Sonntag, 20. September 2015

So lieb wie das Salz...

Während ich nun diese zwei Posts hier und hier dem Pfeffer und den Gewürzen im Allgemeinen gewidmet habe, möchte ich heute noch etwas zum Thema Salz schreiben. Salz wird häufig absolut zu Unrecht verteufelt. Wie wertvoll Salz ist, zeigt das Märchen von der Königstochter, die ihrem Vater sagte, dass sie ihn so lieb wie das Salz habe. Dieser wurde daraufhin schrecklich wütend und wollte sie töten lassen. Die ganze Geschichte und wie er dann doch noch zur Einsicht kam, könnt Ihr hier nachlesen.
Als ich mit der lieben Nicole vom Blog www.zumfressngern.ch den Gewürzladen www.lacucina.ch besucht habe, wurde mir einmal mehr bewusst, wie viele wundervolle Salzsorten es gibt und wie gut sich diese in einem Gericht machen. Ein wundervolles Rezept für Kürbisravioli mit Orangensalz findet Ihr hier auf dem Blog von Nicole. Hier und hier findet Ihr die beiden anderen Gerichte, die wir zusammen an einem sehr lustigen und unterhaltsamen Kochmorgen gezaubert haben.

Für mich ist das persische Blausalz, das auch Königssalz genannt wird, die Krönung der Salze. Seine bläuliche Farbe erhält es durch das Mineral Sylvin (Kaliumchlorid). Wegen der bläulichen Färbung besticht es vor allem optisch. Geschmacklich ist es schlicht salzig. Aber sicher viel zu schade um einfach zum Salzen des Spaghetti-Wassers zu verwenden. Wenn man den schon Salz auf den Tisch stellt, dann sollte es unbedingt persisches Blausalz sein.
Ich bin eine grosse Anhängerin von Salzen, welche mit weiteren Gewürzen ergänzt wurden (ich habe hier bereits darüber geschrieben). Deshalb hat es mir das Orangensalz von La Cucina auch so angetan. Es besteht aus 70 Prozent Meersalz, das mit 15 Prozent Bio-Orangenschalen und etwas Koriander und Peperoncini ergänzt wurde. Frisch gemahlen schmeckt es nicht nur einmalig – so wie eben auf den Kürbisravioli – sondern macht auch optisch viel her.

Sehr besonders sind auch das schwarze und das rote alaea Meersalz. Während das rote Salz seine Farbe durch die rote Alaea Tonerde, welche reich an Eisenoxiden ist, erhält, wir das schwarze Salz mit Aktivkohle veredelt und wir deshalb schwarz.

Das rote alaea Salz ist eher mild im Geschmack und passt daher auch sehr gut zu Gerichten mit rohem Fleisch. Das schwarze Salz hat einen mild, nussigen Geschmack und eignet sich gut zum Würzen von Meersefrüchten, Muscheln, Salaten oder Grillfleisch.

Ich verwende die Salze besonders gerne zum Veredeln von Ziger oder Mozzarella. Auf dem weissen Käse kommen die Farben besonders schön zur Geltung. Aber eben auch zu Pasta passen sie gut.
Ich hoffe, dass ich Euch mit dieser Serie ein paar Inspirationen zum Thema Salzen und Würzen geben konnte. Ihr werdet sicher noch weitere Rezepte und Ideen von Nicole und mir zu lesen bekommen. Ich staune immer wieder, wie sehr es einem beflügelt, wenn man mit einem kreativen Kopf zusammen Rezepte entwickeln und kochen kann.

Ich wünsche Euch einen schönen Rest vom Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Kommentare:

  1. Es ist schon erstaunlich, wieviele Salze es gibt....
    Herzlichst
    yase

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  2. Da bin ich ja eine richtig langweilige Tante, wenn es ums Salz geht. Das höchste der Gefühle ist Himalaja-Salz, das liebe ich wegen der Farbe.
    Nun werde ich aber aufpassen, die Augen aufmachen und mal nach anderen Salzen schauen.
    Vielen Dank, liebe Signora,
    bis bald,
    Angelika

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  3. Ein wirklich sehr interessanter Post, war sehr angenehm zu lesen & ja das Märchen kenne ich nur zu gut!
    Sophie♥

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  4. Deine Bilder sehen wunderschoen aus! Eine tolle Idee , finde ich, einen Post ueber Salz zu verfassen.
    Ps. Ich liebe deine Art die Welt zu beschreiben. Du scheinst ein ganz besonderer Mensch zu sein. Liebe Gruesse von Karen

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  5. Auch wenn ich mich wiederhole:

    Wunderschöner Beitrag! Vielen Dank für deine tollen Fotos und deine Unterstützung!

    Liebe Grüsse
    Nicole von zumfressngern.ch

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