Mittwoch, 25. Juni 2014

Das Beste aus beiden Welten...

...unendlich viel Kultur, weisse Sandstrände, warmes Meer, üppiger Wein und noch üppigeres Essen – das ist mein Leben in Italien. Na ja, zwischendurch wird auch noch gearbeitet. Aber eben, eigentlich ist es sehr schön und inspirierend. Trotzdem sehne ich mich immer wieder nach der Heimat, die vielleicht künstlerisch nicht ganz so hochstehend und deren Wein nicht ganz so vollmundig ist. Dann packen der Signore Pinella und ich unsere sieben Sachen und fahren Nachhause. So verbrachten wir die letzten Tage wieder einmal in der schönen Schweiz.


Weil das Leben ja nicht nur aus süssem Nichtstun bestehen kann, führte mich die Arbeit in dieser Zeit auf das Stanserhorn (weitere Infos dazu gibt es hier). Der Signore durfte mich sogar begleiten. Und auch wenn Meer und Strand wunderbar sind, mit den Bergen können sie eben doch nicht mithalten. Berge wirken auf mich nie bedrohlich, sondern sind für mich das Symbol der absoluten Freiheit. Einfach majestätisch und wunderschön!

Nach unserem Ausflug kam mir die Idee, dass man doch eigentlich das Beste aus den beiden Welten verbinden sollte – zumindest kulinarisch. Ein Klassiker der Florentiner Küche sind Birnen-Peccorino-Tortellini. Birnen und Käse sind ja grundsätzlich ein wunderbares Gespann. Der italienische Käse ist qualitativ sehr hochwertig, meine liebsten Käsesorten sind aber der Alpkäse aus dem Justistal im Berner Oberland und der Schweizer Käseklassiker Greyerzer. Also habe ich das Italienische Rezept mit Schweizer Zutaten umgesetzt.



Der Teig:
150 Gramm Knöpflimehl (oder Mehl mit dem Stärkegrad 00)
1 Ei
3 Esslöffel Wasser
1 Esslöffel Olivenöl
Die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und diesen dann mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Füllung:
150 Gramm Ricotta
6 gehäufte Esslöffel geriebener Greyerzer oder reifer Bergkäse
1 mürbe Birne (diese wird mit der Gabel zerdrückt und der Saft abgegossen, damit die Füllung nicht zu flüssig wird)
Pfeffer, Salz und Alpenkräuter zum Würzen

Alle Zutaten gut vermischen.

Der Pastateig muss zuerst dünn ausgerollt (ich verwende dazu meine original Italienische Pastamaschine) und in kleine Quadrate geschnitten werden.

Die Füllung auf die Quadrate verteilen und alle Seiten mit Wasser bestreichen, damit sie besser zusammen kleben. Danach über die Mitte zu einem Dreieck falten und die gegenüberliegende Ecken zusammen drücken, damit die typische Tortellini Form entsteht.

Die Tortellini danach für ungefähr sieben Minuten ins kochende, leicht gesalzene Wasser geben. Vor dem Servieren wird die Pasta mit warmem Olivenöl, etwas geriebenem Käse und Alpenkräutern angerichtet – e basta. E Guete oder eben Buon Appetito!


Das Rezept ist übrigens besonders für den lieben Signore M. gedacht. Über ihn habe ich bereits hier berichtet. Ich habe ihm letzthin Peccorino-Birnen-Tortellini aus Florenz gebracht und er meinte, dass das eine kulinarische Offenbarung sei… Wenn er das sagt, will das schon etwas heissen! Denn betreffend Kochen hat mich ausser meiner lieben Oma niemand mehr so inspiriert und herausgefordert wie er.

Viel Vergnügen Euch allen da Draussen beim Nachkochen und Geniessen!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Kommentare:

  1. Hört sich absolut sensationell an!!
    Herzlichst
    yase

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  2. Was für tolle Bilder und sooo lecker aussehende Pasta. Die hätte ich heut gern zum Mittagessen.
    Viele Grüße und danke für deine lieben Worte auf meinem Blog.
    ella
    P.S. War der Kommentar auch der Wunsch an der Verlosung teilzunehmen?

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