Freitag, 30. Januar 2015

Badefreuden...

Wenn das Leben einfach mühsam ist, hilft bei mir nichts so sehr, wie ein Bad in duftendem, warmen Wasser, umgeben von Kerzen und mit einem guten Buch oder einer schönen Zeitschrift in Reichweite. Letzthin schrieb die liebe Yase (hier geht’s zu ihrem Blog) ganz ehrlich über den Verlust ihres Kindes. Mich haben ihre Worte tief berührt. Denn oft habe ich den Eindruck, dass sich in der Blogger-Welt ausschliesslich bildschöne, perfekte Frauen, die alles im Griff haben bewegen. Zumindest lassen das all die wundervollen Bilder, perfekt angerichteten Essen und eleganten Outfits vermuten. Einerseits geniesse ich das ja sehr und flüchte mich gerne in diese Welt. Anderseits gibt es Tage, an denen ich gerne einmal wissen würde, was alle diese Frauen machen, wenn es mal nicht so läuft. Ich steige dann eben in die Badewanne, wasche mir den Dreck des Tages ab und versuche ein bisschen Distanz zu gewinnen. 
Denn auch wenn ich gerne zu den schönen, perfekten Bloggerinnen gehören würde, überwiegt in meinem Leben nach meinem Geschmack in letzter Zeit zu oft das Chaos. Das hat auch mit dem unsteten Lebenswandel zu tun, der den Signore und mich in den letzten Jahren ganz schön auf Trab hielt. Und auch wenn ich es mir vernunftmässig erklären kann, warum mein Leben chaotisch ist, habe ich manchmal ziemlich die Nase voll davon, dass der Signore 6000 Kilometer von mir entfernt ist, ich mir meine doofen Weisheitszähne herausoperieren lassen muss (oh ja, wenn es so weit ist, gibt es dann den Smoothie-Special von mir und ich werde Menüs kreieren, die man durch den Strohhalm essen kann - freut Euch schon mal auf Hamburger, Chips und Cola aus dem Mixer;) und ich in einer Flut aus Dingen, die ich erledigen und organisieren sollte, versinke… 
Kennt Ihr dieses Gefühl auch? Wenn es dann ab und zu wieder übermässig wird, bade ich gerne ein bisschen im Selbstmitleid oder besser noch im warmen Wasser in der Badewanne. Und das Erstaunlichste dabei ist, dass es mir danach immer besser geht, ich wie neu geboren aus dem Wasser steige, danach gut und tief schlafe und am nächsten Morgen erkenne, dass das Leben doch nicht so schlimm ist. Denn eigentlich ist Selbstmitleid nicht mein Ding und ich bin der Meinung, dass man ihm so lange frönen darf, bis man im duftenden Wasser eingetaucht ist.

Besonders schön ist das Baden mit den richtigen Badezusätzen und Pflegeprodukten. Mein Bruder macht sich regelmässig über meine Liebe zu Salben und Cremen lustig und meint jeweils, dass es ideal sei, dass ich mit meinem Hygienefimmel einen Mann geheiratet habe, der sich in seinem Beruf mehrmals täglich die Hände desinfizieren müsse. Dieser Umstand sorgt aber leider auch dafür, dass der arme Signore regelmässig schrecklich ausgetrocknete Haut hat. Für solche Fälle schwöre ich auf Ro’s Argan Bodyconditioner von Lush. Das Ganze wird wie ein Duschgel angewendet und dann wieder abgewaschen. Die Haut fühlt sich danach herrlich geschmeidig und zart an. Wenn auch noch die Durchblutung angeregt werden soll, greife ich gerne auf die Körperbutter Buffy zurück. „Mit seinen peelenden Inhaltsstoffen wie gemahlenem Reis und Adukibohnen ist er ein wahres Kraftpaket gegen raue Haut und Dellen“,steht auf der Internetseite von Lush dazu. Ich habe gerade mit der lieben Sonja (hier geht es zu ihrem Blog) eine grosse Lush-Bestellung gemacht. Wenn man im Sale Anfang Jahres bestellt, gibt es ganz viele Geschenke dazu.

Obwohl es ja löblich ist, dass man bei Lush alles ausprobieren kann, stehe ich nicht so auf die Überfallkommandos am Eingang und das einem gleich die Hände gewaschen und eingecremt werden. Daher bestelle ich dort gerne online. Nachdem der Signore einmal knapp einer Handwaschung entgangen ist, macht er sich übrigens nun sofort aus dem Staub, wenn er einen Lush Shop auch nur von Weitem sieht;)


Ebenfalls von der lieben Sonja habe ich ein Reiseset von Rituals… geschenkt bekommen. Endlich gibt es Rituals nun ja auch in Zürich in der Schweiz. Ich plane schon lange dort einmal vorbei zu gehen. Spätestens wenn wir nach Zürich gezogen sind, werde ich dort regelmässig anzutreffen sein. Sonja hat mir die Linie mit Kirschblüte und Reismilch geschenkt. Ich liebe den Duft und die Pflegewirkung dieser Produkte und kann die ganze Linie empfehlen. Besonders angetan haben es mir aber die schnell einziehende Bodylotion und der Duschschaum.


Duschschaum gibt es neu übrigens auch von Kneipp. Vom Duft her gefällt mir der von Rituals besser. Aber der Schaum von Kneipp ist eine gute, kostengünstige Alternative.


Ein sicherer Wert sind die Badesalze von Tetesept. Da sie das Badewasser leicht färben, geben sie einem ein zusätzliches Luxusgefühl. Meine Favoriten sind „Paradiesgarten“ und „Zeit für Dich“.






Zu meinem Baderitual gehören immer auch sanftes Kerzenlicht und ein Buch oder eine Zeitschrift. Diese deponiere ich gerne auf einem Bücherhalter für die Badewanne, den mir der Signore schon vor langer Zeit geschenkt hat. Das Teil ist genial.

Schon seit Jahren verfolge ich den Blog „Cupcakes and Cashmere“ (hier geht’s zum Blog) von Emily Schuman. Ihr erstes Buch inspiriert mich immer wieder und ich freue mich riesig, dass Anfang Mai ihr zweites Buch erscheinen wird. Bis es so weit ist, wird mich ihr erstes Buch sicher noch einige Male in die Wanne begleiten.

Und wenn das Baderitual dann vorbei ist, darf auch die Pflege nicht fehlen. Ich habe durch Sonja (Ihr merkt, wenn ich über Beauty-Prdukte schreibe, zitiere ich sie andauernd - Ihr solltet einmal erleben, wie das zu und her geht, wenn wir uns über die neusten Kosmetik-Produkte unterhalten - da können Stunden vergehen, bis wir fertig sind;) die Marke Edelweiss Comsetique kennen gelernt (hier gehts zum Online-Shop). Die Produkte werden aus erstklassigen Inhaltsstoffen und von Hand hergestellt. Sonja schreibt dazu aktuell übrigens eine Abschlussarbeit und macht deshalb eine Umfrage zum Thema Biokosmetik. Diese läuft noch bis am nächsten Montag und Sonja und ich sind Euch sehr dankbar, wenn Ihr Euch kurz Zeit nehmt, um bei der anonymen Umfrage zum Thema Biokosmetika mitzumachen (hier gehts zum Fragebogen). Ich werde Euch dann über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten!

Nun wünsche ich Euch ein entspanntes und hoffentlich stressfreies Wochenende. Und sollte mal alles wieder zu viel werden, denkt an die Worte von Sylvia Plath:

„Es muss eine Menge Dinge geben, gegen die ein heisses Bad nicht hilft. Aber ich kenne nicht viele.“

Ich auch nicht;)!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Montag, 26. Januar 2015

Was ist Schaum und kochen mit der kleinen Signorina...

In meinem Leben gibt es immer mal wieder die Zeiten, in denen ich gerne in die herrliche Unbeschwertheit der Kindheit zurück kehren möchte. Meine drei kleinen Nichten sind dazu die perfekten Reiseführerinnen. Ich bewundere sie für ihre Kreativität und ihre Ideen. So habe ich mich besonders gefreut, als die Älteste (über die habe ich bereits hier geschrieben), die auch mein Patenkind ist, zu einer Übernachtungsparty zu mir zu Besuch kam. Mich berührt es immer wieder auf Neue, dass diese junge Dame vor sieben Jahren das kleine Menschlein war, das ich stundenlang gewiegt und herumgetragen habe. Nun ist sie schon ein Schulkind und ein richtiges Gegenüber, mit dem man interessante Gespräche führen und etwas unternehmen kann.
Wir haben uns also einen richtig gemütlichen Frauennachmittag und Abend verbracht, zusammen gebastelt und gekocht. Dazu muss ich kurz etwas erklären: Meine Nichten lieben die Fernsehsendung „Landfrauenküche“, sie kochen daher auch sehr gerne und im Anschluss muss dann das Essen auch immer noch bewertet werden. Wir haben also selber Hackbällchen mit Kartoffelstock gekocht und dazu ein Salatteller und eine, von Bratäpfeln inspirierte, Creme zum Dessert kreiert. Die kleine Dame war voller Elan bei der Sache und hat sich unglaublich geschickt angestellt. Während dem Herumwerkeln wurden mir dann auch immer wieder Fragen gestellt, die mich ganz schön ins Schleudern gebracht haben. So wollte die kleine Signorina unter anderem wissen, was Schaum ist und wann und wo Sissi gelebt hat und über welche Länder sie herrschte. Dank Wikipedia konnte ich die Fragen dann auch einigermassen seriös beantworten. Schaum wird übrigens als gasförmige Bläschen definiert, die von festen oder flüssigen Wänden eingeschlossen sind. Hättet Ihr das gewusst? Aber wie erklärt man das einem Kind?

Und hier habe ich nun noch das Rezept für das perfekte Kindermenü, das die kleine Signorina und ich zusammen gekocht haben.

Zubereitung

Hackbällchen: Alle Zutaten zusammen vermischen, das Ganze würzen und aus der Masse kleine Kugeln formen und diese nochmal etwas im Paniermehl drehen. Die Bällchen werden in Olivenöl kurz angebraten und dann mir dem Gemüsefond abgelöscht. Ein paar getrocknete Tomaten klein schneiden, dazu geben und alles zusammen eine halbe Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Vor dem Servieren die Sauce mit dem Rahm verfeinern.

Kartoffelstock: Die Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden und im Salzwasser weich kochen. Eine Schuss Milch, etwas Butter und gemahlener Muskat dazu geben und alles zusammen mit dem Kartoffelstampfer zu einer gleichmässigen Masse zerdrücken (diesen Part hat die kleine Signorina übrigens besonders gerne übernommen;).

Salat: Den Salat hat die Signorina ganz selber zubereitet. Dazu hat sie je eine Handvoll Salat auf einem Teller angerichtet, das Ganze mit Cherry-Tomaten und Kräutersalz garniert und etwas Balsamico Essig u Olivenöl darüber gegeben.

Dessert: Auch das Dessert hat die kleine Signorina ganz alleine hinbekommen. Dazu hat sie die Äpfel klein geschnitten und mit allen anderen Zutaten in einer Schüssel vermischt. Danach hat sie die Masse in zwei kleine Schalen abgefüllt und mit essbaren Blüten und Zucker-Deko-Streuseln verziert.

Zutaten für zwei Personen

Hackbällchen: 200 Gramm Hackfleisch, 1 Ei, 3 gehäufte Esslöffel Paniermehl, eine fein gehackte Frühlingszwiebel, Salz, Pfeffer, Curry und getrocknete oder frische Kräuter zum Würzen, 5 dl Gemüsefond, getrocknete Tomaten und 1 dl Rahm für die Sauce, Olivenöl.

Kartoffelstock: 6 mittelgrosse Kartoffeln, Salz, Muskatnuss, Butter und Milch.

Salat: eine bunte Salatmischung, ein paar Cherry-Tomaten zum Dekorieren, Balsamico Essig, Olivenöl und Kräutersalz für die Sauce.

Dessert: 150 Gramm Magerquark, 150 Gramm Saurer Halbrahm, 2 grosse, fein geschnittene Äpfel, 4 Esslöffel geriebene Haselnüsse, 4 Esslöffel Zucker, 1 Esslöffel Zitronensaft, gemahlener Zimt zum Würzen.
Nun wünsche ich Euch einen guten Start in die neue Woche und hoffe, dass Ihr auch ab und zu ein paar Stunden voller kindlicher Unbeschwertheit verbringen könnt!


Herzlichst, Eure Signora Pinella

Donnerstag, 22. Januar 2015

Venezianische Opulenz 1. Teil...

Es war einmal vor langer Zeit… So beginnen doch in der Regel alte Märchen und Geschichten. Noch nicht vor allzu langer Zeit und doch schon vor einer Weile hat mich der Signore in einer besonderen Mission an einen wundervollen Ort entführt. Das war sogar noch vor unserem Jahr in Italien und als wir noch gar nicht wussten, dass wir einmal dort leben werden.
Der Signore ist einfach so mit mir in den Zug gestiegen, ohne dass ich wusste, wohin es geht und ein paar Stunden später waren wir in Venedig. Die Tage, die wir dort verbrachten, waren einfach wundervoll und besonders seit der Signore für drei Monate verreist ist, denke ich viel an die goldene Zeit dort zurück. Keine andere Stadt in Italien habe ich bisher als so opulent und gleichzeitig verspielt und geschichtsträchtig und einfach als sehr, sehr schön empfunden wie Venedig. Das hat wohl auch damit zu tun, dass der Signore mich dorthin entführt hat, um die Fragen aller Fragen zu stellen…

Jedenfalls verbinde ich seither Eleganz, Kultur und Kunst mit Venedig und träume davon, so bald wie möglich wieder dorthin zu reisen. Das Problem ist nur, dass sich der Signore standhaft weigert, Venedig während der Touristensaison zu besuchen. Das heisst, dass wir nur ein einziges, kleines Zeitfenster für einen Besuch irgendwo zwischen November und Anfang Januar haben. Denn dann geht es schon wieder los mit den Touristen, die für den Karneval anreisen. Der Signore meint eben, dass es meine ganze Venedig-Liebe zerstören würde, wenn ich die Stadt voller Touristen erleben würde. Wir sind damals Anfang November nach Venedig gereist. Diese Zeit war perfekt. Während es in der Schweiz schon Schnee hatte, war es in Venedig angenehm warm und die Stadt war ruhig und es hatte praktisch keine Touristen – natürlich bis auf den Signore und mich und ein paar weiteren Romantikern, die sich aber alle problemlos in den verwinkelten Gassen und auf Booten und Gondeln verteilten;)

Wegen meiner Schwärmerei für Venedig habe ich mich auch besonders gefreut, als ich das Buch „Celebrate in Venice“ von Csaba dalla Zorza gefunden habe. Zuvor hatte ich mir bereits ein Kochbuch von ihr über die Florentiner-Küche gekauft, das ich Euch dann unbedingt auch noch zeigen will. Csaba dalla Zorza ist in Italien eine bekannte Kochbuchautorin und Foodbloggerin. Im Buch über Venedig zelebriert sie die venezianische Opulenz und wundervolles Essen. Leider habe ich es bisher nur auf Italienisch und nicht in Deutsch oder Englisch gefunden – aber alleine der Bilder wegen lohnt es sich das Buch zu kaufen. Hier könnt ihr einen Blick hinein werfen.

Und damit Ihr auch noch einen kulinarischen Gruss aus Italien  habt, verrate ich Euch heute mein ganz persönliches Tiramisu-Rezept. Eigentlich müsste ich den Signore etwas zum Thema Tiramisu schreiben lassen. Denn er bestellte jetzt ein Jahr lang jedes Mal, wenn wir in einem Restaurant gegessen haben, zu Studienzwecken ein Tiramisu;) Da er sich aber eher aufs Essen und nicht auf die Produktion spezialisiert hat, zeige ich Euch nun mein Tiramisu.

Zubereitung: Mascarpone und Eigelb zusammen schaumig schlagen und den Zucker beigeben. Danach das Eiweiss steif rühren und unter die Masse ziehen. Die Löffelbiskuite in grobe Stücke zerkleinern und in zwei Gläser füllen. Den Kaffee mit dem Schnaps mischen und die Biskuite damit tränken. Die Gläser mit der Mascarponemasse füllen und etwas Kakaopulver darüber stäuben. Die Gläser vor dem Servieren mindestens eine Stunde kühl stellen.

Zutaten für 2 Portionen: 100 Gramm Mascarpone, 1 Ei, 2 Esslöffel Zucker, 1 kleine Tasse Kaffee, 2 Esslöffel Amaretto oder für die süssere Variante Beerenlikör, vier Löffelbiskuit, Kakaopulver.
Und hier habe ich noch die Werbung für das Parfum „Venezia“ von Laura Biagiotti für Euch. Der Duft ist mir zwar zu opulent (dafür riecht er aber auch, wie für mich ein richtiges, italienisches Parfüm riechen muss - wer das mag, sollte sich den Duft unbedingt zulegen), aber die Werbung ist wundervoll. Sie zeigt genau „meinen“ Venedig-Traum. Die Musik dazu ist übrigens das Presto aus dem Sommer aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Dazu werde ich im zweiten Teil über Venedig noch mehr schreiben – was wäre diese wundervolle Stadt ohne Vivaldi…

Ich möchte mich auch einmal wieder herzlich für alle Euren lieben Kommentare und E-Mails bedanken! Ich freue mich immer riesig darüber!

Nun wünsche ich Euch einen schönen und erholsamen Abend voller Venedig- oder zumindest Tiramisu-Träume;)!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Sonntag, 18. Januar 2015

Altvertrautes, glitzernde Siegel und leckere Bräzeli...

Ich gehörte seit jeher zu den Menschen, die Dinge mit einem Hauch Nostalgie mögen. So habe ich mich auch besonders gefreut, als ich die alten Siegel meiner Familie wieder gefunden habe. Sogar das Siegel meines Ururgrossvaters war dabei. Auch in Bezug auf das Kochen mag ich zwischendurch gerne etwas Altbewährtes. Und nicht zuletzt freue ich mich, wenn Beziehungen ein gewisses Alter erreichen. So kommt es nicht von Ungefähr, dass ich einmal mehr ein kleines Projekt mit Kathrin vom Foodblog www.kuisine.ch gestartet habe. Ich kenne sie ja bereits seit der Schulzeit und schon damals haben wir oft kreative Sachen zusammen gemacht – nicht immer zur Freude von Lehrern und Eltern. Heute können wir zum Glück selber bestimmen, ob und wann wir zusammen etwas werkeln wollen. Manchmal hat das Erwachsenwerden auch seine Vorteile;)
Jedenfalls haben wir uns letzthin zum „Bräzelen“ und Basteln getroffen. Weil ich eben die alten Siegel gefunden habe, hatte ich die Idee, dass wir die zwei Dinge verbinden sollten. Bräzeli sind eine alte Schweizerische Süssspeise, die in einem Eisen gebacken werden.

Der Bräzeli-Teig wird aus Butter und Rahm zubereitet und schmeckt einfach wundervoll (das Rezept dazu findet ihr hier bei Kathrin). Und sie sind ein schönes Geschenk, das es verdient liebevoll verpackt zu werden. So kam ich auf die Idee mit den Siegeln. Denn das Backen von Bräzeli ist genauso ein Prägen einer Masse, wie wenn man ein Siegel in Wachs drückt.
Anhänger aus Wachs eignen sich wunderbar zum Verschliessen von Tüten, in welche die Bräzeli verpackt werden. Und da das Ganze auch etwas glitzern und funkeln soll, habe ich die Anhänger mit Glassteinen vom Mercato in Florenz ergänzt.

Die Glassteine werden zuerst auf eine Schnur aufgezogen. Ich habe eine Baumwollschnur mit Goldfäden verwendet. Damit die Schnur festhält, habe ich sie auf ein Backpapier geklebt und dann dicht an die Perlen heran den Siegelwachs in einem Kreis aufgetropft und das Siegel hineingedrückt. Wenn der Wachs ausgekühlt ist, lässt er sich problemlos vom Backpapier trennen.

Dann müssen die Bräzeli nur noch in die Tüten gepackt und mit den Siegelanhängern zugebunden werden.
An Siegeln gefällt es mir wohl auch so sehr, dass es dafür steht, dass man Spuren hinterlässt und verbindliche Zusagen macht. Schliesslich wurden Siegel früher genau dazu verwendet, um zu garantieren, dass jemand sein Wort hält. Zusätzlich geht es mir wie der lieben Sheena aus dem Shop „Scrivimi“ aus Florenz (darüber habe ich hier berichtet). Sie sagte mir, dass ihr die Siegel besonders gut gefallen würden, weil sie sie an vergangene Zeiten erinnern würden, in denen Menschen noch Briefe schrieben, diese versiegelt und persönlich abgeliefert haben. Über den Zauber von (Liebes)-Briefen und Siegeln habe ich übrigens hier bereits einmal berichtet…

Kathrin und ihr Verlobter David von www.toldofoto.ch haben unser Projekt übrigens noch filmisch festgehalten. Ich liebe das Video. Meine Mama meinte, dass es sehr poetisch sei. Das trifft es perfekt!

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Ich hoffe, dass Ihr auch die Gelegenheit habt, Spuren zu hinterlassen und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!


Herzlichst, Eure Signora Pinella