Sonntag, 28. Juni 2015

Römische Schuhtherapie…

Anfang letzter Woche fuhr ich mit der Intention nach Rom ganz seriös eine Recherche für einen Artikel zu machen. Was ich dabei nicht erwartet habe war, dass der Aufenthalt fast therapeutische Züge annehmen würde;) Ich durfte bei der wundervollen Signora Rossi (wer das ist, habe ich hier erklärt) wohnen und das hatte es in sich. Denn nach getaner Arbeit organisierte die liebe Signora Rossi ein herrliches Verwöhnprogramm für mich. Dazu gehörte auch, dass ich meine ersten handgemachten, perfekt auf meine Grösse angepassten Schuhe bekam.

Solltet Ihr einmal nach Rom kommen und etwas Geld übrig haben (ab 70 Euro seid Ihr dabei), dann lasst Euch in dem süssen kleinen Schuhgeschäft an der Via del Piè di Marmo 30 ein paar Sandalen nach Euren Wünschen fabrizieren.

Ich habe den Laden bereits vor über einem Jahr entdeckt. Da im Hause Pinella damals das nötige Kleingeld für solchen Schnick Schnack Mangelware war, habe ich der Versuchung immer widerstanden. Nun war der Sirenengesang der handgefertigten Sandalen aber stärker, ich habe Signora Rossi von meinen Sehnsüchten berichtet und sie meinte, dass dieser Wunsch sofort erfüllt werden müsse. Kaum ausgesprochen hatte sie mich auch schon in das Auto verfrachtet und dahin gefahren.

Die Prozedur lief dann so ab, dass ich zuerst Farbe und Art der Riemchen und dann auch noch die Sohle auswählen durfte. Im Anschluss wurden wir zum Kaffeetrinken geschickt und angewiesen in einer Stunde wieder zu kommen, um die Schuhe abzuholen.

Die Zeit vertrieben wir uns dann mit einem Besuch im Pantheon und einem herrlichen Stück Kuchen an der Piazza Navona.

Beim Abholen musste nur noch die Länge der Riemchen angepasst werden. Das geniale System an diesen Schuhen ist, dass sie perfekt den Gegebenheiten der Füsse entsprechen. Ich habe beispielsweise unglaublich lange Zehen, für die ich früher von meinen Mitschülern übrigens immer gehänselt wurde. Heute mag ich meine langen, dünnen Füsse. Aber eben, Schuhe dafür zu finden ist nicht ganz einfach und bei Sandalen ist oft das Problem, dass die Zehen eben zu lang für die Schuhe sind. Daher ist die Lösung mit den massgeschneiderten Sandalen für mich perfekt und ich habe mich riesig gefreut, als ich den Laden in meinen neuen Schuhen verlassen durfte. Wären Lederschuhe auf den glitschigen Steinen in Rom nicht eine gewisse Herausforderung, wäre ich geradezu geschwebt…;) Ich rutschte dann aber eher. Meiner Freude tat das aber keinen Abbruch.
Zuvor hatte mich die liebe Signora Rossi übrigens bereits zu einer Shopping-Tour in ein wirklich unglaublich schönes Outlet-Center und zur Mani- und Pedicure mitgenommen. Während dem vielen Reisen, Umziehen und Arbeiten in den letzten Monaten hatten meine Füsse und Hände wirklich gelitten und es tat einfach gut, sich einmal wieder rundum verwöhnen zu lassen.

Das Schönste an der Zeit in Rom waren aber die Gespräche mit der lieben Signora Rossi und dass ich einmal wieder direkt mit ihr sprechen konnte. Sonst hören wir uns immer „nur“ über Mail oder WhatsApp oder Telefon. Ich denke sowieso, dass wir Menschen nicht zu viel alleine sein sollten. Wenn ich einmal mit der Eigenbrödlerei angefangen habe, tue ich mich immer schwer, wieder daraus heraus zu finden. Da sind solche Tage ein wahres Wundermittel dagegen.
Daher habe ich heute keine guten Wünsche, sondern eine kleine Anweisung oder einen Tipp für Euch: Sucht Euch eine gute Freundin oder einen guten Freund, trefft Euch mit ihm oder ihr und macht Euch eine gute Zeit. Ich mache das auch und unternehme heute etwas mit meinem allerbesten, liebsten Freund, der nun eine ganze Woche auf mich verzichten musste und den ich schrecklich vermisst habe (Ihr könnt Euch ja wohl denken, dass das kein anderer als der Signore sein kann;).

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Als ich dem Signore meine neuen Schuhe zeigte, meinte der übrigens, dass das doch ganz normale Sandalen seien... Und noch wenn es so wäre: Wo kauft man besser Sandalen ein, als in der Stadt, in der hunderte von Sandalenfilmen gedreht wurden oder spielen? Ich bin überzeugt, dass ich mit meinem neuen Schuhwerk sofort eine Rolle in einer Neuverfilmung von Ben Hur, Gladiator oder Nero hätte ergattern können;)

Mittwoch, 24. Juni 2015

Kandierte Blüten und eine zerdrückte Pinella...

Eigentlich mag ich Süsses nicht so sehr und wenn Torten mit zu viel Zuckerguss überladen sind, mag ich das noch viel weniger. Also optisch finde ich es wundervoll, aber essen mag ich es nicht. Deshalb finde ich kandierte Blüten und Blätter eine schöne Alternative. Und seit es auf dem Balkon der Casa Pinella blüht oder besser gesagt geradezu wuchert (dazu dann ein anderes Mal mehr), dachte ich mir, dass es nun an der Zeit sei selber eine etwas weniger opulente Deko für Süssspeisen herzustellen.
Denn wer Blüten kandieren will, braucht dazu Pflanzen, die essbar und nicht mit Pestiziden behandelt worden sind und vorzugsweise im eigenen Garten oder Balkon wachsen. Ich habe dafür kleine Gänseblümchen, Rosen- und Minzeblätter verwendet.

Diese werden mit einer Mischung aus Wasser und Gummiarabikum bepinselt (je ein Esslöffel Gummiarabikum auf zwei Esslöffel Wasser in ein Glas mit Deckel geben, das Ganze gut schütteln, bis daraus eine milchige Flüssigkeit entstanden ist) und anschliessend in fein gemahlenem Kristallzucker wenden.

Gummiarabikum wird aus dem Saft von Akazien gewonnen und macht die Blüten zusammen mit dem Zucker haltbar. Wenn die Blüten ordentlich eingepinselt und mit Zucker bedeckt wurden, muss man sie mindestens zwei Tage an einem trockenen und dunklen Ort trocknen lassen. Wenn sie vollständig trocken sind, können sie in einem verschliessbaren Gefäss, vorzugsweise wieder an einem dunklen Ort (damit sie nicht ausbleichen) mindestens ein halbes Jahr gelagert werden. 

Kandierte Blüten eignen sich nicht nur für das Dekorieren von Torten, sondern auch als Hingucker auf einem sommerlichen Eisbecher.
Leider reicht meine Zeit heute nicht für einen längeren Post. Ich geniesse gerade ein paar schöne Tage (mit ein bisschen Arbeit) bei der lieben Signora Rossi (wer das ist, habe ich hier erklärt) in der ewigen Stadt… 

Heute Morgen hatte ich übrigens die Gelegenheit an der Generalaudienz auf dem Petersplatz teilzunehmen. Ich hätte mir nie zu träumen gewagt, wie da die Post abgeht und die Leute ausflippen. Folge davon war, dass ich beim Versuch zu fotografieren fast zerdrückt wurde. Und da soll noch jemand sagen, dass ich mich für meine Arbeit nicht ins Zeug lege;)

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag und schicke Euch liebe Grüsse aus Italien!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Mittwoch, 17. Juni 2015

Zurück nach Italien&Roma e Bruschetta&Gewinnerinnen...

Vorletzte Woche war ich zum ersten Mal seit unserem Rückkehr von Italien in die Schweiz wieder in Rom und Florenz (als Erklärung für alle neuen Leserinnen und Leser: mein Mann der sogenannte Signore oder Marito Pinella und ich haben ein Jahr lang in Florenz gelebt). Danach ging es noch nach Amerika und daher fehlte schlicht die Zeit, zu einem früheren Zeitpunkt nach Italien zu reisen. Ich war gespannt, wie ich nach ein paar Monaten Abstand auf Land und Leute reagieren würde. Und wisst Ihr was? Es war wie Nachhausekommen. Ich hätte das zuvor nie für möglich gehalten. Auch wenn ich während unserem Florenz-Jahr wirklich viel Heimweh nach der Schweiz hatte, gelang es diesem schönen, chaotischen Land und seinen Menschen einen Platz in meinem Herzen zu erobern. 
Es sind viele kleine Dinge, die mein Herz bei der Rückkehr höher schlagen liessen. Die Offenheit der Menschen. Bereits im Zug von Milano nach Rom hatte ich eine wunderbare Unterhaltung mit zwei jungen Neapolitanerinnen. 

Das Gespräch ergab sich dadurch, dass die Eine in Tränen aufgelöst war, weil sie sich von ihrem Freund verabschieden musste, den sie über das Wochenende in Mailand besuchte. Jedenfalls unterhielten wir uns dann drei Stunden lang über das Leben in Italien, die politischen Zustände und die Liebe. Ich war selber erstaunt, wie flüssig die Unterhaltung verlief und ich freute mich darüber, dass offenbar noch etwas von meinem Italienischwissen hängen geblieben war.

In Rom angekommen fiel mit zum ersten Mal richtig auf, wie schön diese Stadt eigentlich ist. Ich habe das nie so wahrgenommen, weil ich sie zuvor oft nur durch meine „ich-habe-Heimweh-und-hier-ist-alles-doof-Brille“ gesehen habe. Während am Nachmittag die Hitze noch drückend war, kam am Abend ein lauer Wind auf. Die Stadt erstrahlte im Sonnenuntergang in goldenen Farben und es war einfach schön. Und erst das Essen. Ich habe es ja so vermisst. Brot mit Olivenöl, süsse Tomaten mit frischem Basilikum, Bruschetta, Pasta, guter Wein und den feinen Kaffee… Ja, ich schwelgte im Glück und realisierte erst dabei richtig, wie sehr mir diese Dinge gefehlt haben.
Und weil ich Bruschetta-Technisch so richtig inspiriert wurde, will ich die wichtigsten Erkenntnisse dazu heute mich Euch teilen.

- Die erste Variante, die ich vorher noch nie gegessen habe, waren Bruschette mit kleinen Tomaten, die mit grünem Pesto mariniert wurden. Das Pesto verleiht den Tomaten einen leckeren Geschmack und das Ganze ist superschnell zubereitet. Einfach kurz die Brotscheiben in Olivenöl anbraten oder im Backofen toasten, die Tomaten schneiden, mit dem Pesto vermischen, das Brot damit belegen und schon ist eine leckere Mahlzeit bereit.

- Was ich so auch noch nie gegessen habe und mir sehr gut schmeckte, war Bruschetta mit Rohschinken, Mozzarella, Basilikum und Tomaten. Die Zutaten werden fein geschnitten, übereinander auf das Brot geschichtet, kurz im Ofen etwas erwärmt, allenfalls noch etwas gesalzen und gepfeffert und mit Olivenöl übergossen. Diese Variante schmeckt ebenfalls himmlisch und ersetzt schon beinahe eine Mahlzeit. 

- Für Fälle, in denen es besonders schnell gehen soll, habe ich immer Olivenpaste und eingelegte Artischocken im Haus. Damit lässt sich jederzeit in Sekundenschnelle einen leckeren Aperitivo zaubern. Auch diese Variante erwärme ich gerne etwas im Backofen, da die Bruschette so noch besser schmecken.
Und bevor ich es vergesse, hier noch die Gewinnerinnen der Mydays-Verlosung (siehe hier): Gewonnen haben Hanni und Andrea. Herzliche Gratulation Euch beiden! Bitte schickt mir Eure E-Mail-Adresse an signorapinella@gmail.com Dann lasse ich Euch die Gutscheincodes zukommen.

Ich hoffe, dass Ihr diesen kulinarischen Abendspaziergang durch Rom geniessen konntet und wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella


P.S. Wie es für mich war zurück in mein liebes Florenz zu kommen, erzähle ich Euch ein anderes Mal…

Sonntag, 14. Juni 2015

Schmuck gewordene Poesie…

Offenbar habe ich mit meinem letzten Post vielen Leserinnen aus dem Herzen gesprochen. Das hat mich sehr gefreut und ich danke Euch allen für die positiven Rückmeldungen und Eure lieben Kommentare. Weil Ihr scheinbar alle gespannt seid, wen ich denn Euch in meiner „Traumfänger“-Serie (mehr Informationen dazu gibt es hier) präsentieren werde, will ich heute eine ganz besondere Person und ihre Kreationen vorstellen. Ich will dazu kurz noch sagen, dass ich nicht nur über Blogs oder Geschäfte schreiben, sondern auch Menschen und ihre Projekte vorstellen möchte. Nun aber zu Tanja Gebhard und ihrem wundervollen Atelier Coquet.
Wenn ich je das Gefühl hatte, dass sich Poesie materialisiert hat und zu Schmuck geworden ist, dann war das in dem Moment, als ich zum ersten Mal auf Instagram die Kreationen von Tanja Gebhard gesehen habe. Unter dem Namen Atelier Coquet kreiert und vertreibt sie seit sechs Jahren ihren eigenen Schmuck.

Der Name Atelier Coquet wiederspiegelt die Arbeiten von Tanja Gebhard auf einmalige Art und Weise. Ihr Schmuck ist nicht nur Zierde, sondern jedes einzelne Stück scheint seine eigene Geschichte von Träumen aus dem Morgenland, den Sternen oder alltäglichen, kleinen Trouvaillen, vom Kokettieren und spielen zu erzählen.

Sie interessiere sich sehr für Geschichte, erzählte mir Tanja Gebhard, als ich kürzlich an einem Markt die Ehre hatte sie persönlich kennen zu lernen. Historische Darstellungen und Designs seien bereits in ihrer ersten Ausbildung zur Floristin ein wichtiges Thema gewesen. Schliesslich könne man nicht immer alles neu erfinden und auch die Mode wiederhole sich immer wieder. „Trends hinterherzulaufen ist auch nicht mein Ding. Aber irgendwie scheine ich es intuitiv richtig zu machen und dann doch mit meinen Entwürfen den Geschmack der Kundinnen zu treffen“, betont die Designerin. 

Ihren Schmuck vertreibt sie einerseits über das Internet, anderseits ist sie auch immer wieder an Märkten anzutreffen und auch in auserwählten Läden (die Liste davon gibt es hier) werden die Kreationen von Atelier Coquet verkauft. Tanja Gebhard schätzt den Kontakt zu den Kunden und geniesst es, wenn sie sieht, dass ihr Schmuck Freude bereitet. Mit ihrer charmanten Art verzaubert sie die Kundinnen und Kunden und bereits ihre Kleidung und ihr Auftreten zeugen von grossem Stilgefühl und von ganz viel Lebensfreude. 
Viele Materialien und Stücke des Schmuckes von Tanja Gebhard stammen aus Indien oder werden dort produziert. „Vergolden lasse ich den Schmuck aber ausschliesslich in der der Schweiz. Das ist mir ein wichtiges Anliegen, denn beim Vergolden werden heikle Chemikalien verwendet und dabei ist es wichtig, dass die Leute, welche damit arbeiten, gut geschützt sind und dass damit korrekt umgegangen wird.“

Ihr Atelier Coquet – der Name kommt vom französischen Wort kokettieren – gründete die Designerin, als sie nach der Geburt ihrer Zwillinge wieder ins Berufsleben einsteigen wollte. „Schon als kleines Mädchen habe ich Schmuck aus Pailletten hergestellt und auf dem Markt verkauft. Die Liebe zum Schmuck war also schon früh da.“ Und ist glücklicherweise geblieben und macht nun mich und hoffentlich auch Euch sehr glücklich…

Alle weiteren Informationen zu Tanja Gebhards Atelier Coquet und den Link zum Onlineshop findet Ihr unter www.ateliercoquet.ch Glaubt mir, ein Besuch lohnt sich!
Ich wünsche Euch einen verspielten, schmucken Tag voller Poesie!

Herzlichst, Eure Signora Pinella


P.S. und an alle männlichen Leser: Tanja Gebhard verpackt ihre Schmuckstücke wundervoll und verschickt sie innerhalb weniger Tage – einfach für den Fall, dass ihr mal wieder einen Geburts- oder Jahrestag vergessen haben solltet;) Und von wegen männlich: Die Bilder zu diesem Post hat zum grössten Teil der Signore gemacht (erinnert Ihr Euch noch, wie ich Euch hier über unsere Debatten beim Fotografieren berichtet habe;). Danke lieber Signore!

Mittwoch, 10. Juni 2015

Keine Macht der Ignoranz oder warum ich jetzt über Traumfänger schreibe...

Ich habe vom ersten Post an versucht, auf meinem Blog positive Dinge zu schreiben und Euch liebe Leserinnen und Leser auf die schönen Seiten des Lebens aufmerksam zu machen. Nun möchte ich das gerne noch etwas ausweiten – dazu verrate ich Euch gleich noch mehr. Ich habe einzig und alleine mit dem Bloggen angefangen, weil ich mich während unserem Jahr in Florenz sehr einsam fühlte, einen Weg suchte wieder das Schöne zu sehen und realisierte, dass es Menschen gibt, die es schätzen, wenn ich meine Erfahrungen mit ihnen teile.
Inspiriert wurde ich besonders von Emily Schuman – einer Lifestyle-Bloggerin aus Amerika (hier geht es zu ihrem Blog "Cupcakes ans Cashmere"). Ich habe Euch hier bereits einmal von ihrem ersten Buch erzählt. Obwohl es viele Bloggerinnen wie sie gibt, zeichnet sie sich für mich dadurch aus, dass mir jeder Post von ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Das heisst nicht, dass es bei ihr nur um Regenbogen und Einhörner und Elfen und Schmetterlinge geht – nein, sie ist sehr ehrlich und lässt einem gerne auch mal tief hinter die, auf den ersten Blick doch sehr perfekt erscheinende, Fassade blicken. Emily Schuman arbeitete ursprünglich bei der Verlagsgruppe Condé Nast, fühlte sich dort zunehmend unglücklich und begann zum Ausgleich mit dem Bloggen. Mittlerweile ist daraus ein richtiges Unternehmen mit Angestellten geworden. Dass sie diesen Schritt aus der Sicherheit einer Anstellung in die Selbstständigkeit wagte und sich das alles selber aufgebaut hat, ist ein weiterer Grund, warum ich sie so bewundere.

So war es auch ein unglaublicher Glücksmoment, als ich vor ein paar Tagen das Paket mit ihrem neuen Buch erhielt. Es ist wiederum wundervoll geworden und ich freue mich jeden Tag, wenn ich wieder ein paar Seiten daraus lesen und die schönen Bilder betrachten darf (das Buch habe ich hier bestellt).

Ich habe realisiert, wie gut es mir tut, wenn ich mich mit Menschen umgebe, die kreativ sind und ihre Träume verwirklichen und die mich inspirieren – auch wenn das „nur“ in Buchform oder über Blogs ist. Ich habe bereits hier, hier und hier über Frauen berichtet, die das getan haben. Das wohl Interessanteste an diesen Frauen ist, dass sie zwar völlig unterschiedlich sind, aber jede mich mit ihrer Freude an dem, was sie sich aufgebaut hat, total angesteckt hat. Es sind positive Frauen, die einem ermutigen, es ihnen gleich zu tun. Und weil mir das so gefällt, habe ich entschieden, dass ich Euch in Zukunft noch bewusster in loser Folge unter dem Label „Traumfänger“  Menschen und ihre Ideen und Projekte vorstellen möchte. 

Was gibt es Schöneres als Menschen, die ihre Visionen umgesetzt haben und denen es gelungen ist ihre Träume einzufangen und daraus etwas Konkretes zu machen. Mir tut das unheimlich gut und ich denke, dass sie es verdient haben, dass man über ihre Arbeit und ihr Wirken berichtet.

Denn, und das muss jetzt auch mal gesagt werden, mich nervt es oft ungemein, dass viele Menschen so selten ein Lob und ein bisschen Anerkennung über die Lippen bringen. Oft habe ich das Gefühl, dass einige sich lieber die Zunge abbeissen, als etwas Positives sagen würden. 

Was mich erst recht wütend macht ist die „wenn ich nichts sage ist alles o.k. und sonst merkst du es dann schon-Haltung“. Denn wenn es um negative Rückmeldungen geht, nimmt ja auch niemand ein Blatt vor den Mund. Etliche Menschen im meinem Umfeld haben mir in letzter Zeit erzählt, dass besonders ihre Freunde und Familien es nicht für nötig halten würden, ihnen eine Rückmeldung zu ihrem Schaffen zu geben und sie zu ermutigen. So ganz nach dem Motto „Der Prophet ist im eigenen Land nichts wert“. Das macht mich dann erst recht traurig, weil ich nicht verstehen kann, wie ein Mensch so ignorant und zickig sein kann, dass er die Leistung seines Nächsten nicht anerkennt. Und gerade deshalb habe ich mir vorgenommen Gleichgültigkeit noch viel bewusster zu ignorieren, denn genau das hat sie verdient, und mich noch mehr auf das Gute zu fokussieren. Passend dazu habe ich letzthin dieses Zitat gelesen:

“Promote what you love instead of bashing what you hate.”

Ich habe mir das ganz gross aufgeschrieben. Es ist garantiert sinnvoller Zeit und Kraft in die Dinge zu investieren, die man liebt, als das schlecht zu machen, was man ohnehin nicht mag.

Für mich gibt es nichts Schöneres, als wenn ich als Journalistin über Menschen berichten darf, für die ihr Beruf zur Berufung wurde und die Dinge mit Liebe und Hingabe tun. So durfte ich beispielsweise auch einmal einer Artikel über Kathrin von www.kuisine.ch oder über Gabriela von www.gwiegabriela.blogspot.ch schreiben. Wenn ich mit einem solchen Menschen gesprochen habe, bin ich dann selber jeweils ganz glücklich und beschwingt und habe tausend neue Ideen.

Dazu muss ich auch noch kurz eine Geschichte loswerden. Ich habe als junge Studentin als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung angefangen. Dort gab es eine Redaktorin, die mir früh sehr grosse Aufträge gegeben hat, obwohl ich noch völlig unerfahren war. Sie hat mir aber auch geholfen und mir konstruktive Rückmeldungen gegeben. Als ich sie letzthin gefragt habe, warum sie das getan hat, meinte sie, dass das doch ganz normal sei. Für mich war es aber etwas Aussergewöhnliches, denn es hat mich ermutigt etwas zu tun und einen Weg zu gehen, den ich sonst nie im Leben eingeschlagen hätte (ich dachte immer, dass ich zur Lehrerin berufen sei – die armen Schüler;)!

Deshalb will auch ich in Zukunft noch viel mehr über Menschen berichten und ihnen hier auf diesem Blog eine Plattform geben, von denen ich denke, dass sie verdient haben, dass man ihr Schaffen in den Fokus rückt und ihnen ein Lob dafür ausspricht. 

Ende Woche werde ich Euch ein weiteres solches Projekt vorstellen (ich werde auch die drei oben genannten Beispiele in die Kategorie "Traumfänger" aufnehmen). Ich bin gespannt, was Ihr darüber denkt! Und solltet Ihr Projekte oder Menschen kennen, die oder deren Arbeit man unbedingt vorstellen sollte, dann schreibt mir bitte eine Nachricht an signorapinella@gmail.com
Ich wünsche Euch einen schönen Tag und wenn sonst niemand daran denkt, dann lobt Euch selber und denkt an alle die guten Dinge und Fähigkeiten, mit denen Ihr gesegnet wurdet (auch wenn Ihr vielleicht glaubt, dass es nur Kleinigkeiten sind – sie sind es trotzdem wert, gelobt und wertgeschätzt zu werden)!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Bis am nächsten Sonntagabend läuft übrigens noch die Verlosung, über die ich hier in meinem letzten Post berichtet habe. Es würde mich freuen, wenn noch ein paar Leute mitmachen würden!

Sonntag, 7. Juni 2015

Einmal mehr Badefreuden und eine Verlosung...

Nachdem ich die Woche im sehr, sehr warmen Italien verbracht habe, habe ich das Wochenende grösstenteils in der Badewanne zugebracht. Ja, Ihr wisst ja und ich habe es schon hier geschrieben, dass ich das Baden und Wellnessen liebe…;) Italien war aber auch wundervoll. Unter anderem habe ich aus beruflichen Gründen einen Besuch bei der Schweizer Garde in Rom gemacht und war einmal mehr von den Menschen beeindruckt, die eine Zeit ihres Lebens und ihr Leben (die Männer müssen ja schwören, dass sie für den Papst ihr Leben lassen würden) in die Dienste des Papstes stellen. Mein Ding wäre das nicht und als Frau hätte ich da wohl auch keine Chancen. Aber ich bewundere Menschen, die aus ihrer eigenen Komfortzone herauskommen und aus Überzeugung oder vielleicht manchmal auch aus Liebe Dinge tun, die nicht jeder tun würde und die für Aussenstehende vielleicht sogar unverständlich sind. Nun aber zurück zum Baden und zu unserem neuen Badezimmer. Denn darum soll es heute gehen…
Königin Kleopatra soll in Eselsmilch gebadet haben. Auch Kaiserin Sissi genehmigte sich gerne ein Milchbad, während das Volk hungerte. Dafür ist auch die Schönheit der beiden Damen bis heute legendär. Ich bade ja auch sehr gerne, aber mich in Milch zu räkeln würde mir nie in den Sinn kommen. Ein bisschen Wellness darf aber immer mal wieder sein. Und obwohl ich bereits mit dem Badezimmer in unserer alten Wohnung sehr zufrieden war, macht mir das Baden seit unserem Umzug noch viel mehr Freude, da die Badewanne wirklich sehr gross und das Badezimmer neu ist.

In Florenz haben wir übrigens auch eine Wohnung mit Badewanne gesucht und gefunden. Das war im Herbst. Und als wir dann im Januar einzogen, eröffnete uns der Vermieter freudestrahlend, dass er das Badezimmer neu machen, die Badewanne entfernen und durch eine geräumige Dusche ersetzen liess. Das undankbare Pinella-Geschöpf zeigte daraufhin nicht so viel Freude, wie der Vermieter sich das wohl vorgestellt hatte;)

Was ich in unserem Jahr in Florenz an Baden verpasst habe (ich hab das dann immer kompensiert, wenn wir in unsere kleine Wohnung in der Schweiz gekommen sind), habe ich nun in den zwei Monaten, seit wir umgezogen sind, nachgeholt. Mir ist bewusst, dass es der Haut nicht gut tut, wenn man zu viel badet. Daher muss es umso schöner sein, wenn ich einmal Zeit für ein ausführliches Baderitual habe. 
Kerzen gehören natürlich immer zum Wellnessen dazu und eine Youtube Playlist mit klassischer- oder entspannender Musik.

Auch Gesichtsmasken mag ich gerne. Die trage ich zwar in letzter Zeit, seit ich im Besitz einer Clarisonic Gesichtsreinigungsbürste bin, etwas weniger häufig auf. Ich dachte mit ja immer, dass der Hype um diese Bürsten ungerechtfertigt sei. Vor einem Jahr wurde ich dann trotzdem schwach, habe mir eine gekauft und bin absolut begeistert davon. Zähne bürstet man für die Tiefenreinigung schliesslich auch und geht nicht nur mit dem Tuch darüber. Das hat sich auch bei meiner Haut ausbezahlt. Von wegen Haut. Ganz neu bin ich in Besitz des Gesichtsöls für die Nacht von Khiels. Es ist neu auf dem Markt und seinen Preis absolut wert. Ich bin ja auch sehr glücklich, dass in Zürich der erste Rituals-Shop der Schweiz eröffnet wurde. Dort habe ich mich mit etlichen Produkten eingedeckt. Unter anderem mit einer sehr guten, sanften Abschminklotion für die Augen.

Zum Baden verwende ich immer gerne Basensalz aus dem Reformhaus. Das soll entschlackend wirken. Es kam aber auch schon vor, dass ich zu lange darin verweilt habe, mein Kreislauf das gar nicht gut fand und ich dann kaum mehr aus der Wanne raus kam. Also unbedingt Angaben auf der Packung beachten und einhalten!!!

Und wenn ich dann sauber aus der Wanne steige, sprühe ich mich gerne mit einem Duftwässerchen ein. Auf den Sommer wurde das Parfüm Pleasures von Estée Lauder als etwas blumigere Variante neu aufgelegt. Ich mag diesen Duft sehr und da ich unglaublicherweise alle Parfums (bis auf das Parfum von Aerin Lauder über das ich hier berichtet habe) aufgebraucht habe, fand ich, dass es Zeit sei etwas Neues auszuprobieren.
Ich hoffe, dass ich Euch etwas zum Ausspannen und die Seele baumeln lassen inspirieren konnte. Auch wenn ich das Baden in den eigenen vier Wänden schätze, gibt es für mich nichts Schöneres, als mich in einem Wellnesstempel so richtig verwöhnen zu lassen. Daher möchte ich das auch mit Euch teilen und verlose heute zwei Gutscheine im Wert von je 50 Euro von Mydays, mit dem Ihr Euch genauso ein Wellness-Erlebnis gönnen könnt. Auf www.mydays.ch oder www.mydays.de gibt es auch unzählige weitere Angebote – für alle die, welche mit Wellness nicht so viel anfangen können.

Mitmachen kann jede volljährige Person mit oder ohne Blog. Verratet mir einfach in den Kommentaren hier auf dem Blog (bitte einen Namen dazu angeben) oder auf Facebook oder auf Instagram, welches Angebot von Mydays Euch besonders gefallen würde. Wenn Ihr den Link auf Facebook teilt (hier geht es zu meiner FB-Seite) oder dort oder auf Instagram kommentiert, habt Ihr doppelte bzw. dreifache Gewinnchancen. Die Verlosung läuft von heute an eine Woche bis am 14.6. um Mitternacht. Ich gebe die Gewinner/innen auf meinem Blog bekannt (Ihr müsst mir dann einfach eine Mail mit Eurer Adresse an signorapinella@gmail.com schicken, also vergesst nicht zu überprüfen, ob Ihr zu den Gewinnenden gehört). Ich lasse Euch dann die Gutscheine zukommen.

Ich wünsche Euch einen entspannten Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Montag, 1. Juni 2015

Papa Pinella, der Brunch und das Steak…

Papa Pinella mag es den Ursprung von Wörtern zu erklären. Und so kommt es, dass er regelmässig bei meiner liebsten Art von Mahlzeit dem Brunch über die Herkunft dieses Wortes sinniert. Mein Bruder, meine zwei Schwestern und ich könnten daher im Schlaf aufsagen, dass der Brunch eine Zusammensetzung der englischen Wörter Breakfast und Lunch ist und dass wiederum Breakfast vom sogenannten „Fasten brechen“ komme… Dann schweifen meine Gedanken meistens ab. Denn meine persönliche Definition von Brunch lautet: „Unglaublich leckere Mahlzeit mit einer grossen Auswahl an guten Sachen, die in gemütlicher Runde eingenommen wird.“
So habe ich mich auch in diesem Jahr einmal mehr dafür entschieden meinen Geburtstag mit einem Brunch und vor allem zusammen mit meiner Familie zu feiern (im Jahr zuvor war ich ja in Florenz und da konnten sie nicht dabei sein - Torte gab es trotzdem, wie ihr hier sehen könnt). Und weil ich mich dermassen über das goldene Besteck gefreut habe, das mir der Signore geschenkt hat, habe ich beschlossen diesen Tisch in die Serie der Tafelfreuden (hier geht’s zum ersten Teil) aufzunehmen.

Kurz zuvor hatte mit die 90-jährige Patentante meiner Mama ein wundervolles, weisses Tischtuch geschenkt. Dazu kamen rosa und goldene Glitterkonfetti, welche uns meine Schwester Madama Gaianna zur neuen Wohnung geschenkt hatte (den Post dazu gibt es hier). Diese zwei Dinge bildeten den Ausgangspunkt für die Tischdeko.


Weitere Inspirationen erhielt ich aus dem Buch „Frühstücksglück“, das ich mir zuvor  gekauft habe. Der Untertitel des Buches lautet „45 leckere Gründe morgens aufzustehen“ – das passt wunderbar zu mir. Der Signore meinte nur, dass es kein Wunder sei, dass ich am Morgen kurz vor acht Uhr zur Welt gekommen sei, ich hätte einfach unbedingt frühstücken wollen… Meine Mama meinte dann, dass ich mich erstmal aufs Schlafen und sie sich aufs Frühstück fokussiert habe;)

Nun zurück zum Brunch. Wie bereits gesagt, mag ich besonders die Fülle an guten Sachen. So habe ich ein Buffet mit Müesli, Käse, mit Lachs gefüllten Gipfeli, Brot, Zopf und Früchten hergerichtet. Als Krönung gab es eine Frischkäsekugel, die ich mit Granatapfelkernen überzogen habe – das sieht man im Moment auf vielen Blogs und ich finde, dass das Ganze nicht nur unglaublich fotogen, sondern auch sehr lecker ist. 

Dazu kamen dann noch Pancakes, American Potatoes, gebratener Speck und Eier. Zum Trinken gab es Erdbeerbowle (was sich im Nachhinein auf nüchternen Magen als etwas grenzwärtige Idee erwies), hausgemachtes Mango-Lassi, Kaffee (natürlich aus der italienischen Maschine) und Bloody-Maries oder einfach Tomatensaft pur (ich wollte einfach unbedingt eine Bloody-Mary-Bar einrichten, weil ich die Zutaten so hübsch finde;). 

Und meine Mama brachte nicht nur einen wundervollen Korb voller Blumen, sondern auch noch eine leckere Schwarzwäldertorte mit. So macht das Älterwerden Freude.
Ich hoffe, dass ich Euch ein paar Inspirationen für einen Brunch und die passende Deko dazu geben konnte und wünsche Euch damit eine Gute Nacht!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Papa Pinella sieht sich übrigens nicht nur als Erklärer, sondern auch als Hüter der Sprache. So spricht er schon seit Jahren davon, dass er dem Verband der Metzgermeister einen Brief schreiben wolle, weil das Wort Steak in der Schweiz immer falsch ausgesprochen werde. Im Dialekt sagen die Leute oft „Schtiiik“ und wenn Papa Pinella das hört, kriegt er die Krise;) Aber eigentlich ist es ja schön, wenn man eine grosse Familie hat, deren Mitglieder einem Wörter erklären, Kuchen backen, Blumen pflücken und noch wichtiger mit einem Jahr für Jahr Geburtstag und alle anderen Dinge des Lebens feiern und teilen. Ich bin sehr dankbar dafür!