Donnerstag, 16. April 2015

Erinnerungen festhalten und Tijuana-Burger...

Noch einmal habe ich heute ein paar Bilder von unserer Amerika-Reise und ein Rezept für wirklich leckere, hausgemachte Tijuana-Hamburger mit Süsskartoffel-Chips für Euch. Denn auch wenn es ein Klischee ist, Hamburger und Fast Food im Allgemeinen gehören in Amerika einfach dazu.
Wir haben uns bei unserer Reise für die drei Destinationen New York (weil der Signore dort arbeitete), San Francisco (zum Ferien machen) und Las Vegas (wegen des Kongresses, an dem der Signore teilnahm) entschieden. Es war also so eine Mischung aus Arbeit und Vergnügen – normalerweise reist man ja eher nur zum Vergnügen.

Viele haben mir gesagt, dass New York eine Stadt sei, an die man sich gewöhnen müsse. Und das stimmt. Nachdem ich ein Jahr lang in Italien gelebt habe, das es einem mit seinen hübschen, pittoresken Städtchen sehr leicht macht, brauchte ich tatsächlich etwas Zeit, mich an den Rhythmus von NYC zu gewöhnen. Nach und nach erschloss sich mir aber auch der Reiz dieser Stadt und mittlerweile kann ich sehr gut verstehen, warum sie in so vielen Filmen vorkommt.

Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass ich zwei berühmte Damen treffen durfte. Eine aus Stahl und eine aus Fleisch und Blut. Letztere bewundere ich für ihre Gesangskünste schon lange. Es ist die Jazzsängerin Dee Dee Bridgewater. Sie trat just in der Zeit, in der auch ich in NY war, im Blue Note auf und es war für mich sofort klar, dass ich sie hören will.

Bei der zweiten Dame handelt es sich um die Freiheitsstatue. Weil ich unbedingt nach Ellis Island wollte, das ist die Insel, auf der früher die Einwanderer abgefertigt wurde, bevor sie nach New York reisen durften, lag sie auf dem Weg. Als ich sie vom Festland aus sah, war mein erster Gedanke, dass sie viel kleiner ist, als ich mir das vorgestellt habe. Wenn man dann aber so direkt davor steht, ist die Dame dann aber schon sehr beeindruckend.

Gefreut habe ich mich auch, als ich an der Fifth Avenue neben der amerikanischen Flagge die Schweizer-Fahne mit dem weissen Kreuz auf rotem Grund hängen sah. In Amerika kann man gar nicht anders, als etwas patriotisch zu werden.

Nachdem ich nun nochmal alle Bilder durchgesehen habe, steht für mich fest, dass ich sie nicht nur digital, sondern auch gedruckt festhalten will. Obwohl ich nun gerade beim Zügeln realisiert habe, dass ich viel zu viele Bücher besitze. Ein Buch mit den eigenen Bildern finde ich aber eben trotzdem etwas Wundervolles. Im Google bin ich auf Foto Budni von CEWE gestossen (hier gehts zur Seite). Der Fotoservice bietet eine große Auswahl an Motiven und Themen.  Auch die Handhabung der Seite scheint mir einfach und der Service ist gut.

Bestellen werde ich jedoch bei seinem Schweizer Partner Colorfotoservice (siehe hier), da Foto Budni in seinen Sitz in Deutschland hat. Sobald die Bücher eingetrudelt sind, werde ich sie Euch zeigen. Vielleicht müsst Ihr aber auch noch etwas warten, da es allenfalls ein Geschenk für den Signore wird und der hat erst im November Geburtstag. Aber da er sich sowieso immer beklagt, dass ich im Voraus die Geschenke verraten würde, kann ich es auch gleich hier auf dem Blog schreiben;)
Und hier jetzt noch das Rezept für die wirklich guten Hamburger Tijuana-Stile mit hausgemachtem Ketchup. Diese Form von Hamburger haben der Signore und ich fast am liebsten gegessen, da sie mit einer Avocado Sauce zubereitet werden – daher wohl auch der Name – die einfach unglaublich lecker ist. Da sie in der Vorbereitung doch etwas aufwändig sind, haben sie mit Fast Food nicht mehr wirklich viel zu tun. Aber der Aufwand lohnt sich!

Zubereitung
Brötchen: Alle Zutaten zu einem glatten Teig vermischen, diesen mindestens eine Stunde aufgehen lassen, flache Brötchen daraus formen (diese allenfalls nochmal unter einem feuchten Handtuch etwas gehen lassen) und etwa eine halbe Stunde im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen backen.

Hamburger: Zuerst das Ei verrühren, die Gewürze und die Zwiebeln dazu geben und alles gut mit den restlichen Zutaten vermischen. Das Fleisch zu Kugeln formen und dann flachdrücken, damit es die typische, runde Burgerform erhält. Das Fleisch in der Bratpfanne braten (die Amis mögen ihres in der Mitte noch etwas blutig) und allenfalls im Ofen warm stellen.

Chips: Die Kartoffeln und die Süsskartoffeln gut waschen (die Schale kann dran bleiben), in feine Scheiben schneiden, in einer Schüssel mit dem Salz und dem Olivenöl vermischen (wer mag kann auch andere Gewürze wie Pfeffer, Knoblauchpulver oder Kräuter dazu geben) und auf einem Blech verteilen. Die Chips brauchen genug Platz, da sie sonst aneinander backen. Da es eigentlich ein Trocknungs- und nicht ein Backvorgang sein sollte, darf der Ofen nicht zu hoch eingestellt werden. So um die 120 Grad reichen schon. Wie lange es dauert, bis die Chips schön kross werden, kommt auch etwas auf den Ofen an. Der Backvorgang sollte immer gut überwacht und die die Chips ab und zu gewendet werden.

Avocadosauce: Die Avocado aus der Schale lösen, mit dem Zitronensaft beträufeln (damit sie nicht braun wird), die Gewürze darüber geben und das Ganze mit einer Gabel zu einer glatten Masse vermengen.

Ketchup: Für das Ketchup braucht Ihr einen Blender oder einen Stabmixer. Alle Zutaten werden dann einfach zusammen gegeben und püriert.

Zutaten für 6 Personen
Hamburger: 500 Hackfleisch (Rind), 1 Ei, 3 gehäufte Esslöffel Paniermehl, eine fein gehackte Frühlingszwiebel, Salz, Pfeffer, Curry und getrocknete oder frische Kräuter zum Würzen
Brötchen: 500 Gramm Mehl (ich verwendete eine Vollkornmehlmischung mit Sonnenblumenkernen), ½ Teelöffel Salz, 1 Pack Trockenhefe, 3 Deziliter Wasser.
Chips: 2 Süsskartoffel, 4 mittelgrosse Kartoffel, 2 Esslöffel Olivenöl, Salz, Pfeffer
Avocadosauce: 1 reife Avocado, 1 kleine, ganz fein gehackte Frühlingszwiebel, Salz und Arrabbiata-Mix zum Würzen, 1 Esslöffel Zitronensaft
Ketchup: 3 reife Tomaten (gewürfelt), 3 Esslöffel Tomatenmark, 1 gestrichener Esslöffel brauner Zucker, 1 Esslöffel Olivenöl, 1 Esslöffel Essig (vorzugsweise Balsamico), Salz, Pfeffer und Chillipulver zum Würzen

Das Rezept zur hausgemachten Kräutersauce gibt es hier.
Ich wünsche Euch einen schönen Tag und hoffe, dass auch Ihr Erinnerungen habt, in denen Ihr etwas schwelgen könnt!

Herzlichst, Eure Signora Pinella


*Dieser Post entstand mit freundlicher Unterstützung von CEWE. Vielen Dank!

Kommentare:

  1. Acocadosauce zu Burgern.... Das muss lecker sein :) die Chips kaufe ich dann dazu ;)
    Erinnerungen gibt es immer, nicht? Und in allen wollen wir nicht schwelgen....
    Barcelona ist traumhaft! Fünf Jahre Überzeugungsaufwand sind jetzt aber gut investiert
    Herzlichst
    yase

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  2. Liebe Signora Pinella,
    wie liebe ich es deine Post zu lesen! Du schreibst einfach wunderbar und deine Bilder faszinieren mich!
    Ja, Erinnerungen sollte man festhalten..... sei es im Herzen oder in einem Buch!
    Herzensgrüassli
    Yvonne

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  3. Yummy! Ich liebe Süsskartoffelchips! verdient definitiv einen DAUMEN HOCH!

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