Samstag, 22. März 2014

Ich habe einen Schatz gefunden

Italien ist: Wenn man unverhofft wunderbare Schätze findet…
Ich hatte ja immer schon eine ausgesprochene Schwäche für Märkte. Flohmärkte, Stoffmärkte, Gemüse- und Kräutermärkte und so weiter… Ich befürchte aber, dass meine Vorliebe oder wohl besser gesagt Sucht für Märkte hier in Florenz noch viel schlimmer wird. Das hat vor allem damit zu tun, dass ich hier dank einer lieben Mitschülerin aus der Scuola Michelangelo auf einen Markt aufmerksam wurde, der alle meine Marktpassionen vereint: Den Mercato Sant‘ Ambrogio an der Piazza Ghiberti. http://www.mercatosantambrogio.it/
Hier finden sich auf kleinstem Raum die wunderbarsten Schätze. Der Markt lässt nicht nur Herzen aller Hobbyköche höher schlagen, weil sich hier wunderbares Gemüse und herrliche Früchte und gutes Fleisch finden lassen, sondern macht auch Schuhnärrinnen, Secondhandkleider- und Geschirrsammler und Basteltanten (wie mich) glücklich.
Während drinnen in der grossen, wunderbar altmodischen Markthalle Oliven jeglicher Art, frische Pasta, Käse, Fleisch und Fisch verkauft werden (übrigens kann man dort auch sehr gut und günstig essen. Es sei aber jedem mit schwachem Magen ans Herz gelegt die Finger vom Lampredotto zu lassen. Dabei handelt es sich um gekochten Darm, der scharf gewürzt und mit Sauce versehen in ein Brötchen gepackt wird. Ähnlich wie Kebab…), befinden sich draussen die Stände, welche jeden Mittag, wenn der Markt um 14 Uhr vorbei ist, wieder abgebaut werden. Auch wenn ich gerne durch die grosse Markthalle bummle, hat es mir vor allem der Teil rund um die Halle angetan. Vor allem auch deshalb, weil sich die Stände immer etwas abwechseln und man am Morgen, wenn man auf den Markt geht nie genau weiss, was sich wieder Schönes finden lässt. 

Einmal ist es ein neuer Stand mit Schuhen, an dem ich die wunderbarsten roten Pumps gefunden habe, die es wohl auf der Erde je gegeben hat. Leider waren sie mir eine Nummer zu klein und ich musste sie schweren Herzens zurück lassen (aber wer weiss, vielleicht, eines schönen Tages sind sie wieder da, eine Grösse grösser und warten genau auf mich). An einem anderen Tag findet man einen Stand mit altem Spitzenstoff und Band und an einem anderen einen mit herrlichen Küchenkräutern. Habe ich schon erwähnt, dass der Markt für mich wie eine Wundertüte ist?
Und dann gibt es noch einen Stand, mit den grössten Schätzen (natürlich neben all dem herrlichen Gemüse und den Früchten). Hier werden Glas- und Süsswasserperlen und alles was Frau braucht um ihren eigenen Schmuck herzustellen zu Spottpreisen verkauft. In diesem bunten Gewirr könnte ich stundelang herumwühlen. Heute habe ich also nicht nur für das leibliche- sondern auch für das seelische Wohl der Signora eingekauft. Und würde ich nicht noch Besuch von einer lieben Freundin bekommen, müsste Signore Pinella das ganze Wochenende auf mich verzichten, da ich mit der Schmuckherstellung beschäftigt wäre. Wenigstens habe ich jetzt schon eine Idee für die Geburtstags-und Weihnachtsgeschenke für alle weiblichen Verwandten und Freundinnen…
P.S. der Mercato Sant’Ambrogio ist übrigens nicht der gosse Mercato Centrale, der überall in den Reisführern gepriesen wird. Mir wurde erklärt, dass der Mercato Sant‘Ambrogio der Markt der Urflorentiner sei. Und hier ist das Degustieren der Produkte ein fester Bestandteil des Marktbesuches. Doch nicht nur da zeigen sich die Marktleute grosszügig. Oft erhält man eine Tomate oder eine Apfel und manchmal sogar ein Körbchen Erdbeeren zusätzlich geschenkt… Oder eben in meinem Fall einen weiteren Strang Perlen. Oh, was bin ich für ein Glückskind…;)

Kommentare:

  1. Meine Schwester lebte einige Jahre in Florenz!
    Ich werde bleiben....
    Kann mich aber gerade nicht anmelden, Blogger hat ein Problem
    Ich komme wieder!
    Herzlichst
    yase

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    1. Oh das freut mich riesig!
      Hat es deiner Schwester in Florenz gefallen?

      Liebe Grüsse von Signora Pinella

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