapier. Wenn Ihr die Pompons aufhängen wollt, solltet Ihr ein längeres Band wählen.

- Zieht die einzelnen Papierschichten vorsichtig von der Mitte weg.

Auf einen Oster-Zmorgentisch gehört natürlich ein frischer Butterzopf. Erst damit schmecken die getütschten Eier richtig lecker. Mit diesem Grundrezept könnt Ihr einen ganz normalen Butterzopf und einen dekorativen Zopfkorb backen.

Grundrezept Zopfteig (reicht für zwei Zopfkörbe)
Zutaten: 1 Kilo Mehl, z.B. Zopfmehl;  1,5 Esslöffel Salz, 40 Gramm zerbröckelte Hefe, ca. 5,5 Deziliter lauwarme Milch; 150 Gramm Butter, flüssig, ausgekühlt; 1 Eigelb mit 1Esslöffel Vollrahm verquirlt.

Zubereitung Teig: Mehl und Salz mischen, eine Mulde formen. Hefe in wenig Milch auflösen, zusammen mit restlicher Milch und Butter hineingiessen. Zu einem geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt bei Raumtemperatur aufs Doppelte aufgehen lassen.

Zubereitung Zopfkorb: Zeichnet den Kreisumfang einer feuerfesten Form auf einem Backpapier nach (das braucht man dann später) und fettet die Form ein. Den Zopfteig zu einem etwa fünf Millimeter dicken Rechteck auswallen. Schneidet den Teig mit einem Teigrädchen in 2 Zentimeter breite Streifen. Legt 16 der Streifen  über die eingefettete feuerfeste Form, sodass sie sich in der Mitte der Form alle kreuzen. Webt die restlichen Streifen durch die über die Form gelegten Streifen. Schiebt die einzelnen Stränge zueinander, so dass keine  Zwischenräume frei bleiben, und drückt den oberen Teil flach, so dass der Korb nach dem Backen gerade stehen kann. Den Korb mit dem Ei-Rahm-Gemisch bepinseln und bei Ober- und Unterhitze bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit den restlichen Teig zu einem Zopf flechten, der den Radius der Form des Korbes hat. Den Korb nach dem Backen etwas auskühlen lassen und die Form vorsichtig darunter entfernen. Den Zopfkranz um den Korb legen und das Ganze nochmal backen, bis der Zopfkranz golden ist.
Zum Osterbrunch passen natürlich auch gut hausgemachte Osterhasen oder Lämmchen aus Biskuitteig. Das Rezept dazu habe ich Euch bereits hier vor einem Jahr verraten. Und vor zwei Jahren gabs hier zu Ostern mein persönliches Osterfladenrezept und einen politischen Backofen;)

Ich hoffe, dass ich Euch nochmals richtig zum Dekorieren und Gestalten inspirieren konnte. Ich geniesse jetzt ein paar freie Tage, die ich mit einem herrlichen Wellness-Tag mit der lieben Signora Rossi (wer das ist, habe ich Euch hier erzählt) und einem Konzertbesuch mit dem Signore eingeläutet habe. Nun bin ich so tiefenentspannt und in Ferienstimmung, dass es vermutlich nach Ostern wird, bis Ihr wieder von mir hört.

Ich wünsche Euch also jetzt schon ein wundervolles Osterfest!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Donnerstag, 17. März 2016

Alles im Wandel...

Mein Herz sehnt sich im Moment ganz fest nach zwei Dingen: Der Ferne (ja, ich möchte auf Reisen gehen und zum grossen Glück werde ich das auch ganz bald tun können und selbstverständlich nehme ich Euch mit) und dem Frühling. Frühling ist für mich etwas Wundervolles. Nach der Kälte des Winters beginne ich mich wieder lebendig zu fühlen und habe dann auch stark den Drang Dinge zu erneuern, zu putzen und zu verändern. Das bezieht sich sowohl auf unsere Wohnung, wie auch auf mich selber. Deshalb habe ich heute ein paar Bilder von unserem neu gestalteten Wohnzimmer, einem inspirierenden Buch und einem herrlichen Parfüm für Euch.
Am Anfang meines Drangs nach Veränderung stand ein Buch vom Webshop Westwing (hier gehts zum Shop). Ich fand den Bildband bei einem Ausflug nach Winterthur (darüber habe ich hier berichtet). Das Buch heisst „Home Stories“ und ist im Callwey-Verlag erschienen. Darin werden Menschen und ihre Wohnungen in wundervollen Bildern und mit schön geschriebenen Texten vorgestellt. Darin zu blättern ist für mich schon fast ein bisschen gefährlich, weil ich danach immer so viele Ideen habe und am liebsten die ganze Wohnung komplett neu gestalten und streichen würde. Obwohl wir jetzt schon fast ein Jahr da wohnen, habe ich erst jetzt langsam das Gefühl richtig anzukommen. Das liegt auch daran, dass ich mich innerlich lange gegen den Gedanken gesträubt habe dort zu leben und immer gedacht habe, dass wir bald wieder weiterziehen. Irgendwie bin ich nun aber zum Schluss gekommen, dass man es sich da wo man ist gemütlich machen sollte, egal wie lange man dort wohnen bleiben will. Sonst ist es ewig ein Leben im Provisorium und dabei verpasst man das Hier und Jetzt.

Im Zuge dessen entschied ich, dass es Zeit für einen neuen Sofabezug sei. Schwarzes Leder hat durchaus seine Berechtigung. Mir war es einfach zu hart. Also bestellte ich bei www.saustarkdesign.com einen neuen Bezug für unser Ikea-Sofa. Das erwies sich als sehr gute Entscheidung. Die Lieferung verlief problemlos und ich bin mit der Ausführung und der Qualität des neuen Bezuges mehr als zufrieden. Sogar der Signore meinte, dass das helle Grau besser in unsere Wohnung passe. Bene, alle sind zufrieden!

Zu meinem absoluten Glück fehlte nur noch ein neues Parfüm – diese Anschaffung gehört für mich einfach zum Frühling dazu. Als der Signore vor zwei Wochen für einen Kongress nach Amerika reiste, beauftragte ich ihn damit, mir ein Parfüm von Aerin Lauder mitzubringen (vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Odyssee, welche ich vor einem Jahr wegen dem „Rose de Grasse“-Parfüm von Aerin Lauder von New York über San Franzisco bis nach Las Vegas zurück gelegt habe? Hier habe ich darüber berichtet;). Trotz anstrengendem Kongress und einer Grippe, die sich dazu gesellte, machte sich der Signore auf die Suche nach einem neuen Aerin Lauder Parfüm. Leider war die Aktion erfolglos. Immerhin hat er es versucht! Genau einen Tag nach seiner Rückkehr stolperte ich im Globus in Zürich geradezu über alle neuen Düfte von Aerin Lauder und konnte nicht anders, als einen davon und die passende Body-Lotion mit zu nehmen. Und nein, ich habe die Produkte nicht nur wegen der schönen Verpackung gekauft;)
Auch wenn es Äusserlichkeiten sind, haben sich diese kleinen Veränderungen sehr positiv auf meine Seele ausgewirkt. Vielleicht auch, weil dem Ganzen die Erkenntnis voraus ging, dass man manchmal einfach das Hier und Jetzt annehmen und es sich darin irgendwie gemütlich machen muss…

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. vergesst nicht bei der Via del Tè Verlosung mitzumachen! Hier gehts zur Verlosung...

Montag, 14. März 2016

Zu Besuch bei Via del Tè&Verlosung...

Ich mag Kaffee und ich mag Tee und auch alle anderen Heissgetränke, die in gemütlicher Runde getrunken werden können. Umso erstaunlicher ist es, dass ich die Geschäfte von „La Via del Tè“ in Florenz zwar immer wahrgenommen habe, aber nie hinein gegangen bin. Bei meinem letzten Florenz-Besuch habe ich dieses Versäumnis nun nachgeholt und auch für Euch etwas mitgebracht…
Ich bin mit dem Teetrinken aufgewachsen. Zum Mittagessen gab es jeweils Lindenblüten, Melissen oder Hagebutten-Tee und wenn wir Glück hatten sogar ab und zu Pfefferminztee (davon aber nie zu viel, da in unserer Familie das Gerücht kursierte, das Pfeffermine einem verrückt mache – sollte ich nun also etwas crazy sein, dann kann es nur daran liegen;) Zum Abendessen gab es dann Schwarztee mit Milch und wenn wir bei Oma-Pinella assen, gab es statt der normalen Milch manchmal gesüsste Kondensmilch.

Als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich mir sofort einen Grundstock Tee zugelegt. Ein paar Kräuter- und Früchtetees (mein lieber Schwager würde jetzt einwerfen, dass man das nicht als Tee, sondern als Kräuter- oder Fruchtaufguss bzw. Infusion bezeichnen müsse, da nur Schwarz- oder Grüntee wahrer Tee sei), Heiltees für Magen, Halsweh und Husten und natürlich eine Kollektion Grün- und Schwarztee. Dazu ein bisschen Honig und Kandiszucker für die Süsse und schon war ich Besitzerin einer passablen Teekollektion und wurde damit in den Kreis der erwachsenen Frauen aufgenommen.

In Italien habe ich mich dann vor allem dem Kaffee gewidmet (hier habe ich mehr darüber geschrieben) und darüber den Tee etwas vergessen. Dabei hätte ich mit den Shops von „La Via del Té“ ein wahres Teeparadies direkt vor meiner Nase gehabt. Im Jahre 1961 hat Alfredo Carrai den Grundstein zu seinem kleinen Tee-Imperium gelegt. Angeblich war er damals noch sehr jung. Trotzdem gelang es ihm Dank seiner Begeisterung für Tee und einem grossen Fachwissen, das er sich nach und nach aneignete, seine Produkte im Land des Kaffees zu etablieren. Heute gibt es in Florenz mehrere wundervolle Shops (hier findet Ihr sie) und auch Online können die Tees bestellt werden (hier geht’s zum Shop). Es freute mich aber ganz besonders, als ich bei einem Ausflug nach Winterthur (hier habe ich darüber berichtet) eine Auswahl der Produkte von La Via del Té in der Markthalle Trivisano gefunden habe. An „La Via del Té“ gefällt mir besonders, wie liebevoll die Zutaten ausgewählt, zusammengestellt und verpackt werden. Die Tees kommen beispielsweise in wunderschönen Beuteln daher und verströmen damit einen Hauch Luxus.
Da ich hoffe, dass ich Euch nun so richtig neugierig gemacht habe, möchte ich zwei Packungen Tee mit passendem Zucker dazu an Euch verlosen. Ihr könnt zwischen den Geschmacksrichtungen „Energy“ (das ist ein Tee mit Pfirsich, Ingwer, Rooibos und Guarana Geschmack) oder „Purity“ (das ist ein erfrischender Tee mit einer starken Zitrusnote) auswählen. Und so seid Ihr bei der Verlosung mit dabei: Mitmachen kann jede volljährige Person mit oder ohne Blog. Hinterlasst mir einfach hier auf dem Blog (bitte einen Namen dazu angeben) oder auf Facebook oder auf Instagram einen Kommentar und sagt mir, ob Ihr lieber den „Energy“ oder den „Purity“-Tee hättet. Wenn Ihr den Link auf Facebook teilt (hier geht es zu meiner FB-Seite) oder dort oder auf Instagram kommentiert, habt Ihr doppelte bzw. dreifache Gewinnchancen. Die Verlosung läuft von heute an zwei Wochen bis am 28. März 2016 um Mitternacht. Ich gebe den/die Gewinner/in auf meinem Blog bekannt (Ihr müsst mir dann einfach eine Mail mit Eurer Adresse an signorapinella@gmail.com schicken, also vergesst nicht zu überprüfen, ob Ihr gewonnen habt). Ich sende Euch den Tee und den Zucker zu.

Ich wünsche Euch viel Glück bei der Verlosung und ein paar erholsame Stunden mit einer Tasse wirklich gutem Tee;)!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Freitag, 11. März 2016

Dieses Jahr wird Ostern zelebriert...

Vor genau einem Jahr tingelten der Signore und ich durch Amerika. Da war nix mit Osterdeko, Eierfärben oder Nestchen verstecken und an Ostern selbst wurde sowieso gezügelt. Das ist in diesem Jahr nun ganz anders. Ich habe schon viel und fleissig für Ostern dekoriert und gebacken und werde Euch in nächster Zeit an meinen Vorbereitungen teilhaben lassen. Heute soll es – ganz im Zuge des Handlettering-Trends – um das Bemalen von Eiern gehen.
Ich habe mir dazu im www.depot-online.ch echte Eier gekauft, die ich mit einem ganz simplen Edding-Gold-Filzstift angefärbt habe. Da der Stift sehr deckend ist, könnte man theoretisch darunter vorzeichnen. Irgendwie hielt ich das nicht für nötig. In meiner Zeit im Gymnasium hatte ich einen Lehrer, der uns immer dazu angehalten hat es direkt und ohne das Vorzeichnen zu versuchen und allfällige Fehler in die Bilder zu integrieren oder zu etwas Positivem um zu wandeln. Diese Herangehensweise sagte mir schon damals sehr zu.

Als Motive habe ich mich einerseits für Ornamente entschieden (wer mich kennt weiss, dass ich immer und jederzeit dieses eine Kringel-Ornament male), ein Hase musste natürlich auch sein (ich hätte ja so gerne einen Hasen als Mitbewohner, aber dazu braucht man einen Garten) und dann kam eben noch die Schrift mit „Happy Easter“ und „Buona Pasqua“ dazu. Die Eier sind zwar relativ robust, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie ein bisschen geschützt werden sollten und sich unter einer Glasglocke besonders gut machen würde. Das Ensemble habe ich mit Federn, kleinen Eiern, Zweigen aus dem Garten von Mama Pinella und wundervollen Teelichtern mit Federn (die gibt es hier bei der lieben Baumhausfee) komplettiert und schon war ein Teil meiner Deko fertig.

Das nächste Mal, wenn es dann um Osterdeko geht, wird es dann knallbunt – so ist hoffentlich für jeden Geschmack etwas dabei.
Für mich ist es ganz wundervoll, dass ich nun endlich eine Wohnsituation habe, die das Dekorieren und Gestalten wieder zulässt. Kürzlich erinnerte ich mich an den Satz aus den Sprüchen. „Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“, steht da und es endet mit folgenden Zeilen: „Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich zu sein und sich gütlich zu tun in seinem Leben. Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“ Offenbar hat also auch das Reisen und sich Wandeln genauso seine Zeit, wie das Sein und das Erschaffen von neuen Dingen. Im Moment betreibe ich das Wohnen und das Gemütlichmachen übrigens sehr exzessiv. Aber auch dazu bald mehr.

Nun wünsche ich Euch einen wundervollen Tag. Und sollte er das nicht sein, dann hört ein bisschen Louis Armstrong… Ihr wisst ja, on the sunny side of street und so;)


Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. weil ich gerade so eine Kreativphase hatte, bekam kurzerhand auch der Blog ein neues Gewand. Das schwebte mir schon lange vor, aber ich fand nie die Zeit und die passende Idee dazu. Ich hoffe, dass Euch mein kleiner Relaunch gefällt;)

Dienstag, 8. März 2016

Festa della Donna...

Heute nehme ich Euch mit zu einem Ausflug, den ich kürzlich mit meiner grossen und kleinen Freundin gemacht habe, zeige Euch einen wundervollen Laden und erkläre Euch, warum man die Weiblichkeit ab und zu feiern sollte…
 
Der 8. März ist der internationale Tag der Frau. Das ist eine schöne Idee, die mir sehr gefällt. Ich habe Festa della Donna zum ersten Mal vor zwei Jahren, als wir in Italien lebten, gefeiert. Es war ein Samstag, die Eintritte in die Museen waren für die Frauen gratis und es wurden Blumen (besonders die gelben Mimosen) an Frauen verteilt. Auch der Signore brachte mir ein Mimosen-Rosen-Strauss heim und meinte, dass wir den Tag der Frau feiern sollten.

Als Kind habe ich selten über Unterschiede zwischen den Geschlechtern nachgedacht, da das unseren Eltern nicht wichtig war und sowohl meine Schwestern und ich und auch mein Bruder im Haushalt mit anpacken mussten. So ist unser Bruder zum Beispiel bis heute der König der Hefeteige und backt wunderbare Zöpfe und Brote. Ich habe dafür von meiner Mama den Titel „Heimwerker-Königin“ erhalten, weil ich so gerne mit Hammer und Bohrer hantiere;) Trotzdem merke ich immer wieder, dass ich auch eine stark ausgeprägte weibliche Seite habe und das Zusammensein mit meinen Geschlechtsgenossinnen geniesse. Ich hatte in den letzten zwei Wochen gleich zweimal das Vergnügen mit einer lieben Freundin ein paar gemütliche Stunden beim Einkaufen, Plaudern und Kaffeetrinken zu verbringen. Dabei geht es mir jeweils weniger um das Shopping-Erlebnis, als darum etwas zusammen zu erleben, sich Zeit zu nehmen und neben dem Bummeln durch die Geschäfte über Gott und die Welt zu philosophieren.

Da ich in den letzten Jahren viel unterwegs war, ergab sich ganz unfreiwillig eine gewisse Distanz zwischen mir und meinen Freundinnen. Umso mehr freue ich mich daher darüber, dass ich an meinem neuen Wohnort eine liebe neue Freundin gefunden habe, die mit mir das Leben im „Exil“ teilt und mich in allen Lebensbereichen versteht und unterstützt. Dazu kommt, dass diese Freundin eine wundersüsse, kleine Tochter hat (über sie habe ich hier bereits berichtet). Dieses kleine Wesen begleitet uns überall mit hin und das macht die Ausflüge nicht etwa kompliziertet, sondern noch viel lustiger und unterhaltsamer. Hier habe ich Euch bereits erzählt, wie die kleine Dame Paris Hilton verzauberte. So begleitete die kleine Maus kürzlich ihre Mama und mich zum Ausflug in das neu eröffnete Maisons du Monde in Dietikon (hier geht’s zum Online-Shop). Die Mama der Kleinen ist Französin und kannte das Geschäft bereits aus ihrer Heimat. Und der Weg dahin hat sich wirklich gelohnt: Die Wohnaccessoires sind ein Traum und wir hätten uns stundenlang durch Geschirr, Tischwäsche und Dekoteile wühlen können. Unsere kleine Begleiterin schlummerte währenddessen süss und selig in ihrem Wagen und unterhielt uns nach dem Aufwachen mit ihrem fröhlichen Geplapper. Es stimmt also definitiv, dass Franzosen etwas vom Wohnen und der Kindererziehung verstehen. 
An diesem Tag kam ich sehr zufrieden und glücklich Nachhause. Das gleiche Gefühl hatte ich übrigens auch nach einem Ausflug am letzten Samstag, den eine andere liebe Freundin und mich nach Konstanz führte. Das sind für mich die wahren Frauentage, die man jederzeit und nicht nur am 8.März feiern und zelebrieren kann. Mir tut das gut und es gibt mir wieder Energie für die ganze Woche. 

Wie es aussieht, wenn Frauen einander unterstützen, könnt Ihr jetzt auch auf dem Blog meiner Sorella sehen. Ich bin ja im Moment immer etwas gestresst, brauchte aber unbedingt ein Kleid für eine Gala und sie hat mir einfach so eine wundervolle Robe genäht. Hier könnt Ihr sie sehen. So geht Frauen-Power! Über solche Dinge freue ich mich immer wieder und ich schätze es, mich von kreativen, lustigen und initiativen Frauen anstecken und inspirieren zu lassen. Ich hoffe, dass Ihr auch solche Frauen in Eurem Umfeld habt und selber immer wieder die Energie findet, anderen zum Vorbild zu werden!

In dem Sinne wünsche ich Euch eine wundervolle Festa della Donne!

Herzlichst, Eure Signora Pinella