Donnerstag, 22. Oktober 2015

Lovefood aus fünf Ps...

Wäre der Signore ein Gericht, dann wäre er „Penne Cinque P“. Abgesehen davon, dass es seine Leibspeise ist, verbinden ihn und die Cinque-P-Pastasauce ein paar grundlegende Eigenschaften: Sie sind beide unglaublich unkompliziert, sehen gut aus und jeder mag sie. Ja, das ist meine Variante einer kulinarischen Liebeserklärung gewesen. Ich habe bereits hier darüber geschrieben, dass „Penne Cinque P“ unser erstes Essen war, das wir zusammen gekocht haben, und dass es somit quasi der kulinarische Ursprung unserer Beziehung – also so etwas in Richtung Soul- beziehungsweise Lovefood – ist. Und weil viele von Euch wissen wollten, wie denn „Penne Cinque P“ im Hause Pinella zubereitet werden, habe ich heute das Rezept für Euch. 
Die Bilder von der Pasta habe ich nochmal mit wundervollen Bildern von Florenz von der lieben Kathrin von www.kuisine.ch ergänzt (den ersten Teil gibt es hier zu sehen). Denn wenn wir schon bei Penne sind, gehört ja fast zwingend noch etwas typisch Italienisches dazu. Schliesslich sind unsere Herzen immer noch in Firenze am heisse Schokolade trinken (warum erfährt Ihr hier) oder am Gardasee am Baden (darüber habe ich hier berichtet) oder in Napoli am süsse Tomaten essen (dazu gibt es hier und hier mehr) oder mit Audrey Hepburn in Rom (mehr dazu hier) oder mit James Bond in Talamone (den Post dazu gibt’s hier) oder ganz einfach am Weintrinken im wundervollen Chianti (hier findet Ihr mehr Infos über ein unglaublich schönes Weingut).

Schon komisch, dass ich mich so schwer tat mit dem Umzug nach Italien und dass ich dieses Land nun so vermisse… Ihr kennt ja mein Problem mit der Nostalgia;) Das hängt wohl auch damit zusammen, dass mein neuer Wohnort für mich nicht unbedingt Heimat bedeutet. Ich bin gespannt, ob sich dieses Gefühl einmal noch einstellen wird. Komischerweise fühlte ich mich in Italien als Schweizerin mehr willkommen, als hier in der Schweiz, wo ich von einer Region in eine andere gezogen bin. Wir sind schon ein spezielles Völkchen…

Anderseits bin ich jeden Tag aufs Neue dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte in Italien zu leben. Denn ich hatte nie zuvor die Gelegenheit soweit über den Tellerrand zu blicken. Das Wichtigste das ich dabei gelernt habe ist, dass es nichts Schöneres und Wichtigeres gibt, als Menschen an einem Tisch zu versammeln. In Florenz hatten wir so viele Gäste aus aller Welt. Und auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten, haben sich alle über das Zusammensein und ein warmes Essen in Gemeinschaft gefreut. Mit offenem Herzen durch die Welt zu gehen, wurde mir dort unglaublich wichtig. Und es muss auch nicht immer ein opulentes Essen sein. Manchmal reicht schon ein Teller Penne. 

Daher hier das Rezept für Euch:
Zutaten für „Penne Cinque P“ für zwei Personen: 300 Gramm Penne, 300 Gramm Tomaten, 1 Bund Petersilie, geriebener Parmesan, 2 dl Rahm, Pfeffer (ich habe wilden Pfeffer verwendet - über das Thema Pfeffer hab ich hier geschrieben), Olivenöl und Salz.

Zubereitung: Die Penne al dente kochen. Derweilen die Tomaten schneiden, leicht im Olivenöl andünsten, mit Wasser ablöschen, weiter köcheln lassen und salzen. Wenn die Tomaten richtig schön verkocht sind, den Rahm, frisch gemahlenen Pfeffer, die klein geschnittene Petersilie und etwa drei Esslöffel geriebenen Parmesan dazu geben. Das Ganze nochmal aufkochen. Die Sauce nach Bedarf etwas salzen,  mit der Pasta vermischen, nochmal etwas Parmesan darüber streuen und servieren.

Es kann sein, dass Ihr je nach Tomatensorte das Rezept nochmal etwas anpassen müsst. Ich messe die Zutaten nie so genau ab und koche nach Gefühl. Auch das gehört für mich halt eben irgendwie dazu;)
Den Namen hat das Rezept übrigens von den fünf P’s, die in der Sauce verwendet werden: Pomodori, Peppe, Prezzemolo, Panna und Parmigiano…

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Kommentare:

  1. Guete Morge Singnora Pinella
    ja wir Schweizer sind kein einfaches Völkchen...höflich aber doch auch sehr Distanziert. Aber hat man unser Herz aber geöffnet sind wir doch sehr treu und herzlich. An einem Neuen Ort ist der Anfang nicht immer einfach.. Danke fürs in Erinnerung rufen dieses leckeren Rezepts. Dieses werde ich dieses Wochenende gerne Nachkochen.
    Herzliche Grüsse Eveline

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  2. Danke für das Rezept!
    Naja, wir sind speziell, wir Schweizer. Aber manchmal denke ich, nicht nur die andern sind kompliziert, ich selbst, und die Arz, wie ich mein Umfeld wahrnehme, mache es dem andern auch nicht einfach.....
    Herzlichst
    yase

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  3. MMMMH, meine liebe Signora Pinella, das ist wieder Genuss pur... und soooo nett geschrieben.
    Vielen Dank für die Inspiration und
    bis bald im Bloggerländli,
    Angelika
    Ich mag die Schweizer sehr und ihr Ländli. Wir hatten und haben viele Kontakt und meine Eltern haben meine Geschwister und mich zu Schweizliebhabern erzogen.

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  4. So herrlich, Pasta Cinque P ist auch eines meiner Leibgerichte, es schmeckt einfach so ausgewogen lecker! Bei uns im Elternhaus gab es das nie, aber ich habe es vor einigen Jahren an einem Mittagstisch kennengelernt, dort gab es dieses Gericht regelmässig. Dein Rezept muss ich bald ausprobieren, lieben Dank dafür! Herzlich, Lesley

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  5. Herzlichen Dank für das Rezept. Die Bilder sind wie immer wunderbar!
    Ich liebe so einfache und schnell zubereitete Gericht. Die Zutaten stehen jetzt schon auf meinem Einkaufszettel für morgen. :-)

    Wünsche Dir einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Nicole

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