Freitag, 27. Februar 2015

Winterzauber...

Obwohl die Tage merklich länger werden und es nach Frühling riecht, ist es bei uns doch immer noch Winter. Und nachdem ich den Winter vor einem Jahr im deutlich wärmeren Florenz verbracht habe, empfand ich ihn in diesem Jahr als besonders kalt und lang.
Eigentlich mag ich den Winter sehr gerne. Der erste Schnee war für mich als kleines Kind immer wie ein Festtag, der gefeiert werden musste. Da geht es mir bis heute wie Lorelai, der Hauptfigur meiner aaaaalllerliebsten TV-Serie „Gilmore Girls“. Wie es Ihr beim ersten Schnee ergeht, sehr Ihr hier:

Aber ebene gerade weil ich im letzten Jahr nicht einen, für schweizerische Verhältnisse „richtigen“ Winter erlebt habe, habe ich den Eindruck, dass ich in diesem Jahr umso mehr mit den Folgen der Kälte und der Heizungsluft zu kämpfen habe. Besonders jetzt, wo er fast überstanden ist, komme ich mit dem Pflegen der trockenen Haut kaum hinterher. Falls es Euch auch so gehen sollte, habe ich heute für Euch ein paar Retter im Winter zusammengestellt.

Ganz nach dem Motto „Man muss seinem Körper etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen“ gibt es für mich nach einem kalten Wintertag, an denen ich übrigens Spaziergänge durch die weisse Winterwunderwelt sehr liebe, als Aufwärmmittel erster Wahl immer einen Tee. Besonders angetan haben es mir die Tees von Pukka. Bereits die Verpackungen sind ein Hingucker und auch die Inhaltsstoffe sind einwandfrei. Sehr gerne mag ich im Moment mit Kandiszucker gesüssten Chaitee mit geschäumter Milch.
Wenn es dann im Bauch schon wieder wärmer ist und ich mir allenfalls ein warmes Bad gegönnt habe (dazu habe ich hier bereits mehr geschrieben), bekommt auch die ausgetrocknete Haut eine Extraportion Zuwendung. Erst kürzlich bin ich auf die Schweizer Firma Cocooning gestossen, die sehr hochwertige Bio-Kosmetika herstellt. Ich habe mir das Körperöl mit dem Namen „La vie en rose“ (hier geht’s übrigens zum Shop) gekauft und bin begeistert. Das Öl hat einen himmlischen Duft, zieht schnell ein und pflegt die Haut nachhaltig.

Im Kampf gegen spröde Lippen hat es mir schon lange das Nuxe „Rêve de Miel“ Lippenbalsam angetan. Es riecht ebenfalls sehr gut und pflegt die Lippen nachhaltig. Ich verwende es ab und zu auch an den Händen oder Ellenbogen, wenn diese ganz rau und trocken sind.

Da im Winter auch besonders die dünne Haut um die Augen herum leidet, habe ich mir das „Advanced night repair Serum“ von Estée Lauder geleistet. Und das gleich vorneweg: Ja, das Serum ist sehr teuer. Aber ist seinen Preis wert. Von der gleichen Marke gibt es übrigens neu nun auch einen  getönten Mascara Primer, der gleichzeitig, wenn er über eine richtige Mascara aufgetragen wird, auch zum Versiegeln einer Mascara verwendet werden kann. Wenn im Winter ein kalter Wind weht und einem die Tränen in die Augen treibt, ist dieses Produkt Gold wert.
Und nun freue ich mich auf den neuen Frühling, auch wenn es noch etwas dauert…

Ich wünsche Euch einen Tag voller Winterzauber! Lasst es Euch gut gehen und verwöhnt Euch ein bisschen;)

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Dienstag, 24. Februar 2015

Abenteuerlust und Lachs mit Gemüse…

Ich mag Lachs, ich mag buntes Geschirr und ich mag es, wenn Menschen aussergewöhnliche Dinge wagen. Das sind die Zutaten, aus denen ich diesen Post zusammenzaubern möchte. Einerseits verrate ich Euch eines meiner liebsten und zugleich einfachsten Rezepte und zweitens möchte ich Euch eine Geschichte von meiner Tante Annerose erzählen, welche die bunten Schüsseln aus Tunesien mitgebracht hat.
Und das kam so: Tante Annerose ist eigentlich meine Grosstante (die Schwester meiner Oma, über die ich hier und hier schon geschrieben habe). Sie ist eine hervorragende Köchin und hat ein Faible für Geschirr und andere schöne Dinge. Als kleines Mädchen habe ich Tante Annerose immer deshalb so gerne besucht, weil sie unter anderem eine wundervolle Puppenstube mit einem richtigen Wassertank hatte, so dass man die kleine Badewanne mit Wasser füllen konnte.

Auch meinen Onkel Max (der sich selber, korrekt wie er war, als angeheirateten Grossonkel bezeichnete), mochte ich sehr. Er war ein interessanter Mensch, der viel erlebt hat. Ich hatte die grosse Ehre, ein Interview mit ihm zu machen. Ich verlinke es Euch hier. Bis heute ist er mir ein grosses Vorbild an Geradlinigkeit. Sein Leben war nicht immer einfach, aber er gehörte für mich zu den Menschen, die ihren Weg mutig gegangen sind und für die moralische Werte einen hohen Stellenwert hatten. 

Leider ist der liebe Onkel Max vor knapp einem Jahr gestorben. Für mich war das sehr traurig. Noch trauriger war das aber natürlich für die liebe Tante Annerose. Aber dann hat sie mit ihren über 90 Jahren etwas unglaublich Mutiges gemacht. Um sich zu erholen und etwas Abstand zu gewinnen, machte sie eine Reise nach Tunesien und brachte diese wundervollen Schüsseln mit. Unsere Familie konnte es kaum glauben, als sie uns von diesem Vorhaben berichtete und als sie dann auch tatsächlich geflogen ist.

Jedenfalls erinnert mich das Geschirr nun tagtäglich daran, dass offenbar in unseren Genen eine gewisse Portion Abenteuerlust steckt und dass es nie zu spät ist, um eine Reise an völlig unbekannte Orte zu machen.

Und hier das Rezept für den Gemüse-Lachs aus dem Ofen

Zubereitung: Den Lachs zuerst trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen und auf ein grosses Stück Alufolie in einer feuerfesten Form legen. Das Gemüse (bis auf die Kapern) klein schneiden und über den Lachs verteilen. Die Petersilie ebenfalls klein schneiden und zusammen mit den Kapern über das Gemüse streuen. den Rahm darüber giessen. Allenfalls nochmal etwas nachwürzen und dann die Alufolie zu einem Paket verschliessen und das Ganze für 40 Minuten in den, auf 200 Grad vorgeheizten Ofen, geben.
Das Paket nach dem Backen vorsichtig öffnen und den Fisch zusammen mit Reis servieren.

Zutaten für zwei Personen: 300 Gramm Lachs, 1 Karrotte, 1 Zucchini, 1 Frühlingszwiebel, 1 Tomate, 2 Esslöffel Kapern, Petersilie, Salz, Pfeffer, 1 bis 2 dl Rahm.
Ich wünsche Euch gutes Gelingen beim Nachkochen und immer wieder viel Mut, neue Dinge zu wagen!

Die Tafel mit dem Spruch „Life does not have to be perfect to be wonderful“ habe ich übrigens bei der lieben Baumhausfee (über sie habe ich hier berichtet) gefunden. Ich liebe dieses Bild!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Freitag, 20. Februar 2015

Einfach dankbar sein, Erbsmus und Hamsterbacken…

Wer die Gegenwart unzufrieden verachtet, dem kommen selten Tage des Friedens – sagte einst Albert Bitzius alias Jeremias Gotthelf, einer der bekanntesten Schweizer Schriftsteller. Ich habe viele Bücher von Gotthelf gelesen und mag ihn wohl auch deshalb, weil er die Gegend beschreibt, aus der ich stamme. Und ich muss Gotthelf zustimmen, wem es nicht gelingt, im Hier und Jetzt und seiner Lebenssituation glücklich zu sein, der wird es auch in Zukunft nicht.
Ich habe in den letzten Monaten auch sehr zu diesen Menschen gehört, die sich mit dem Sein in der Gegenwart schwer taten. In Italien habe ich meine Familie, meine Freunde und die Schweiz vermisst und als der Signore Anfang Jahr nach Amerika gereist ist, habe ich  ihn vermisst. Ich habe mich schwer getan mit den Widrigkeiten des Lebens und mich oft beim Jammern aufgehalten. Als ich am letzten Wochenende Zuhause war und mich ausgiebig beklagt habe, wurde es meiner Mutter zu viel und sie nahm mich mit zum Winterwandern auf einen nahe gelegenen, kleinen Pass, auf den ich schon immer als kleines Kind mit ihr zum Spazieren ging. Und als ich so missmutig hinter ihr durch den Schnee trottete, realisierte ich plötzlich, wie schön die Welt um mich herum ist, wie der Schnee glitzerte und die Sonne warm auf unsere Köpfe scheint.

Ich stellte fest, wie oft ich mich auf die Hindernisse auf meinen Weg konzentriere, anstatt auf den Weg, der daran vorbei führt, zu achten. „Ich zähle täglich meine Sorgen“, heisst es doch in einem alten Schlager. Oh ja, Sorgen zählen kann ich auch gut. Im Angesicht der Natur und der unglaublichen Schönheit unserer Welt, konnte ich aber plötzlich gar nicht anders, als mich vor dieser Pracht zu verneigen und dankbar zu sein. Das Leben ist nicht nur wundervoll – auch wenn mir das so passen würde. Aber es ist auch kein Wunder, dass es schwierig wird, die Hürden zu meistern, wenn man nur die Hindernisse im Auge behält. Diese paar Stunden im Schnee haben mir deutlich gezeigt, wie heilsam ein Spaziergang an der frischen Luft sein kann und dass es immer wieder gut und wichtig ist, die eigene Perspektive zu überdenken und auch einfach mal nur dankbar zu sein.

Mir wurde auch bewusst, wie dankbar ich dafür sein kann, dass ich Menschen um mich habe, die ihr Leben mit mir teilen und die für mich da sind. So war das beispielsweise gestern, als ich meine Weisheitszähne herausoperieren lassen musste. Ich war wirklich ziemlich von der Rolle (irgendwie habe ich es geschafft, mein Delirium in einer Videobotschaft festzuhalten, die ich dann an Freunde und Familie geschickt habe und die für viel Erheiterung sorgte – und nein, damit werde ich mich hier ganz sicher nicht zum Affen machen) und hätte es garantiert nicht alleine Nachhause geschafft – also wurde ich von Mama und Papa Pinella abgeholt und in mein altes Kinderzimmer verfrachtet. Und damit nicht genug. Weil das Essen mit unglaublich dicken Hamsterbacken nicht wirklich einfach ist, hat mir Papa Pinella ein Erbsmus gekocht.
Papa Pinellas Erbsmus ist für mich ein Seelentröster erster Güte. Es schmeckt immer gleich und ist immer unglaublich lecker. Und weil es mir so gut tut, möchte ich heute das Rezept und damit ein Stück vom Duft und Geschmack meiner Heimat mit Euch teilen. Beim Fotografieren der Suppe hat mir die liebe Kathrin von www.kuisine.ch geholfen, die mir einen Krankenbesuch abgestattet hat;)

Zubereitung: Zuerst die fein geschnittene Zwiebel in Öl andünstet und dann das restliche Gemüse dazu geben, weiter dünsten und mit dem Wasser ablöschen. Die Erbsen und etwas Salz dazu geben und das Ganze im Dampfkochtopf aufkochen lassen (Papa Pinella hat noch betont, dass die Suppe nach dem Aufkochen nicht noch ein zweites Mal aufgekocht werden darf, da sie sonst dazu neigt anzubrennen). Den Dampf ablassen, den Deckel entfernen, die Suppe nach Belieben nachwürzen und servieren.

Zutaten: 250 Gramm gelbe Erbsen, 2 gewürfelte Karotten, 1 fein gewürfelte Kartoffel, 1 kleiner, fein geschnittener Lauch, 1 klein geschnittene Zwiebel, 1 Liter Wasser, Salz, Pfeffer und allenfalls Kräuter zum Würzen.
Ich wünsche Euch allen da Draussen, dass Ihr gerade an diesem Wochenende Zeit findet, um in die Natur zu gehen und für die Dinge dankbar zu sein, die in Eurem Leben gut sind (egal, wie viele Widrigkeiten es daneben gibt)!


Herzlichst, Eure Signora Pinella mit den dicken Hamsterbacken…;)

Dienstag, 17. Februar 2015

Im Reich der Baumhausfee…

Es war einmal eine Baumhausfee. Sie liebte schöne Dinge und Sächeli aus dem Norden. Eines Tages beschloss sie, dass sie damit auch anderen eine Freude machen könnte und begann über ein magisches Ding mit dem Namen Internet wundervolle Washi-Tapes, von ihr in ihrem anmutigen Dialekt „Klebi“ genannt, zu vertreiben. Und weil sich so viele Menschen an den Dingen und Sächeli freuten, kamen immer mehr Dinge und Sächeli in ihrem Online-Shop dazu.
Nach einiger Zeit stellte die Baumhausfee fest, dass es noch besser wäre, einen Ort zu schaffen, an dem sich all die lieben Leute ihre wundervollen Dinge und Sächeli gleich vor Ort anschauen, einen Kaffee trinken, zusammen sein und ein paar gemütliche Stunden verbringen könnten. So suchte sie nach einem Ort, an dem dies möglich war, fand ihn kurz vor Weihnachten, eröffnete den Laden ratz fatz und machte damit auch eine Signora Pinella glücklich, die im fernen Italien davon träumte, endlich vor Ort die schönen Dinge und Sächeli bestaunen zu dürfen….

An einem kalten, grauen Samstag im Januar wurden die Träume der Signora wahr und sie machte sich zusammen mit einer anderen Träumerin (es war Kathrin vom Blog www.kuisine.ch) auf in das ferne Langnau im tiefen Emmental, um in die wundervolle Welt der Baumhausfee einzutauchen. Es gesellte sich auch noch Kuhmagda (www.kuhmagda.blogspot.ch) zu ihnen und sie verbrachten einen wundervollen Tag im Reich der Baumhausfee. Weil dort immer wieder Wunder vorkommen, stiess ganz zufälligerweise auch noch Simone (www.roesis.blogspot.ch) zu ihnen und dann wurde gefachsimpelt, ausgetauscht und diskutiert, was das Zeug hält.
Natürlich durfte auch das Einkaufen nicht fehlen. Denn die liebe Baumhausfee teilt ihre Schätze gerne und lässt alle an ihren nordischen Wohnträumen Anteil haben. Einfach wundervoll! Und nach vielen Stunden des Plauderns und sich Wohlfühlens machten sich die Damen alle wieder auf den Nachhauseweg. Im Herzen die Erinnerung an all die schönen Dinge und Sächeli und an der Hand je mindestens eine grosse, schwere Einkaufstüte. Die Baumhausfee winkte ihnen nach und wusste, diese Damen hatten sie nicht zum letzten Mal in ihrem Reich besucht…


Wenn auch Ihr Anteil haben möchtet an den Schätzen der Baumhausfee, könnt Ihr sie virtuell auf www.baumhausfee.ch oder www.baumhausfee.blogspot.ch oder ganz real in ihrem Reich im je nach dem fernen oder nahen Langnau im schönen Kanton Bern in der Schweiz besuchen.
Ich hoffe, dass Euch meine kleine Geschichte gefallen hat und wünsche Euch eine märchenhafte Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella