Freitag, 21. Juli 2017

Märchenfiguren zum Leben erwecken...

Viel zu lange ist es her, dass ich mich hier bei Euch gemeldet habe. Das hat aber einen guten Grund. Aktuell arbeite ich am Umzug von Signora Pinella, an einem neuen Layout usw. Das ist viiiiiiiel Arbeit und daneben läuft das Leben halt auch weiter. Trotzdem will ich Euch heute etwas zeigen, das wiederentdeckt habe und das mir in letzter Zeit viel Freude gemacht hat. Wer mir auf Instagram folgt, hat die verschiedenen Kasperli-Figuren, die ich in letzter Zeit gemacht habe, schon gesehen. Bereits als Kind habe ich es geliebt solche Märchen-Puppen herzustellen und zu verschenken. Von meinem grossen Fratello bekam ich dabei immer tatkräftige Unterstützung. Nun habe ich diese Leidenschaft wiederentdeckt und will Euch unbedingt zeigen, wie das geht.

Die Figuren herzustellen braucht vor allem einfach Geduld und auch hier gilt "Übung macht den Meister".

Mit der richtigen Vorbereitung gelingt das Herstellen einer Kasperli-Figur garantiert. Das Material für Kasperlifiguren findet man im gut sortierten Bastelladen. Dazu gehören: Styropor-Füllung für den Kopf, Modelliermehl auf Holzbasis, Karton für die Halsröhre, Klebeband, Glasaugen,  Schleifpapier, Farbe, matter Klarlack, Fell, Flachs oder eine Perücke für die Haare, Filz für die Hände, Stoff für das Kleid, Accessoires zum Ausdekorieren.

Das Modellieren des Kopfes ist der aufwendigste Teil der Figur. Man braucht dafür etwas Übung und macht am besten gleich mehrere Köpfe nacheinander. Bevor damit begonnen werden kann, muss eine Füllung aus Styropor geschnitten werden. Diese verhindert, dass der Kopf zu schwer wird. 
Wer Glasaugen verwenden will, muss auf der Vorderseite einen prismaförmigen Teil ausschneiden, in den die Augen eingepasst werden können. Unten am Kopf ein grosses Loch bohren und aus Karton einen Kegel formen. Diesen mit Klebeband fixieren und in den Kopf hineinstecken. Der Kegel dient später als Halterung für den Finger.
Das Modelliermehl mit warmem Wasser anrühren (Mengenverhältnis siehe Packung) und zu einer glatten Masse verrühren. Den Kopf mit der Masse komplett umhüllen und  glatt streichen. 



Und hier könnt Ihr Euch die ganze Anleitung als Video anschauen. Denn ich habe ja das Glück, dass solche Projekte nun nicht mehr nur Hobby, sondern regulärer Teil meiner Arbeit sind. Hier also ein kleiner Einblick in meine Arbeitswelt (wohlgemerkt, der Signore wird bei diesen Projekten auch oft eingebunden - so musste er im Video die Puppen tanzen lassen und sass dafür ganz schrecklich bekümmert auf unserem Balkon - ich habe Tränen gelacht bei diesem Anblick;).

Nun hoffe ich, dass ich Euch bald schon auf der neuen Seite von Signora Pinella begrüssen darf und mache mich wieder an die Arbeit!

Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

Montag, 12. Juni 2017

Lasst uns Blumenkränze winden...

Immer wieder habe ich Ideen für Projekte, in die schlussendlich viele Mitglieder der Familie Pinella involviert sind. Vielleicht sorgt das manchmal nicht nur für Freude, aber schlussendlich bringt es uns zusammen und lässt uns kreativ sein. So hatte ich kürzlich die Idee, für meine Arbeit bei der Zeitung einen Gestaltungstipp mit Blumen zu machen. Mama Pinella war mein Handmodell und Nipotina Pinella (ich bin auch ihre Patentante;) wurde als Blumenkind verpflichtet. Gerade Letztere fand das dann doch ganz angenehm - sie kommt nun langsam ins Alter, in dem sie sich für schöne Kleider und sogar für Hochzeiten interessiert... Anbei nun also die Anleitung für eine romantische und sehr verspielte Blumendekoration.
Blumen machen besondere Feste noch viel schöner. Wenn sie frisch geschnitten und zu Kränzen verarbeitet werden, sind sie nicht nur eine wundervolle Dekoration, sondern auch ein hübscher Schmuck für die Häupter kleiner Blumenkinder oder sogar für Bräute.

Die Blumen für die Kränze können je nach Saison variiert und müssen auch nicht unbedingt gemischt werden. Besonders für ganz kleine Kinder sehen reine Schleierkraut- oder Hortensienkränze hübsch aus. Wichtig ist es, dass man sich das Material wie das Steckmoos oder das Kranzgerüst, den Draht, das Satinband und eine gute Schere oder Zange vorher zurecht legt, damit die Arbeit in einem Zug ausgeführt werden kann.

Wer Blumen lange frisch halten will, steckt sie am besten in Kränze aus Steckmoos. Diese gibt es in Fachgeschäften oder teilweise auch in der Blumenabteilung grösserer Supermärkte. Vor der Verarbeitung der Blumen sollte das Steckmoos gut in Wasser eingelegt werden. Die Blumen werden etwa fünf Zentimeter unter dem Kopf abgeschnitten. Beispielsweise Hortensienblüten sind sehr weich und etwas schwierig zum Stecken. Daher sollten sie zuerst mit feinem Draht zu kleinen Sträusschen geformt und die Stiele damit fixiert werden. So lassen sie sich einfacher verarbeiten. Danach werden zuerst die grossen Blumen platziert, und dann wird der Kranz mit kleineren Blüten und Grünzeug ausgarniert und zum Abschluss allenfalls mit einem Satinband verziert.

Blumenkränze, die auf einen trockenen Untergrund gebunden werden, bleiben zwar weniger lange frisch, sind aber ein schöner Schmuck für Blumenkinder oder sogar für Bräute. Um den Blumen den nötigen Halt zu geben, werden sie auf einen individuell angefertigten Kranz aus Peddigrohr oder feinen Weidezweigen gebunden. Dieser Kranz sollte vorher von der Trägerin anprobiert werden, damit er auch wirklich passt. Die Blumen können mit einfachem Draht oder Faden angebunden werden. Besonders schön sieht es aber aus, wenn man ein Satinband verwendet. 

Auch bei dieser Machart ist es sinnvoll die Blumen, nachdem sie gekürzt wurden, mit einem Draht direkt unter dem Blütenkopf zu fixieren und den ganzen Stiel damit einzuwickeln. Die Blumen werden dann in kleinen Sträusschen an dem Kranz festgemacht und zum Schluss gut mit dem Satinband und allenfalls einer Schleife fixiert. Damit die gebundenen Kränze frisch bleiben, weil sie zum Beispiel schon am Vorabend gebunden wurden, wird etwas weicheres Packpapier darum herum drapiert und das Ganze gut mit einem Wäschespray befeuchtet. Auch tagsüber sollten die Blumen immer wieder mit etwas Wasser besprüht werden. Wenn die Blumen so im Kühlschrank gelagert werden, bleiben sie über Nacht frisch und machen am nächsten Tag der Trägerin mit Sicherheit viel Freude.

Ich hoffe, dass ich Euch ein paar hilfreiche Tipps und Inspirationen geben konnte und wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Herzlichst, Eure Signora Pinella

P.S. Hier noch das Video zu den Kränzen...


Montag, 29. Mai 2017

Mutige Grüsse aus dem Paradies...

Wie Ihr letzte Woche vielleicht bereits erraten konntet, habe ich mal wieder meinen Geburtstag gefeiert. Ich berichte Euch ja eigentlich jedes Jahr davon. Ich mag Geburtstage. Aber das Feiern hatte halt auch zur Folge, dass ich nicht zum Bloggen kam. Das will ich nun nachholen. Denn ich habe seit ein paar Wochen Bilder von einem der schönsten Orte, an dem ich je war, für Euch vorbereitet...
Wie Ihr ja wisst, hat sich meine Suocera eine Ferienwohnung im Tessin zugelegt. Ich finde das eine ganz wunderbare Idee, da der Signore und ich so regelmässig in die Sonnenstube der Schweiz kommen und darum haben wir kürzlich auch an einem unserer Tessin-Wochenenden einen Ausflug auf die Isole di Brissago gemacht - hier findet Ihr alle Informationen dazu.

Wir mögen diese Ausflüge sehr der Signore und ich. Sie tun uns gut und wir haben Zeit über Gott und die Welt zu sprechen. Mir gingen dabei auch einige Gedanken rund um den Geburtstag durch den Kopf. Dieses Jahr erlebte ich meinen Geburtstag so entspannt wie lange nicht mehr. Ich hatte alles was ich brauchte: Liebe Menschen und leckeren Kuchen.

An Geburtstagen denke ich auch immer daran, was im Jahr zuvor war. Vielleicht machte mich auch das so zufrieden und dankbar. Denn vor einem Jahr ging es mir wirklich nicht gut und ich spürte, dass ich etwas ändern muss... Aber das braucht Mut. Und erstaunlicherweise fiel mir auf, dass ich im letzten Jahr mehr Mut hatte, als in den Jahren zuvor. Ich hatten den Mut eine Arbeitsstelle zu verlassen, ohne zu wissen, was danach kommt und ich habe endlich allen Mut zusammen genommen und meinen Führerschein gemacht. Das ist eine laaaaaange Geschichte, die ich Euch schon lange erzählen wollte. Das Autofahren war für mich immer mit schrecklichen Ängsten verbunden. Ich bekam es einfach nicht hin und ich schämte mich, dass ich es nicht konnte, weil es für alle anderen so einfach schien.

Zum Glück fand ich einen sehr guten Fahrlehrer und bekam tatkräftige Unterstützung von meiner Sorella www.madamegaianna.blogspot.ch Die beiden glaubten immer an mich und gaben mir nie das Gefühl dumm oder minderwertig zu sein. Und nun kurve ich schon seit einem Jahr durch die ganze Schweiz (ich habe die Prüfung genau einen Tag vor meinem Geburtstag gemacht) und nicht nur das. Ich mag es so sehr und meistere ohne Probleme Routen, vor denen viele andere grossen Respekt haben und sie gar nicht erst fahren. Der Signore und ich haben manchmal sogar ein bisschen Streit, wenn es darum geht wer fahren darf;)
Ängste sind für unser Umfeld manchmal unverständlich und ich habe gelernt, dass ich nicht immer allen alles begreiflich machen kann was mich quält und ich muss das auch nicht tun. Erklären wird leider oft zum Rechtfertigen. Aber an Tagen, die einfach golden sind und an denen ich Zeit habe mit dem Signore über unser Leben zu sprechen, merke ich immer wieder, wie dankbar ich für die Menschen bin, die mich lieben und so nehmen wie ich bin, auch wenn sie mich nicht immer verstehen. Und ich bin auch dankbar für Menschen, die mich mit ins Paradies nehmen und mit mir schöne Stunden verbringen und ihr Leben teilen - wie der Signore auf den Isole di Brissago und auch liebe Freunde und meine Familie. Aber ich bin auch unsagbar dankbar für die Menschen, die mir manchmal einen sanften Tritt in meinen Allerwertesten geben und mich so vorwärts bringen und über mich selber hinaus wachsen lassen.

"Mut ist Angst, die gebetet hat", sagte die Holländische Widerstandskämpferin Corrie ten Boom. Das glaube ich auch. Mut ist für mich auch der Glaube daran, dass ich mich verändern kann und sich Dinge zum Guten wenden, wenn ich trotz Angst einfach Schritt für Schritt vorwärts gehe.

Ich hoffe, dass Euch der kleine Ausflug in meine Gedankenwelt und auf diese Trauminsel gefallen hat!

Herzlichst, Eure Signora Pinella