Dienstag, 12. August 2014

Paris in meiner Küche...

Heute habe ich Paris in meiner Küche. Zumindest literarisch gesehen. Kulinarisch ist es eher das Elsass. Aber das ist ja immerhin Frankreich. Denn ich habe ja bereits hier einmal darüber geschrieben, dass ich mich immer viel mehr als Franzosenkind gesehen habe und dass meine italienischen Gene erst langsam am Erwachen sind. Darum also Paris in meiner Küche.
Da ich bereits als kleines Kind oft mit meiner Familie in Frankreich war, ist mir diese Küche sehr vertraut. Wenn ich beispielsweise schon nur an duftende Crêpes denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Einmal war ich übrigens so glücklich über eine Portion Crêpes, dass ich herumgehüpft bin und mir dabei auf den Stufen des Rathauses von Sainte Marie de la Mer die Bänder gezerrt habe… Wohlgemerkt, das war etwa vor drei Jahren;)

Die französische Küche hat in meiner Familie unter anderem auch deshalb einen hohen Stellenwert, weil ein Teil unserer Verwandtschaft in ganz Frankreich verteilt lebt. Mein Vater hat für uns immer wieder Elsässer-Gerichte gekocht, da seine Oma, also meine Uroma, aus dem Elsass kam. Und eines der bekanntesten Elsässer-Gerichte ist ja eben der Tarte flambée – der Flammkuchen. Der Kuchen aus Zwiebeln, Speck und Creme fraîche wurde ursprünglich gebacken um zu prüfen, ob der Ofen schon heiss genug sei, in dem dann das Brot für die ganze Dorfgemeinschaft gebacken wurde. Ursprünglich war der Flammkuchen also ein bäuerliches Essen. Und ich mag ihn wohl gerade deshalb so gerne, weil er deftig ist und einfach unglaublich gut schmeckt…

Und hier mein ganz persönliches Flammkuchenrezept. Ich muss dazu sagen, dass ich den Teig immer etwas dicker und mit Vollkornmehl etwas vollwertiger zubereite, da das Essen so auch besser sättigt.

Der Teig ist grundsätzlich ein normaler Brotteig, dem ich aber einen Esslöffel Olivenöl zugebe (Italien setzt sich eben doch langsam durch).

Zutaten für den Teig: 100 Gramm Weissmehl, 100 Gramm Volkornmehl, Wasser (je nach Mehlsorte so um die 120 Milliliter), 1 Esslöffel Olivenöl, 7 Gramm Trockenhefe und einen halben Teelöffel Salz.
Das Ganze gut vermischen, vor dem Backen mindestens eine halbe Stunde lang ruhen lassen und dann dünn auswallen und auf das Kuchenblech legen.

Für den Belag werden 100 Gramm gewürfelter Speck angebraten und zusammen mit fünf grossen, fein geschnittenen Frühlingszwiebeln weiter gedünstet (ich mag Frühlingszwiebeln, weil sie einen etwas frischeren Geschmack haben und das Grün auf dem Kuchen sehr schön aussieht). Das Ganze wird mit etwas Salz, Pfeffer und frischen oder getrockneten Kräutern, wie beispielsweise Thymian, gewürzt. Zum Schluss 100 Gramm Creme fraîche oder saure Sahne unterziehen, den Belag auf dem Boden verteilen und den Kuchen bei etwa 200 Grad 20 bis 30 Minuten backen.

Et voilà, bon appétit!
Allen, die sich für die französische Küche interessieren, kann ich das Kochbuch „Paris in meiner Küche“ von Rachel Khoo wärmstens empfehlen. Ihre Rezepte sind einfach wunderbar inspirierend und lecker. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und seither ist es mein allerallerliebstes Kochbuch. Einfach auch weil die Bilder unglaublich schön sind und das Buch so liebevoll gemacht wurde. Hier geht es zu Rachel Khoos Internetseite: http://www.rachelkhoo.com/

Je vous souhaite une bonne journée ;)
Herzlichst, Signora Pinella

Kommentare:

  1. uuui nun muss ich schnell nach Hause! Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen. Lecker! und wunderschöne Bilder hast du gemacht! Herzlichst Madame Gaianna

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  2. Liebe Theresa,
    Flammkuchen ist sehr, sehr lecker. Wenn wir
    wieder zu Hause sind (sind grad in Tirol und es
    regnet und regnet und regnet). Dein Flammkuchen
    sieht sehr lecker aus und das Rezept hört sich
    super an. Deine Bilder sind wieder ganz, ganz
    wundervoll.
    Glg Christiane

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  3. Merci beaucoup!
    Und ich mag die Variante mit Pfirsich und Ziegenkäse .....
    Herzlichst
    yase

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