Sonntag, 29. November 2015

Bambi, Klopfer und Mister Clooney…

Heute gibt’s auf meinem Blog leichte Kost. Einfach weil heute der erste Advent ist, ich zu müde zum Denken bin (oh ja, meine letzten Wochen waren anstrengend, deshalb habe ich auch noch nicht alle Euren lieben Kommentaren beantwortet - das tut mir sehr leid) und ich Euch den Bambi-Klopfer-Adventskalender zeigen will, den der Signore und ich unserer kleinen Nichten bzw. dem Signore seinem Patenkind gebastelt haben. Und dann will ich Euch endlich noch die Geschichte von Paris Hilton erzählen (ich habe hier bereits davon gesprochen).
Sollte also jemand von Euch noch keine Idee für einen Adventskalender oder keine Zeit zum Basteln gehabt haben, dann macht es Euch einfach, nehmt eine schöne Kiste, klebt Schleich-Tiere und ein paar Tannen darauf, füllt die Kiste mit 24 Paketen und schon habt Ihr einen schönen Adventskalender, der kleinen Kindern gefällt. Zumindest unsere Nichte/Patenkind ist voll darauf abgefahren (eben wohl wegen dem süssen Reh und dem Hasen von der Firma Schleich). Sie hat bei der Übergabe sogar vor Freude darüber vergessen, dem Hund, den sie vorher innig geknuddelt hatte, am Schwanz zu ziehen. 

Da in den nächsten Jahren wegen gestiegener Anzahl Patenkinder noch mehr Adventskalender dazu kommen, werden wir wohl vermehrt auf etwas vereinfachte Produktionsmethoden zurückgreifen müssen. Ich bin aber sehr glücklich darüber, dass bei unseren Patenkindern die Mädchen im Moment in der Überzahl sind (es steht 3 zu 1) und ich mich kitschmässig so richtig ausleben kann (hier könnt Ihr sehen, wie die Adventskalender im letzten Jahr aussahen).

Das Thema Kinder liefert mir nun auch die perfekte Überleitung zu Paris Hilton. Besagte Dame wohnt seit einiger Zeit grösstenteils in der Schweiz und zwar genau genommen im Dunstkreis des Zürich-Sees. Da auch wir in diesem Dunstkreis wohnen, ist sie mir tatsächlich kürzlich bei einem Ausflug mit einer lieben Freundin begegnet. Diese Freundin hatte ihre kleine süsse Tochter dabei. Wir fuhren nach Rapperswil zum Spazieren und mir fiel ein, dass ich fürs Abendessen für den Signore und mich noch etwas Fleisch brauche. Wir sind also in eine Metzgerei gestolpert und wurden da von einer eleganten, ganz in schwarz gekleideten Dame mit Sonnenbrille begrüsst, die verzückt „Oh, it’s a Baby“ kreischte. Ich war so erstaunt über die hochkarätigen, analytischen Fähigkeiten dieser Frau, dass ich nur dachte, dass ich sie irgendwie kenne. Ich kapierte im ersten Moment aber nicht, wer es wirklich war. Als sie dann mit Freund und Bodyguard zu ihrer schicken Karre nach Draussen ging, schrien alle Mitarbeiter los und sagten zueinander, dass das Paris Hilton gewesen sei. 
Mein Fazit nach dieser Begegnung war, dass man sich also ein Kind anschaffen muss, wenn man von Paris Hilton begrüsst werden will. Schon lustig, wie das Leben manchmal spielt und wen man beim Metzger alles treffen kann… Das nächste Mal hätte ich aber ehrlich gesagt lieber Mister Clooney oder so;)

Ich wünsche Euch allen einen wundervollen ersten Advent! Ich mach mich jetzt ans Güetzibacken…

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Dienstag, 24. November 2015

It’s beginning to look a lot like Christmas…

Endlich geht es los. Ich habe mir gestern die offizielle Erlaubnis zum Hören von Weihnachtsmusik erteilt. Der Signore fand das nicht so berauschend (das lag wohl auch an meinem Jammergesang). Aber egal. Ich fühlte mich erfüllt mit Glück und dem Zauber von Weihnachten. Passend dazu habe ich für Euch drei Adventskalender-Ideen. Denn solltet Ihr noch nichts für Eure Lieben vorbereitet haben, dann wird es nun aber höchste Zeit dafür.
Dass ich überhaupt an Adventskalender gedacht und deshalb Weihnachtslieder gesungen habe, hat sich der Signore selber zuzuschreiben. Denn weil er dieses Jahr extrem früh dran war mit den Adventskalendern, habe ich auch früher als sonst daran gedacht. Dazu muss ich kurz etwas erklären. Aufgrund meiner veränderten beruflichen Situation (ich habe seit einiger Zeit eine neue Arbeitsstelle), war ich in letzter Zeit etwas müde und gestresst. Dazu kommt das lästige Heimweh nach meiner Heimat im Berner Oberland. Doofe Kombination also. Der Signore wollte mich also aufheitern und hat eine seriöse Recherche zum Thema Adventskalender gemacht. Ja, wenn er so etwas angeht, dann aber richtig. Jedenfalls ist er zum Schluss gekommen, dass ich zwei Adventskalender brauche. Da habe ich natürlich gar nichts dagegen einzuwenden.

Einerseits hat er mir dann einen Kalender auf www.adventskiste.ch bestellt. Das Konzept der Adventskiste ist so, dass man selber 24 Geschenke auswählt, diese dann in hübsche Säckchen verpackt und zu einem heim geschickt werden. Ich weiss ja noch nicht genau, was der Signore alles ausgewählt hat, aber ich habe bereits auf der Seite von Adventskiste gesehen, dass sie eine riesige Auswahl an regionalen, fair und biologisch produzierten Produkten haben. Diese werden übrigens teilweise in einer Behindertenwerkstätte verpackt und alles, was an Lebensmitteln nicht weg kam, wird gespendet. Genial also. Bis am 26.11.2015 könnt Ihr noch eine Adventskiste bestellen und damit einen lieben Menschen überraschen.

Als der Signore neulich in der Stadt auf mich warten musste und ihn die Langweilig plagte, hat er mir dann auch noch gleich einen Lancôme-Kosmetik-Adventskalender gekauft. Denn offenbar ergaben seine Recherchen, dass die sehr beliebt und schnell vergriffen seien. Als er dann in einem Warenhaus noch einen stehen sah, hat er sofort zugeschlagen. Nicht nur Lancôme, sondern auch viele andere Kosmetik-Firmen bieten süsse Adventskalender an. Sollte Ihr also keine Zeit haben und eine Freundin, Eure Mutter oder Schwester überraschen wollen, dann ist das sicher etwas Passendes.
Und weil der Signore so lieb und fleissig war, kam ich fast ein bisschen unter Zugzwang. Aus bereits erwähntem Zeitmangel habe ich es mir dieses Jahr sehr einfach gemacht. Ich bin einfach durch die Stadt gedüst, habe bei Coop ein Adventstütenset gekauft, dieses mit ein paar Kleinigkeiten gefüllt und das Ganze auf einem schwarzen Tablett arrangiert und mit Sternen verziert. Simpel, einfach und hoffentlich ein bisschen männlich. Na ja, am Schluss zählt ja der Gedanke und die Liebe und dass ich nun endlich wieder Weihnachtslieder hören kann…

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. von wegen Weihnachtsmusik. Hört hier mal rein…

Sonntag, 22. November 2015

Meine Reise zur Schweizer Garde 1.Teil…

Heute nehme ich Euch einmal mehr mit nach Rom. Ich möchte mit Euch die Einblicke teilen, die ich im letzten Sommer in die Arbeit der Schweizer Garde erhielt. Im Auftrag der Agrarzeitung „Der Schweizer Bauer“ war ich nach Rom gereist, um den Gardisten Leo Leimgruber zu interviewen und die Generalaudienz auf dem Petersplatz zu besuchen und zu fotografieren. Für mich bedeutete das ein Eintauchen in eine völlig neue und fremde Welt. Ich bin im tief protestantischen Emmental aufgewachsen, hörte als Kind immer die Geschichten über meine Hugenotten-Vorfahren und kannte daher die Welt des Heiligen Stuhls nur vage. Aber gerade deshalb war es interessant und sehr lehrreich für mich, diese Reise zu machen. Ihr wisst ja, das „Überdentellerrandschauen“ ist mir immer sehr wichtig. Deshalb hier nun der erste Teil meiner Serie über die Schweizer Garde.

Gardist aus Überzeugung

Seit 509 Jahren bewachen die Mitglieder der Schweizergarde in Rom den Papst. Leo Leimgruber ist einer von ihnen.

Irgendwie sind sie sagenumwoben, die Männer, die seit 509 Jahren in Rom Dienst tun. Seit der Gründung der päpstlichen Schweizergarde am 22. Januar im Jahr 1506  bewachen die Schweizergardisten den Papst in Rom und sind mit ihren farbenfrohen Uniformen genauso fester Bestandteil des Vatikans wie der Petersdom und der Papst selbst.

Bedeutungsvoller Dienst
Was es bedeutet, im Dienste des Oberhauptes der katholischen Kirche persönlich zu stehen, wird einem bewusst, wenn man an der Generalaudienz auf dem Petersplatz teilnimmt. Hunderte, wenn nicht gar Tausende Gläubige haben sich auf dem Petersplatz versammelt und warten auf die Ankunft von «Papa Francesco». In der Fahnen schwingenden, kreischenden Menge sind sie bunte Farbtupfer. Mit stoischer Ruhe beobachten sie die Leute, weisen ihnen den Weg zu ihren Plätzen und warten auf den grossen Moment, wenn der Papst auf den Platz gefahren wird.

Dass es so weit ist, merkt man, wenn das Kreischen auf der einen Seite des Platzes noch lauter wird. Wer nur akustisch Zeuge der Szenerie wäre, würde glauben, dass nun ein gefeierter Popstar seinen Auftritt hat.  Auch dann noch, als die ersten Gardisten in dunklen Anzügen dem Gefährt vorauseilen und die Menge anweisen, hinter den Absperrungen zurückzubleiben.

Ruhende Pole
Als dann der Heilige Vater persönlich in Sichtweite kommt, wird das Kreischen immer lauter, und das Gedränge in der Menge nimmt zu. Die Gläubigen strecken dem Papst ihre Geschenke entgegen – oft sind es reich verzierte Kerzen oder Blumen –, und Kinder werden von den in Anzügen gekleideten Gardisten  zum Papst hinaufgehoben, damit er diese küssen und segnen kann. Die ruhenden Pole dazwischen sind und bleiben aber die Gardisten in ihren bunten Uniformen.

Einer von ihnen ist der 22-jährige Forstwart Leo Leimgruber aus dem aargauischen Wölflinswil im Fricktal. Im November 2014 hat er seinen 25-monatigen Dienst bei der Garde angetreten. «Wir sind in den Farben der Medici gekleidet», erklärt der Gardist und blickt sichtlich stolz auf seine Uniform mit den blauen, gelben und roten Streifen. Es war auch ein Papst aus der berühmten Florentiner Medici-Familie, den die Schweizergardisten am 6.Mai 1527 verteidigten.

Mit Leib und Leben
Bei der Plünderung Roms, dem sogenannten Sacco di Roma, fanden 147 der 189 Schweizergardisten den Tod, als sie den Rückzug von Papst Clemens VII. in die Engelsburg ermöglichten. Bis heute wird den gefallenen Schweizern an diesem Tag gedacht, an dem auch die neuen Rekruten vereidigt werden. «In dem Moment, als wir vereidigt wurden, habe ich nicht die Zeit gehabt, viel nachzudenken», gesteht Leo Leimgruber. Er habe sich nur darauf konzentriert, ja nichts falsch zu machen. Was es bedeute, Mitglied der Garde zu werden, darüber habe er sich schon viel früher Gedanken gemacht. «Den Entscheid, der Garde beizutreten, fällte ich bereits als kleiner Junge, als ich mit meiner Grossmutter die Zeremonie zur Einsetzung von Papst Benedikt am Fernsehen mitverfolgt hatte. Sie erklärte mir, dass die Schweizergardisten in Rom leben und den Papst bewachen.» Damals habe er sich vorgestellt, dass sie ein ganzes Leben dort bleiben und mit dem Papst zusammen leben würden.

Zeitlich begrenzt
Heute scheint Leimgruber fast etwas erleichtert, dass es vorerst nur 25 Monate sind. «Vielleicht werde ich meinen Aufenthalt auch noch etwas verlängern. Danach würde ich aber gerne  nach Kanada reisen, um mein Englisch zu verbessern.» Seine Entscheidung, der Garde beizutreten, sei nicht von allen Leuten in seinem Umfeld verstanden worden. «Ich habe es bisher nicht bereut. Es war ein Herzensentscheid. Ich leiste meinen Dienst aus Überzeugung.»
Wie Leo Leimgrubers Alltag in der Garde aussieht, was er mit dem Papst persönlich bespricht und wie er Angelina Jolie nicht erkannt hat, erfährt Ihr dann demnächst im zweiten Teil über die Schweizer Garde...

Ich hoffe, dass Euch der Einblick in meine Arbeit gefallen hat. Es ist für mich sehr speziell, diesen anderen Teil von mir mit Euch zu teilen. Dass ich genau diesen Beruf ausüben kann, erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit. Denn dadurch komme ich immer wieder mit Menschen und Dingen in Berührung, die ich sonst nie kennen lernen würde und werde dazu angehalten dem Leben und der Welt gegenüber offen zu sein.

Nun wünsche ich Euch einen schönen und gemütlichen Sonntag!
Herzlichst, Eure Signora Pinella

Sonntag, 15. November 2015

Warum wir jeden Tag beten und festlich tafeln sollten…

Es ist einmal wieder Zeit, etwas zum Thema Tafelfreuden zu machen (ich habe Euch hier bereits erklärt, um was es geht und hier findet Ihr einen weiteren Post dazu). Eigentlich war mir gestern so gar nicht nach Tafelfreuden. Es hatte sich aber Besuch angekündigt und so entschied ich mich, anstatt Trübsal zu blasen, den Tisch richtig festlich herzurichten.
Ich war müde von der Woche und von der Arbeit und mich machten die Meldungen aus Paris traurig und betrübt. Und obwohl ich hier einmal geschrieben habe, dass mein Blog eine Oase im Alltag sein soll, möchte ich kurz etwas dazu sagen. Ich tue mich manchmal schwer damit, dass auf den sozialen Netzwerken immer vor allem dann aufgeschrien wird, wenn in einem westlichen Land etwas passiert. Noch weniger verstehe ich aber, warum plötzlich alle genau dann zum Beten aufrufen. 

Hätte unsere Welt nicht jeden Tag Gebete nötig und zwar für alle grossen und auch die vielen kleinen Dinge, die jeden Einzelnen von uns beschäftigen und plagen? Ich bin damit aufgewachsen, dass man jeden Tag betet, um Vergebung für die eigenen Verfehlungen bittet, für die Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen Fürbitte tut und jeden Tag für alles Gute Danke sagt. Ich sehe nicht ein, warum erst etwas Schlimmes passieren muss, damit wir uns darauf zurück besinnen. In meinen Augen ist alles, was Ordentlich, Vollkommen, voller Liebe und Wunderschön ist göttlich. Aber auch geklärte Beziehungen, die uns inspirieren, gesunde Familien und Ehen und Menschen, die für das was sie tun brennen und etwas zum Positiven verändern wollen, sind es. Und dafür will ich jeden Tag einstehen. Das einfach als kurzer Input dazu und weil ich Euch ermutigen möchte, das nie zu vergessen. „Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland“, schrieb einer meiner liebsten Autoren Jeremias Gotthelf einmal. Und weil Friede und Liebe bei jedem Einzelnen beginnt, habe ich mir gestern besonders viel Mühe gegeben, es unseren Gästen gemütlich zu machen.

Einmal mehr habe ich die Leinentischtücher von meiner liebsten Oma und ihr Geschirr hervorgeholt. Dazu habe ich drei Gestecke aus Hortensien, Rosen und Disteln gemacht und mit Zieräpfeln ergänzt. Ich wollte das Ganze noch herbstlich halten und nicht schon zu sehr in Richtung Weihnachten gehen. Die Servietten waren dann aber doch schon aus der Weihnachtskollektion von H&M-Home. Ich fand den Schriftzug aber so schön und deshalb haben sie es trotzdem auf den Tisch geschafft. Da der Hauptgang nicht so spektakulär war, möchte ich dazu nicht zu viel sagen. Es gab mit Granatapfelkernen und Kapuzinerblüten (die letzten, die es auf unserem Balkon gab) garnierten Salat und Lasagne. 

Auch der Apéro war simpel und eher herbstlich gehalten. Ich habe meinen heissgeliebten Justistaler-Käse (darüber habe ich hier geschrieben) zusammen mit süssen Trauben, weissem Glühwein (das Rezept dazu gibt es hier) und hausgemachten Salzstangen serviert. Und weil die Salzstangen so lecker und einfach zum Zubereiten sind, hier noch das Rezept dazu.

Zubereitung: Die Hefe im Wasser auflösen und zusammen mit dem Salz und dem Mehl verrühren. Das Öl etwas später dazu geben, da die Hefe sich sonst an die Ölteile bindet und nicht gut aufgeht. Den Teig mindestens eine Stunde zugedeckt ruhen lassen und danach von Hand zu langen, dünnen Stangen ausdrehen. Die Stangen auf ein Blech geben, noch etwas mit Olivenöl bestreichen und mit Kräutersalz oder Käse oder gemahlenem Knoblauch bestreuen und für ungefähr 10 Minuten auf 180 Grad backen bis sie goldbraun sind.

Zutaten:  500g Weissmehl (noch besser ist Pizzamehl mit dem Stärkegrad 00), 1 El Salz, 1 Pack Trockenhefe, 3dl Wasser, 1TL Salz, 2 EL Olivenöl und etwas Kräutersalz.
Die Stangen waren übrigens innert kürzester Zeit gegessen. Es blieben etwa noch drei Stück übrig, die sich der liebe Signore dann klammheimlich noch vor dem Zubettgehen geschnappt hat;)

Ich hoffe, dass Ihr einen schönen Sonntag habt und jeden Tag ein bisschen Zeit der Stille für Euch selber und zum gemütlichen Beisammensein mit Euren Lieben findet!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mittwoch, 11. November 2015

Keine Paris, aber eine Maronitorte...

Bis mindestens zur letzten Novemberwoche werde ich mich dem Vorweihnachtsstress verweigern. Wie kommt es, dass die Geschäfte jetzt schon voller Weihnachtssachen sind, wenn ich doch noch den Herbst geniessen und zelebrieren will. Wenn ich denn mal Zeit dafür habe. Denn die ist bei mir im Moment absolute Mangelware. Daher kommen auch nicht so viele Posts, wie ich das gerne möchte… Trotzdem will ich heute ein Rezept für einen leckeren Maronikuchen mit Euch teilen. 
Denn mit den Esskastanien ist das ja so eine Sache: Man hasst oder man liebt sie. Ich liebe sie, weil sie für mich den Herbst symbolisieren und ich ihren Geschmack einfach unglaublich finde.

Zubereitung: Zuerst werden die Eigelb der Zucker und die Butter zusammen schaumig gerührt. Dann kommen 150g Maroni-Püree, das Mehl, die Haselnüsse, das Backpulver, der Obstbrand und die Milch dazu. Die Masse weiter rühren, bis sie glatt ist, dann das Eiweiss steif schlagen, vorsichtig darunter ziehen und die Masse in eine runde Kuchenform (ca.25cm Durchmesser) füllen und mindestens eine halbe Stunde bei 180 Grad backen. Denkt daran, dass der Kuchen innen noch etwas feucht bleiben wird. Wenn Ihr den Kuchen füllen wollt, wie ich das gemacht habe, müsst Ihr die Böden einzeln backen, da Ihr sie unmöglich schneiden könnt. Gut auskühlen lassen. Dann rührt Ihr den Rahm steif und vermischt ihn mit dem übrig gebliebenen Maroni-Püree. Mit der Masse könnt Ihr dann die Böden und den Kuchen bestreichen. Zum Schluss habe ich etwas Schokoladenstreusel darüber gegeben (über diese spezielle Schokolade habe ich hier bereits berichtet).

Zutaten: 150g Zucker, 3 Eier, 300g Maroni-Püree, 100g Butter, 100g gemahlene Haselnüsse, 150g Mehl, 1 Prise Salz, 2dl Milch, 1 TL Backpulver, 2 TL Obstbrand, 2dl Rahm
So, das muss für heute reichen. Hätte ich noch etwas mehr Zeit, würde ich Euch erzählen, wie ich letzthin beim Zelebrieren des Herbstes Paris Hilton getroffen habe… Aber eben, dazu gibt es ein anderes Mal mehr. Ihr dürft gespannt sein;)

Ich wünsche Euch einen wundervollen, goldenen Herbsttag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. die wundervolle Kerze habe ich übrigens bei der lieben www.baumhausfee.ch gefunden. Kerzen sind für mich im Herbst einfach ein Muss!

Mittwoch, 4. November 2015

Irgendwann findet einem das Glück…

Eigentlich bin ich etwas schwierig, wenn es ums Thema Massagen geht. Wellness mit Sprudeln, Sauna und so weiter fand ich immer super. Aber eben das mit den Treatments war bisher etwas schwierig. Nun wurde ich am Wochenende eines Besseren belehrt und das alles wegen oder besser gesagt dank der Schweizer Frauenzeitschrift Annabelle.
Vor einigen Monaten sah ich auf der Facebook-Seite von Annabelle einen Wettbewerb ausgeschrieben. Man sollte seine Sommertasche mit Inhalt fotografieren, das Bild auf Instagram hochladen und konnte damit zahlreiche, schöne Preise gewinnen. Für die hinteren Ränge gab es Pflegesets der Marke Rituals und ich dachte mir, dass ich vielleicht eine kleine Chance hätte, eines davon zu gewinnen. Also fotografierte ich an einem trüben Spätsommertag (als ich auch die Bilder für den Post hier machte, bei dem ich ja etwas verlost und hoffentlich jemanden glücklich gemacht habe;) meine Strandtasche, welche übrigens die liebe Gabriela vom Blog www.gwiegabriela.blogspot.com gemacht hat.

Ohne viel dabei zu denken, lud ich das Bild auf Instagram hoch und habe das Ganze etwas vergessen. Einige Wochen später erhielt ich via Instagram die Nachricht, dass die Gewinner nun bekannt seien. Ich hoffte schon auf ein Rituals-Paket. Doch dann hiess es, dass ich doch tatsächlich den ersten Preis - ein Wochenende im wundervollen Hotel Villino www.villino.de mit Wellness-Treatments am Bodensee – gewonnen hatte. Am vergangenen Wochenende haben der Signore und ich dann den Preis eingelöst und es war einfach traumhaft. Am liebsten hätte ich mich im romantischen Park des Hotels an einen Baum gekettet, als wir abreisen mussten, weil ich so gerne noch geblieben wäre.

Der Signore und ich wurden also eingewickelt, massiert und rundum verwöhnt. Ich hatte einen wundervollen und unterhaltsamen Nachmittag in den Händen der lieben Sabine Zisterer vom www.beauty-institut-zisterer.de Sie hat es geschafft, dass ich mich vollkommen entspannen konnte und zum ersten Mal bei einer Massage eingeschlafen bin. Sollte ich mich also in Zukunft massieren lassen wollen, werde ich wohl immer an den Bodensee fahren müssen;) Sabine Zisterer und ich unterhielten uns auch ausführlich über Hautpflege und ich muss sagen, dass es mir die Produkte von der Firma Thalgo www.thalgo.de, über die das Gewinnspiel organisiert wurde, sehr angetan haben. Sie haben gute Inhaltsstoffe und sogar die etwas schwierige Haut vom Signore reagierte sehr gut darauf. Ein weitere Grund also, so bald wie möglich wieder an den Bodensee zu fahren.
Auf den entspannten Nachmittag folgte ein herrliches Abendessen im mit 16-Gault Millau ausgezeichneten Restaurant des Hotels Villino und eine Übernachtung in einer liebevoll eingerichteten Hotelsuite. Das ganze Hotel wurde mit auserwählten Möbeln und Dekoartikeln gestaltet, was mir natürlich besonders zusagte. Am Sonntagmorgen genossen wir dann noch ein leckeres Frühstück und dann kam eben der Teil mit dem „Am Baum Anketten“, weil ich nicht heim wollte. Der Signore lockte mich dann mit dem Versprechen Kuchen essen zu gehen nach Lindau – davon erzähle ich Euch ein anderes Mal mehr.

Ich erzähle Euch die Geschichte so ausführlich, weil ich dadurch einmal mehr verstanden habe, dass man manchmal im Leben einfach sein Glück versuchen muss. Ich habe den Preis in einer Zeit gewonnen, als ich etwas einen Durchhänger hatte und es mir nicht so gut ging. Hätte ich aber einfach die Hände in den Schoss gelegt und gar nichts mehr gewagt oder getan, wären der Signore am Wochenende auch nicht an den Bodensee gefahren. „Irgendeinisch fingt ds Glück eim – irgendwann findet einem das Glück“, singt Kuno Lauener von Züri West im gleichnamigen Song. Das stimmt.

Und solltet Ihr einmal ein „Hämpfeli“ (eine Handvoll) Geld übrig haben, dann fährt ins Hotel Villino.
 
Ich wünsche Euch einen schönen und entspannten Tag und vergesst nicht Euch vom Glück finden zu lassen!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Ich bedanke mich vielmals bei allen, die uns dieses unvergessliche Wochenende ermöglich haben. Und hier könnt Ihr Euch mein Sommertaschenbild nochmal ansehen.

Sonntag, 1. November 2015

Essen von der Strasse…

„Nun sag, wie hast Du’s mit dem Essen“, scheint mir oft die Gretchenfrage zu sein. Während es in Goethes Faust noch um Religion ging, habe ich den Eindruck, dass das Essen in unserer Zeit immer mehr deren Platz eingenommen hat. Das Thema beschäftigt mich schon eine ganze Weile und weil ich auf diesem Blog oft und gerne über das Essen schreibe und das Geniessen gerne zelebriere, will ich heute ein paar Gedanken dazu mit Euch teilen. Dazu habe ich Bilder vom Streetfoodfestival in Zürich, welches der Signore und ich kürzlich besucht haben.
Kurz zur Erklärung, was denn ein Streetfoodfestival überhaupt ist. Eigentlich sind ja Jahrmärkte seit meiner frühsten Kindheit meine ganz persönlichen Streetfoodfestivals. Ich liebe es, wenn es nach gebranntem Zucker, gebratenen Würsten und frittierten Apfelküchlein riecht und ich versuche immer so viele Jahrmarktsspezialitäten wie möglich zu essen. Dazwischen bummle ich durch die Stände mit Krimskrams, den ich nicht brauche, hindurch und bin einfach nur glücklich und zufrieden. Der Krimskrams fällt an den Streetfoodfestivals weg. Dort ist voller Fokus aufs Essen in jeglicher Art und Form. Dieses wird an Ständen oder von Wagen aus verkauft. Das Schöne an den Festivals ist, dass sich die Verkäufer wirklich bemühen besondere Dinge anzubieten. Oft sind es ganz kleine Unternehmen, die kulinarische Trouvaillen verkaufen. Einfach göttlich. Wobei wir wieder bei der Religion wären…

Ich bin wirklich begeistert von der Idee dieser Festivals. Ich mag es, dass sich die Anbieter bei ihrem Essen viel überlegen und die Produkte mit Liebe und Respekt behandeln. Ich bin aber auch der Meinung, dass das Zusammensein und das „Sichumeinentischversammeln“ die Essenz des Essens sein sollte. Ich bin mit drei älteren Geschwistern aufgewachsen und bei uns war das gemeinsame Essen am Abend immer ein wichtiges Ritual. Als meine älteste Schwester auszog, war ich noch klein und sie hat mir jeden Abend am Tisch gefehlt. Bis heute gibt es für mich nichts Schöneres, als wenn alle zusammen – mittlerweile mit Partnern und meinen drei wundervollen, kleinen Nichten – an einem Tisch sitzen und essen. Was dabei gegessen wird, ist für mich zweitrangig. Obwohl ich gestehen muss, dass ich in dieser Beziehung verwöhnt bin. In unserer Familie sind ausnahmslos alle gute und leidenschaftliche Köche und es hat immer etwas Leckeres auf dem Tisch. Meine Eltern haben uns auch immer dazu angehalten, für das Essen dankbar zu sein und so wird bei uns vor jeder Mahlzeit für das Essen gedankt. Das ist ein sehr schönes Ritual, das ich auch einmal in meiner Familie weiter geben möchte.

So kam ich nach dem Streetfoodfestival zur Erkenntnis, dass ich es wundervoll finde, wie das Essen dort zelebriert wird und dass ich es schätze, so eine riesige Auswahl an leckeren Dingen zu haben. Aber trotzdem schmeckt auch das einfachste Gericht noch tausendmal besser, wenn es zusammen an einem grossen Tisch mit Familie und Freunden gegessen wird.
In dem Sinne wünsche ich Euch einen wundervollen Sonntag und hoffe, dass auch Ihr Euch an einen grossen Tisch voller liebe Menschen setzten dürft!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Daten und Informationen für Streetfoodfestivals in der Schweiz findet Ihr unter www.streetfood-festivals.ch und www.street-food-festival.ch